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Mord an einer Falun Dafa Praktizierenden - Hinterbliebene kämpfen um Gerechtigkeit

[16.02.2007] Familie wird überwacht - Rechtsanwälte lehnen den Fall ab

New York / Berlin (FDI) – Drei Monate nachdem Frau Aihua Cao in einem chinesischen Zwangsarbeitslager in China zu Tode gefoltert wurde, versucht ihre Familie in einem Rechtsstreit die Täter vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. Informationen des Falun Dafa Informationszentrums weisen auf enormen Druck durch Chinas kommunistische Behörden auf die Familie hin.


Quellen in China zufolge haben Anwälte große Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der chinesischen Behörden und lehnen es daher ab, den Fall der Familie Cao zu übernehmen. Wie bekannt wurde, arbeitet das Urumqi Frauen-Zwangsarbeitslager von Xinjiang, in dem Cao zu Tode gefoltert wurde, eng mit der Gerichtsbarkeit zusammen, um eine Niederschlagung des Falles zu erreichen.

„Eine Frau wurde zu Tode geprügelt, weil sie Informationsmaterialien verteilte“, sagte die Sprecherin des Falun Dafa Informationszentrum Waltraud Ng, „und kein Anwalt oder Gericht wagt es nun, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Dies ist ein typisches Beispiel für die Einschüchterungsversuche durch Chinas Regime, um Falun Dafa alle Rechte zu entziehen. Der Fall zeigt, dass die Führung des eigenen Landes, die kommunistische Partei, sich einem fairen Rechtssystem entgegenstellt.“

Geboren in der Stadt Aksu in der Provinz Xinjiang, wurde Cao im August 2006 verhaftet, als sie Flugblätter verteilte. Quellen zufolge ging es in den Flugblättern um die Welle von Austrittserklärungen aus der chinesischen Kommunistischen Partei, es war darin von über 18 Millionen die Rede (http://www.dieneueepoche.com/articles/2006/05/21/23517.html). In dem Versuch heraus zu bekommen, woher die Informationsmaterialien stammen, wurde Cao während ihrer Inhaftierung mehrfach gefoltert. Cao gab diese Informationen jedoch nicht preis.

Im November wurde Cao ins Urumqi Frauen Zwangsarbeitslager gebracht. Als ihr Ehemann sie kurz nach ihrer Einweisung besuchte, berichtete ihm Cao, dass sie von Lagerbeamten geprügelt worden war. Am 13. November wurde ihr Ehemann über ihren Tod informiert. Bei der Untersuchung des Körpers der Verstorbenen entdeckte der Ehemann Wunden auf dem Rücken des Leichnams, die auf Prügel zurückzuführen waren. Die Behörden lehnten eine Übergabe des Leichnams an die Familie ab.

Das Falun Dafa Informations-Zentrum appelliert an die Staatsanwaltschaft der Provinz Xinjiang, alle Verantwortlichen umgehend vor Gericht zu stellen und bittet internationale Beobachter um sorgfältige Beobachtung des Prozessverlaufs.

Hintergrund
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 70 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.010 Todesfälle vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Frau Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532;
Frau Andrea Fischer Tel.: 030-7523594, Mobil: 0160-95012757



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