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Strafanzeige gegen chinesische Ärzte wegen systematischer Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden[04.08.2006] 02.08.2006: Internationaler Transplantationskongress in Boston: Boston/Berlin (FDI) – Eine in Boston eingereichte Strafanzeige beschuldigt die Leiter von Organtransplantationszentren in China der gewaltsamen Entnahme von Körperteilen wie Herz, Leber und Nieren von lebenden Falun Gong-Gefangenen. Zwei chinesische Ärzte, Chen Zhonghua und Zhu Tongyu, wurden in der am Dienstag, dem 25. Juli eingereichten Anzeige genannt, während sie am jährlichen Welt-Transplantationskongress im Prudential Center von Boston teilnahmen, zu dem auch zahlreiche deutsche Ärzte anreisten. Die Strafanzeige wurde am Mittwochmorgen um einen dritten chinesischen Arzt, Shen Zhongyang, erweitert. Die
Menschenrechtsanwältin Dr. Terri Marsh reichte die Anzeige ein. Sie
stützt sich dabei auf einen kürzlich in Kanada veröffentlichten
Untersuchungsbericht.
Der Bericht enthält Niederschriften von Telefongesprächen zwischen
chinesischen Ärzten und den Ermittlern, die vorgaben Organe kaufen zu
wollen. In diesen Niederschriften geben Ärzte von drei chirurgischen
Abteilungen offen zu, dass sie über einen Nachschub an Organen von
lebenden Falun Gong-Praktizierenden verfügen.
Pressemitteilung der Human Rights Law Foundation: Hintergrund Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 70 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Gong in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen vor über 2.920 Todesfälle, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Frau Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532; Frau Andrea Fischer Tel.: 030-7523594, Mobil: 0160-95012757 98 Seitenaufrufe |
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