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Die Abfahrt der Zwerge aus den Hüttemer Bergen - Die wußten schon warum![24.07.2009] Alte Ueberlieferung In den Hüttemer Bergen in Holstein wohnte vor langer Zeit eine große Menge von Zwergen. Im Kindelberg hat man sie besonders häufig gehört, wie sie butterten, und im Plätenberg bei Wittensee, wie sie miteinander redeten. Aber als die Kirchenglocken ertönten, haben sie alle miteinander die Gegend verlassen. Da zogen die Zwerge nach der Marsch zu, kamen in der Nacht an die Hohner Fähre und wollten sich übersetzen lassen. Die Kobolde weckten den Fährmann; als dieser aber herauskam und niemand zu sehen war, ging er in sein Haus zurück und wollte wieder ins Bett. Da klopften sie noch einmal und eine Weile danach zum drittenmal an, und als der Fährmann nun aufs neue erschien, sah er, wie es vor dem Haus drunter und drüber ging und vor lauter kleinen grauen Leuten nur so wimmelte.
Da war einer unter ihnen mit einem langen Bart, der forderte den Fährmann auf, sie alle über die Eider zu setzen; sie könnten nämlich die Glocken und den Kirchengesang nicht länger vertragen und wollten anderswohin. Der Schiffer machte die Fähre los und stellte seinen Hut ans Ufer, wie der Kleine mit dem Bart es ihm aufgetragen hatte. Und nun stiegen sie alle in den Prahm hinein, Männer, Weiber und Kinder, und zwar so viele, daß der Prahm zum Bersten voll wurde. So ging es jedesmal, sooft der Fährmann wieder zurückkam, und er hatte die ganze Nacht nichts anderes zu tun, als hin- und herzurudern, und immer war die Fähre gleich voll. Als er endlich die letzten Zwerge hinübergebracht hatte, sah er, wie das ganze Feld auf der andern Seite von vielen Lichtern flimmerte, die durcheinander hüpften. Die Zwerge hatten nämlich kleine Laternen mitgebracht, die sie nun ansteckten. Am Ufer aber, vor seinem Hause, fand der Fährmann seinen Hut ganz vollgehäuft von kleinen Goldpfennigen. Denn jeder Zwerg hatte beim Einsteigen einen solchen Pfennig in den Hut geworfen. Dadurch wurde der Fährmann ein steinreicher Mann und blieb es Zeit seines Lebens. Er bedauerte nur, daß er kein zweites Mal Gelegenheit hatte, ein Volk von Zwergen überzusetzen. 174 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 06.05.2011 Die Alpen werden nicht umsonst als „Hochburg der Zwerge“ bezeichnet – Oder über das Stollensystem der Erde 24.07.2009 Die Abfahrt der Zwerge aus den Hüttemer Bergen - Die wußten schon warum! 24.07.2007 DIE KLEINEN LEUTE VON SWABEDOO 25.04.2007 Die Braupfanne auf dem Mühlberg bei Krossen 25.04.2007 Die König Laurin Saga und der "Rosengarten" 25.04.2007 Das das Leben der Zwerge und wo sie heute aufhalten. 25.04.2007 Die Zwerge im Schlosse zu Hoya 25.04.2007 Der Auszug der Zwerge 25.04.2007 Das Futtermännchen in Thiemendorf 06.08.2006 Die Bölersmännchen |
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