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Unabhängig von jedem Strom und Energieanbieter - weg von Euroschluckenden Raub-Tieren

[24.05.2008] Viel zu lange bestimmen sie schon die Energieanbieterszene, viel zu lange diktieren sie und zwingen uns ihre Energiekonzepte auf. Das man sich auch von diesen Raubtieren loslösen kann und auch noch erfolgreich zum Selbstversorger werden kann zeigt dieses Beispiel.

Wolf-Rüdiger Weiß, ist seit Jahren Mitglied im Bund der Energieverbraucher und hat sich seine eigen kleine Energieinsel aufgebaut.

(Originaltext www.energieverbraucher.de)
Tatsächlich hat das Haus keinen Stromanschluss!!! Dadurch spart die Familie die Kosten für Stromanschluss und Zählerkasten etc., also circa 2.000 Euro. Den Strom stellt ein 7,5 Kilowatt-Dieselmotor her. Er wird von der japanischen Firma Kubota für LKW-Kühlanhänger hergestellt und arbeitet deshalb sehr zuverlässig mit garantierten Standzeiten von 20.000 Stunden – Kostenpunkt: circa 1.300 Euro. Der Diesel steht in einem doppelwandig gedämmten Kellerraum und ist mit einer selbst gebauten Schallschutzhaube gedämpft.

An den Diesel hat Ekkehard M. über einen Keilriemen einen fünf Kilowatt-Wechselstromgenerator angeschlossen, den er für 200 Euro gekauft hatte. In der Heizperiode wird der Diesel mittags gestartet, wenn die Kinder von der Schule kommen. Das Kühlwasser des Diesels heizt das Haus auf und auch den 300-Liter-BRAUCHWASSERspeicher.



Einen Abgaswärmetauscher hat M. nicht eingebaut. Der Strom erlaubt zum Beispiel den Betrieb der Waschmaschine. Überschüssiger Strom wird gleichgerichtet und in eine der vier 500 Amperestunden-Bleibatterien eingespeichert, die insgesamt 24 Kilowatt Strom speichern können.

Der Diesel läuft selbst im Winter nur etwa zwei Stunden täglich und verbraucht dabei je Stunde weniger als einen Liter Treibstoff. Der Treibstoff lagert in einem 40-Liter-Kanister, ein zweiter Kanister dient als Reserve. Wenn der Motor warm gelaufen ist, wird auf die Versorgung durch Rapsöl umgeschaltet, der in einem weiteren 40-Liter-Tank lagert. Wenn der Diesel nicht läuft, wird Strom für Beleuchtung, Fernsehen, Laptop, Stereoanlage usw., aus der Batterie über einen Wechselrichter in das 220-Volt-Hausnetz geholt.

Im Sommer unterstützt eine 500-Watt-Solaranlage die Stromversorgung. Über eine Ladeeinheit von Solaris speist die PV-Anlage den Gleichstrom direkt in die Batterie. Die Steuerung der Komponenten, andernorts millionenschwere Forschungs- und Entwicklungsaufträge, hat M. selbst entwickelt und mit elektronischen Bauteilen verwirklicht.

Das Warmwasser wird im Sommer von einer Fünf-Quadratmeter-SolarKOLLEKTOR-Anlage auf dem Dach und im Winter vom wassergekühlten Dieselmotor erwärmt, gepuffert über einen 300-Liter-Speicher. Geheizt wird mit Kohle und Holz über einen Kamin und zusätzlich mit dem Dieselmotor. Im Kamin ist ein selbst gebauter Wärmetauscher. Gekocht wird mit einem Allgasherd und einer 33-Kilo-Flüssiggasflasche. Sie wird viermal jährlich für circa 25 Euro nachgefüllt.

Die Versorgung funktioniert ohne Probleme seit dreieinhalb Jahren. Für Heizen, Strom und Kochen zahlt Familie M. jährlich weniger als 500 Euro. Vor zwei Jahren fiel das Stromnetz im Ort aus. Fast einen Tag lang hatte nur die Familie M. Strom. Auf den örtlichen Stromversorger ist M. nicht gut zu sprechen.

Als er mit seinem Diesel ans Ortsnetz angeschlossen werden wollte, wurde das verweigert, weil man angeblich dafür eine neue Trafostation hätte bauen müssen (vergleiche Verleihung der „Trüben Funzel", Seite 33). Zwei Bekannten hat Ekkehard M. beim Nachbau seiner Versorgung bereits geholfen.


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