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ADAC-Interviews mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier
Autofahren soll auch in Zukunft erschwinglich bleiben. Das ist die erfreuliche Botschaft aus zwei Interviews, die der ADAC mit der amtierenden Kanzlerin, Angela Merkel, und ihrem Herausforderer von der SPD, Frank-Walter Steinmeier, geführt hat.


Ab 2010 zahlen Wohnmobilisten mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen unterschiedlich hohe Maut
auf Österreichs Autobahnen. Ursache dafür ist eine EU-Wegekostenrichtlinie, nach der Fahrzeuge in Emissionsklassen eingeteilt sind und dementsprechend unterschiedlich hohe Maut fällig wird.


Generell gibt es in Europa zwei verschiede Systeme zur Erhebung der Straßengebühr. Entweder muss für die Nutzung eine Vignette gekauft werden oder die Maut wird abhängig von der gefahrenen Strecke erhoben. Für Schnellstraßen und Autobahnen benötigen Autofahrer in der Schweiz, Österreich, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Tschechien eine Vignette. Je nach Streckenlänge wird die Straßennutzungsgebühr in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Serbien, Mazedonien und Polen erhoben.


ADAC: Autofahrer werden gezielt hinters Licht geführt In Slowenien kommt nun doch Bewegung in die Auseinandersetzung um eine Kurzzeitvignette bei der Autobahngebühr. Nach den Protesten des ADAC und der EU will die slowenische Regierung ab 1. Juli 2009 eine Wochenvignette für sieben Tage einführen. Gleichzeitig soll die Halbjahresvignette abgeschafft werden. Die Jahresvignette wird von bisher 55 Euro auf 95 Euro für Pkw erhöht.  


ADAC: Mehreinnahmen für die Straßen reservieren
Die Mehreinnahmen, die dem deutschen Fiskus mit der Anhebung der Lkw-Maut
künftig zufließen, müssen nach Ansicht des ADAC vollständig in den Erhalt und Ausbau der Straßeninfrastruktur fließen. "Die bisherigen Einnahmen aus der Lkw-Maut wurden nur zu einem kleinen Teil in die Straßen investiert. Dabei hatte die Bundesregierung ursprünglich zugesagt, dass die Mittel den Nutzern als zusätzliche Investitionen zugute kommen", kritisiert ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Die zum 1. Januar 2009 beschlossene Mauterhöhung wird nach Angaben des Clubs zusätzlich mindestens 850 Millionen Euro jährlich in die Staatskassen spülen.


Zum 1. Juli plant Slowenien laut ADAC eine drastische Anhebung der Maut auf Autobahnen. Das bisherige, streckenabhängige System soll durch eine Vignette abgelöst werden. Diese soll nach bisherigen Informationen für Fahrzeuge bis 3,5 t nur in zwei Abstufungen von Halbjahres- und Jahresvignetten zum Preis von 35 Euro bzw. 55 Euro eingeführt werden. Motorradfahrer müssten 17,50 bzw. 27,50 Euro bezahlen. Nach Auffassung des ADAC käme auf die Autofahrer damit eine unverhältnismäßige Teuerung von bis zu 350 Prozent im Vergleich zur Streckenmaut zu. Für Kurzurlauber und Transitreisende würde die Vignette enorme Mehrkosten nach sich ziehen.


ADAC: Keine neuen Abkassiermodelle für die Fernstraßeninfrastruktur
Der ADAC wehrt sich mit Nachdruck gegen die wiederholten Bestrebungen, die notorische Unterfinanzierung der Fernstraßen durch eine Pkw-Maut zu lösen. Dazu ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker: "Es ist nicht länger hinzunehmen, dass die deutschen Autofahrer Jahr für Jahr Milliarden an Steuern an den Staat zahlen, sich aber als Gegenleistung mit einem immer schlechter werdenden Straßennetz abfinden müssen." 


Die aus den Reihen der CSU laut gewordene Forderung nach Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland lehnt der ADAC als völlig überflüssige und oberflächlich populistische Gedankenspielerei ab. Nach ADAC-Präsident Peter Meyer geht es bei den Überlegungen mancher Politiker lediglich um unproduktive Beiträge, mit denen das Sommerloch gestopft werden soll:


ADAC: Überflüssige CSU-Gedankenspiele
Weichen für Lkw-Maut müssen richtig gestellt werden.

Als "überflüssige und unproduktive Gedankenspielerei" lehnt ADAC-Vizepräsident für Verkehr Dr. Erhard Oehm die im Vorfeld ihres Parteitags in Nürnberg von der CSU verfolgten Pläne zur Einführung einer Pkw-Maut ab.


Der ADAC befürchtet, dass sich die für Ende August geplante Einführung der Lkw-Maut nicht nur für die Brummifahrer negativ auswirken wird. Auch die Fahrer nicht mautpflichtiger Fahrzeuge werden von den Startschwierigkeiten betroffen sein. Nach Meinung des Clubs drohen Staus im Bereich der Zahlstellen. Auch mit Umwegverkehr über Landstraßen, die bisher vom Güterverkehr mehr oder weniger verschont geblieben sind, ist zu rechnen.

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