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Städte werden zur City-Maut gedrängt - Auch Staukosten sollen Autofahrern aufgebürdet werden

[05.10.2009] Der ADAC kritisiert den von der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenkatalog zur Zukunft der städtischen Mobilität. Die darin aufgeführten Maßnahmen könnten als Empfehlung an die Städte verstanden werden, eine City-Maut einzuführen. Dies zielt nach Ansicht des Clubs in eine völlig falsche Richtung. "Die EU ist für die städtischen Verkehrsprobleme grundsätzlich nicht zuständig und sollte es daher auch den Kommunen überlassen, mit welchen Mitteln sie ihre Probleme lösen wollen", sagt ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. "Eine City-Maut oder andere restriktive Maßnahmen würden zur Verbesserung der Umwelt- und der Verkehrssituation in Städten sicherlich nur wenig beitragen", so Becker. 

Statt einer Straßenbenutzungsgebühr empfiehlt der ADAC intelligente Maßnahmen, die den Straßenverkehr flüssiger gestalten. Dazu gehören Verkehrssteuerungsanlagen, moderne Parkleitsysteme und Fahrgemeinschaften. Aber auch ein gut ausgebauter Öffentlicher Nahverkehr und attraktive Fußgänger- und Radwege sind für eine Entlastung im Straßenverkehr dringend notwendig.

Die EU-Pläne zur Einführung von Staugebühren lehnt der ADAC weiter kategorisch ab. Ulrich Klaus Becker: "Wenn den Verantwortlichen nichts Besseres einfällt, als Autofahrer für die Versäumnisse der Politik zu bestrafen und sie zur Kasse zu bitten, dann ist dies ein erschreckendes Armutszeugnis." Der Club kritisiert, dass mit Staugebühren vor allem diejenigen Städte belohnt werden, die zuvor nichts für die Lösung ihrer Verkehrsprobleme getan haben.


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