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Bodewig: Lkw-Maut ist wichtiger Beitrag für die Mobilität von morgen[16.09.2002] "Die Lkw-Maut ist ein wichtiger Beitrag für die Mobilität von morgen. Sie ist unser Weg aus dem Stau." Das sagte Kurt Bodewig, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Montag auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Die Maut sei gerecht, innovativ und eröffne neue Möglichkeiten bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur.
Die Maut komme auch den Lkw-Produzenten zu Gute, da sie eine Staffelung nach Abgas-Klassen habe.
Die Kosten für die Straßen und speziell für die Autobahnen seien enorm. 45 Prozent der gesamten Autobahnkosten würden vom Lkw verursacht. Das sei in diesem Jahr ein Betrag von 3,4 Milliarden Euro, der bis 2010 auf über vier Milliarden Euro steigen werde. Jedes Jahr würden etwa 1,5 Millionen mautpflichtige Lkw die Bundesfernstraßen nutzen und dabei 22,7 Milliarden Fahrzeugkilometer zurück legen. 35 Prozent davon würden durch ausländische Lkw erbracht. Mit der EU-Osterweiterung werde der Transitverkehr noch einmal erheblich zunehmen. Es gehe darum, auch diese LKW sehr viel stärker an der Begleichung der Wegekosten zu beteiligen. Hier schaffe die Maut deutlich mehr Gerechtigkeit, sagte Bodewig. Die Einnahmen aus der Maut würden überwiegend in die Straße, aber auch in Schiene und Wasserwege reinvestiert und kämen damit direkt der Verkehrsinfrastruktur zugute. Mobilität und Verkehr seien ganz entscheidende Standortfaktoren und wichtig für den wirtschaftlichen Aufschwung. Wirtschaftliches Wachstum bedeute aber auch ein Wachstum des Verkehrs. "Deutschland und seine Wirtschaft brauchen leistungsfähige Verkehrswege. Denn nur damit können wir das Mehr an Verkehr, das auf uns zukommt, so gestalten, dass es weniger Probleme verursacht", hob Bodewig hervor. Deshalb investiere die Bundesregierung Rekordbeträge in die Infrastruktur - und das bei gleichzeitiger Sanierung des Haushaltes. In diesem Jahr seien es mehr als 11,5 Milliarden Euro und damit zwei Milliarden Euro mehr als 1998 zu Zeiten der Vorgänger-Regierung. Mit dem "Zukunftsprogramm Mobilität" habe das Kabinett ein langfristiges Infrastrukturkonzept beschlossen. Noch vor Ablauf des Jahrzehnts würden insgesamt 90 Milliarden Euro in das Verkehrssystem fließen. "Mit der deutlichen Steigerung der Investitionen geht jetzt beides: Aufbau Ost und Modernisierung West", sagte Bodewig. Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Bürgerservice Invalidenstraße 44 10115 Berlin E-Mail: buergerinfo@bmvbw.bund.de 32 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 18.01.2012 PKW-Maut-Pläne von Kretschmann entpuppen sich als Ideologisches Abkassiermodell auf Kosten Sozialschwacher 07.10.2011 Pkw-Mautantrag auf Parteitag - CSU schickt Autofahrer auf die Verliererstraße - Für Geringverdiener wäre eine Maut ein K.-o.-Schlag 21.06.2011 Urlaubsreise Österreich - Zweite Röhre des Tauerntunnels wird eröffnet 06.05.2011 In Europa bitten über 20 Länder zur Mautkasse und kassieren defftig Straßenbenutzungsgebühren, das kann für Mautpreller recht teuer werden! 05.05.2011 Mautkarten und Vignetten vor Reiseantritt kaufen 23.04.2011 Einführung einer Pkw-Maut – 365 Euro Kosten für eine Jahresvignette – Bundesregierung bricht Versprechen 02.11.2009 Vignetten in Tschechien werden teurer - Ab 2010 streckenabhängige Maut für schwere Wohnmobile 19.10.2009 Mautwette Steinmeiers - Der ADAC hält dagegen - Autoclub vertraut dem Versprechen der Kanzlerin 12.10.2009 Hunderte zusätzliche Verkehrstote durch Pkw-Maut- Koalitionsgespräche 05.10.2009 Städte werden zur City-Maut gedrängt - Auch Staukosten sollen Autofahrern aufgebürdet werden |
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