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ADAC: Autofahrer und Fahrer von schweren Wohnmobilen müssen sich 2010 auf wichtige Neuerungen einstellen, wenn sie auf Tschechiens Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs sind. Die Vignetten für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen werden um rund 20 Prozent teurer. Die Jahrsvignette wird künftig 1 200 Kronen (rund 46 Euro) kosten. Die wichtigste Änderung betrifft laut ADAC aber Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, darunter auch schwere Wohnmobile. Für sie gibt es keine Vignetten mehr sondern eine kilometerabhängige Autobahnmaut.


Der ADAC nimmt die Pkw-Maut-Wette von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an und hält dagegen. „Die Bundeskanzlerin hat uns klipp und klar versichert, dass sie keine Maut möchte“, so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Ich verlasse mich auf ihr Wort und wette deshalb gerne gegen Herrn Steinmeier.“ Der SPD-Politiker hatte in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau geäußert, er wette, dass eine Pkw-Maut eingeführt werde, obwohl Bundeskanzlerin Merkel dies vor der Bundestagswahl ausgeschlossen hatte.


Der ADAC erteilt den aktuellen Plänen, in Deutschland eine Pkw-Maut
einzuführen, eine entschiedene Absage. " gibt die Zusage der Bundeskanzlerin, dass sie keine Pkw-Maut will. Es ist an der Zeit, die Gesprächspartner bei den Koalitionsverhandlungen zur Ordnung zu rufen und alle Maut-Gedankenspiele zu stoppen," fordert am Montag ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. In einem  Interview mit der Clubzeitschrift ADACmotorwelt (September-Ausgabe) hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel versichert, dass eine Straßenbenutzungsgebühr nicht auf dem Programm einer von ihr geführten Bundesregierung stehe.


Der ADAC kritisiert den von der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenkatalog zur Zukunft der städtischen Mobilität. Die darin aufgeführten Maßnahmen könnten als Empfehlung an die Städte verstanden werden, eine City-Maut einzuführen. Dies zielt nach Ansicht des Clubs in eine völlig falsche Richtung. "Die EU ist für die städtischen Verkehrsprobleme grundsätzlich nicht zuständig und sollte es daher auch den Kommunen überlassen, mit welchen Mitteln sie ihre Probleme lösen wollen", sagt ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. "Eine City-Maut oder andere restriktive Maßnahmen würden zur Verbesserung der Umwelt- und der Verkehrssituation in Städten sicherlich nur wenig beitragen", so Becker. 


ADAC-Interviews mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier
Autofahren soll auch in Zukunft erschwinglich bleiben. Das ist die erfreuliche Botschaft aus zwei Interviews, die der ADAC mit der amtierenden Kanzlerin, Angela Merkel, und ihrem Herausforderer von der SPD, Frank-Walter Steinmeier, geführt hat.


Ab 2010 zahlen Wohnmobilisten mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen unterschiedlich hohe Maut
auf Österreichs Autobahnen. Ursache dafür ist eine EU-Wegekostenrichtlinie, nach der Fahrzeuge in Emissionsklassen eingeteilt sind und dementsprechend unterschiedlich hohe Maut fällig wird.


Generell gibt es in Europa zwei verschiede Systeme zur Erhebung der Straßengebühr. Entweder muss für die Nutzung eine Vignette gekauft werden oder die Maut wird abhängig von der gefahrenen Strecke erhoben. Für Schnellstraßen und Autobahnen benötigen Autofahrer in der Schweiz, Österreich, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Tschechien eine Vignette. Je nach Streckenlänge wird die Straßennutzungsgebühr in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Serbien, Mazedonien und Polen erhoben.


ADAC: Autofahrer werden gezielt hinters Licht geführt In Slowenien kommt nun doch Bewegung in die Auseinandersetzung um eine Kurzzeitvignette bei der Autobahngebühr. Nach den Protesten des ADAC und der EU will die slowenische Regierung ab 1. Juli 2009 eine Wochenvignette für sieben Tage einführen. Gleichzeitig soll die Halbjahresvignette abgeschafft werden. Die Jahresvignette wird von bisher 55 Euro auf 95 Euro für Pkw erhöht.  


ADAC: Mehreinnahmen für die Straßen reservieren
Die Mehreinnahmen, die dem deutschen Fiskus mit der Anhebung der Lkw-Maut
künftig zufließen, müssen nach Ansicht des ADAC vollständig in den Erhalt und Ausbau der Straßeninfrastruktur fließen. "Die bisherigen Einnahmen aus der Lkw-Maut wurden nur zu einem kleinen Teil in die Straßen investiert. Dabei hatte die Bundesregierung ursprünglich zugesagt, dass die Mittel den Nutzern als zusätzliche Investitionen zugute kommen", kritisiert ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Die zum 1. Januar 2009 beschlossene Mauterhöhung wird nach Angaben des Clubs zusätzlich mindestens 850 Millionen Euro jährlich in die Staatskassen spülen.


Zum 1. Juli plant Slowenien laut ADAC eine drastische Anhebung der Maut auf Autobahnen. Das bisherige, streckenabhängige System soll durch eine Vignette abgelöst werden. Diese soll nach bisherigen Informationen für Fahrzeuge bis 3,5 t nur in zwei Abstufungen von Halbjahres- und Jahresvignetten zum Preis von 35 Euro bzw. 55 Euro eingeführt werden. Motorradfahrer müssten 17,50 bzw. 27,50 Euro bezahlen. Nach Auffassung des ADAC käme auf die Autofahrer damit eine unverhältnismäßige Teuerung von bis zu 350 Prozent im Vergleich zur Streckenmaut zu. Für Kurzurlauber und Transitreisende würde die Vignette enorme Mehrkosten nach sich ziehen.

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