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Asiatischer Sandsturm verteilt industrielle Schadstoffe um die halbe Welt

[17.12.2001] Ein über den asiatischen Wüsten Gobi und Taklamakan entstandener Sandsturm hat innerhalb nur einer Woche den Pazifik überquert und das Festland Amerikas erreicht. Eine von amerikanischen Wissenschaftlern angeführte Projektstudie über die Verteilung von Aerosolen in der Erdatmosphäre untersuchte die Dynamik des Sturmes mittels einer Vielzahl von Detektoren.

Dabei entdeckten die Forscher auch Spuren der industriellen Abfallprodukte Quecksilber und Arsen. Die Untersuchung der Verteilung von Aerosolen in der Erdatmosphäre soll auf lange Sicht zu einer Verbesserung von Klimamodellen führen.

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Die von dem Wissenschaftlerteam des Aerosol-Charakterisierungs-Experimentes (ACE-Asia) angefertigte Studie untersuchte einen am 5. April 2001 über den zentralasiatischen Wüsten entstandenen Sandsturm ungeheuren Ausmaßes. Dieser breitete sich innerhalb kurzer Zeit über China, Korea und Japan aus, und innerhalb nur einer Woche waren bereits Staubpartikel des Sturmes über dem amerikanischen Kontinent feststellbar. Die weitesten Ausläufer des Sturmes erreichten selbst die Kanarischen Inseln.

Die Forscher benutzten für ihre Studie sowohl satellitengestützte Messungen als auch Detektoren auf Forschungsflugzeugen und Schiffen. Sie analysierten dabei nicht nur die Verteilung der Staubpartikel, sondern auch deren Zusammensetzung. Dabei stellten sie fest, dass der Staub eine Vielzahl von industriellen Abfallprodukten der Industriezonen Asiens bis in die Vereinigten Staaten transportiert hatte. So wurden über dem US-Bundesstaat Nevada die bisher höchsten Arsenkonzentrationen aller Zeiten gemessen - sie stammen aus der Mandschurei in Asien.

Die Forscher hoffen, dass ihre Studie zu einem besseren Verständnis von Aerosolen führt. Diese feinen Staubpartikel sind von großer Bedeutung für die Physik der Erdatmosphäre, und deren genaue Beschreibung ist entscheidend für die Genauigkeit von Klimamodellen.






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