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Umweltverbände fordern die Fortführung einer erfolgreichen Umweltpolitik[01.09.2005] Nach der Wahl: Neustart in der Umweltpolitik notwendig Berlin - Die Umweltverbände Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund (NABU), Greenpeace und World Wide Fund for Nature (WWF) haben die Fortführung der „in Teilen erfolgreichen“ deutschen Umweltpolitik gefordert. Bisher Erreichtes dürfe nicht zurückgenommen werden. Beim Umwelt- und Naturschutz sei im Gegenteil ein Neustart erforderlich.
Dr. Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland: „Nach der Wahl darf kein ökologischer Rückwärtsgang eingelegt werden. Der Hurrikan Katrina, Dürren und Brände in Portugal und die jüngsten Überschwemmungen in Bayern haben die Dringlichkeit einschneidender Klimaschutzmaßnahmen schmerzhaft vor Augen geführt.“ Eine neue Bundesregierung müsse die Rahmenbedingungen schaffen, um den Abschied von der Kohleverstromung einzuläuten. Nur so könne es gelingen, den Ausstoß an Treibhausgasen in dem erforderlichen Maß zu verringern. Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: "Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen muss zentrale Aufgabe jeder Bundesregierung sein. Wer das Nationale Naturerbe beschädigt, wird dafür die Rechnung präsentiert bekommen.“ Wichtig sei ein Verkaufsstopp für wertvolle bundeseigene Naturschutzflächen. Dazu gehörten frühere Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften in Ostdeutschland, für deren Erhalt eine Bundesstiftung Natur eingerichtet werden müsse. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: „Anstatt eine Mehrwertsteuererhöhung zu beschließen, sollte die ökologische Steuerreform weiterentwickelt werden. Dazu gehört der Abbau umweltschädlicher Subventionen wie Eigenheimzulage und Entfernungspauschale, die Besteuerung von Kerosin und die Anhebung der Heizölsteuer. Das entlastet den Fiskus und die Rentenkassen, hat einen positiven Beschäftigungseffekt und gibt Anreize zum sparsamen Umgang mit knappen Rohstoffen.“ Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace: „Die Wählerinnen und Wähler sprechen sich mehrheitlich gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel aus. Eine neue Regierung sollte sich davor hüten, dieses Votum zu missachten. Die Menschen wollen kein Gen-Food. Sie wollen, dass der Atomausstieg beschleunigt und die erneuerbaren Energien entschlossen ausgebaut werden. Deutschland hat hier international eine führende Rolle übernommen. Wer diese verspielt, verspielt auch seine Innovationschancen.“ Hubert Weinzierl, DNR-Präsident: „Die Parteien müssen am Ziel der Nachhaltigkeit unbedingt festhalten. Hohe Umwelt- und Naturschutzstandards stehen nicht konträr zur Wirtschaft. Sie sind zukunftsfähige Standortfaktoren, die heutige und künftige Lebensgrundlagen sichern. Dringend notwendig bleibt, den globalen Ressourcenverbrauch deutlich einzuschränken. Dafür müssen dem Welthandelssystem soziale und ökologische Grenzen gesetzt werden. Es darf keine Liberalisierung der Weltmärkte auf dem Rücken der sozial Schwachen und auf Kosten der Umwelt geben.“ Pressekontakt Helmut Röscheisen DNR Mobil: 0160-97209109 E-Mail: info@dnr.de www.dnr.de; Rüdiger Rosenthal BUND-Pressestelle Tel. 030-27586-425/489 | Fax: -449 E-Mail: presse@bund.net www.bund.net Kathrin Klinkusch NABU-Pressestelle Tel. 030-284984–23 www.nabu.de Carmen Ulmen Greenpeace-Pressestelle Tel. 040-30618-344 Mobil: 0171-8780-840 www.greenpeace.de Jenni Glaser Pressestelle WWF Deutschland Tel. 069-79144214 www.wwf.de 80 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 18.01.2012 Am Rande der Wüste bahnt sich eine braune Revolution an - Weiden gegen den Vormarsch der Wüste 28.12.2011 NABU: „Dinosaurier des Jahres 2011” für luftverpestende Kreuzfahrtschiffe von AIDA und TUI Cruises 27.09.2011 TUIs Kreuzfahrtschiffe - Tatsache ist, dass „Mein Schiff 2“ so viele Luftschadstoffe ausstößt wie 5.000.000 Autos 27.09.2011 Auf ein CCS-Gesetz kann Deutschland getrost verzichten 17.07.2011 Das große Windenergiegeschäft mit Chinas Gift - oder was bei der Herstellung von Neodymium in der Umwelt angestellt wird. 21.06.2011 Aggressives Pflanzengift ist nicht ungefährlich für Mensch und Tier - Verbot des Unkrautkillers „Roundup“ in Haus- und Kleingärten 21.06.2011 EU-Umweltminister müssen klares Signal für ehrgeizigen Klimaschutz aussenden 12.07.2010 Lösten geheime Wetterexperimente des britischen Verteidigungsministeriums Flutkatastrophen aus?? 15.01.2010 München nicht zur Festung machen ADAC warnt 15.01.2010 Auch Niedersachsen muss sich an die Spielregeln der EU halten |
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