Reale und oder nicht reale Erscheinungen - Glaube oder Nichtglaube wie definiert sich dieses, letztendlich glaubt jeder Mensch, auch der meint er glaubt nicht, den er äußert sich ja mit den Worten "Daran glaube ich nicht oder das glaube ich nicht" also glaubt er auch. Es ist nicht die Tatsache, nicht daran zuglauben, es ist einfach nur eine Sache der Betrachtung der Formulierung, worauf Goethe schon mit seiner Weisheit hinwies, "Wenn du etwas gut verbergen willst, mußt du es nur richtig sagen"! Siehst du es nur als eine einfache Naturerscheinung, bleibt es für dich auch nur eine Naturerscheinung, denn du hast es für dich so festgelegt. Warum sollte deine Meinung geändert werden. Dennoch gibt es viele Überlieferungen aus alten Zeiten, Weisheiten und Ratschläge von Personen, die mache Dinge eben anders betrachtet haben. Also wird es immer wieder Personen geben, die ebenso betrachten oder eben nicht so betrachten, so sollte jeder seine eigene Anschauung haben dürfen. So gibt es viele Überlieferungen die letztendlich nach jedermann Gedungen entwirrt werden, je nach Glaubens oder Wissensstand. Kritik als solches, ist eigentlich das negativste Wort, ersetzen sollte es ein jeder durch erweiternde Betrachtung. Du hast recht, er hat recht sie hat recht, ich kann auch recht haben, es ist und bleibt nur die eigene Betrachtung entsprechend seiner Wissensebene. Ich stelle hier eben nur die Meinige oder auch die Seinige dar, jeder darf sich hier seinen eigenen Reim darauf machen, je nach dem, für wie und wem sie nützlich ist.
Wenn man den Wirrbach, der bald über bemooste Schieferblöcke rauscht,
bald klare Wasserbecken bildet, und nebenbei die köstlichsten Forellen
beherbergt, überschritten hat, steht man am Fuße der mächtigen
Hünenkoppe, deren Felswände von trauriggrünem Taxus und schlanken
Tannen bewachsen sind. Hoch auf dem Gipfel, zu dem ein bequemer Weg
gebahnt worden ist, eröffnet sich eine herrliche Aussicht.
Im Schallholz, eine Viertelstunde westlich Merkendorf, ohnweit
Zeulenrode, hasuten ebenfalls Holzmännel und Holzweibel; sie waren den
Leuten sehr gerne behülflich und dienstbar, insonderheit beim
Heumachen, doch waren sie nicht blöde, und nahmen nicht selten
ungefragt Klöse aus den Töpfen und Brode aus den Oefen. Das war endlich
den Merkendorfer Leuten nicht recht, sie sannen/ darauf, diese unlieben
Gäste los zu werden, und wendeten die dazu dienlichen Mittel an.
Vom Fichtelgebirge, an dessen höchstem Bergkopfe die thüringische Saale
entspringt, ziehen und schweben die Schleier der Sage nach dem nahen
Frankenwalde herüber, und lassen sich auf thüringischem Boden nieder.
Der „Nachtjäger", der im Butzenreuth, im Zeitelmoos und anderen Forsten
dieser Gebirge rumort, streift mit dem Heere seiner Butzen (Pötze,
Pütze, Pöpel, Popanze) auch auf dem Frankenwald, und wird auf
dreibeinigem Rosse reitend, von Jagdhunden umkläfft, stetig jagend
erblickt. Und wie fast überall da, wo auch nur noch Spuren sagenhafter
Ueberlieferung vom wüthenden Heere und wilden Jäger anzutreffen sind,
die Zwergensage auftritt, so auch in diesen Gründen.
Wichtlein im untern Werrathale In dem ganzen Thalgebiete der
Werra, da wo die Hörsel in dieselbe einmündet, kommt die mythische
Trias, der Hulda, der Wichtlein und der wilden Jagd abermals zu
mannichfaltiger sagenhafter Erscheinung. Schon in Mitten der Wegstrecke
zwischen Tiefenort und Berka an der Werra liegen die Hulden-Berge. In
den sogenannten Göhringer Steinen läßt die örtliche Sage eine Hulda als
Wasserfeine in einer Krystallgrotte wohnen, und mit Wichtlein bevölkert
sie das Werrathal/ schon von Gerstungen an, über Berka herab, dann über
Sallmannshausen und Hörschel bis Spichra.
der schon damals mit Marmor umzugehen wußte und mit großen Blöcken auf
den Schultern sozusagen hausieren ging. Einst begegnete ihm ein
vornehmer Herr und fragte, ob er nicht auf dem Ifinger ein Kirchlein
bauen wolle, doch müsse er einen großen Block hinaufliefern. Abgemacht!
Kaum waren sie eine Stunde bergan gegangen, entkam dem Riesen der
Marmorklotz und rollte davon. Erzürnt schwur der Riese:
Die Stadt Schleusingen hat von uralten Zeiten her zum Wahrzeichen eine
Wasserminne, ein Wesen, welches man im heidnischen klassischen
Alterthume eine Sirene nannte; dieses Zeichen kann man auf dem Schilde
des dortigen Rathhauses im frischen Farbenschmucke der Erneuung täglich
prangen sehen. Ein reicher Graf soll, als er in dieser Gegend jagte,
ein weißes Reh aufgejagt und unablässig verfolgt haben, das in eine
Grotte sich flüchtete, und wie er auch hier nachfolgen wollte, wäre ihm
über drei Quellen eine herrliche Wasserfeine erschienen, die ihm
vertraut habe, jenes Reh sei ihre verzauberte Tochter,/ die er erlösen
könne.
Das Begegnen eines
männlichen Wassergeistes mit bestimmtem Namen ist in den Sagen
Thüringens von sehr seltenem Vorkommen, daher ist um so mehr darauf zu
achten. Es ist aber überhaupt die Gegend und das uralte/ vormals
hennebergische Städtchen Themar sehr sagenreich, und voller mythischer
Anklänge. Der Hackelmärz wohnt in der Werra und Schleuse; die Kinder
fürchten ihn sehr, wenn sie baden und machen sich einander gegenseitig
mit ihm zu fürchten, indem sie rufen:
In
den weitgedehnten Forsten des Bleßberges, des höchsten in diesem
Gebiete, arbeitet zur Nachtzeit eine unsichtbare Säge, Zwerge sollen es
sein, die sie handhaben, um manchen armen aber wackeren Holz-Mann zu
schnellerem Verdienst gelangen zu lassen. Besonders aber war das
Zwergengeschlecht thätig in einer Höhle, welche zwischen den Dörfern
Meschenbach und Rabenäußig gelegen ist, und das Zinselloch heißt.
In der Eisfelder Gegend wohnten viele und starke
Riesen, ein gewaltiges Geschlecht, und man kann in den Dörfern
Bachfeld, Grub, Crock, Stelzen und anderen noch öfter von denselben
erzählen hören. Auch in dieser Gegend/ wiederholt sich genau wie auf
dem Harze, bei Blankenburg auf dem Thüringer Walde und im Elsaß die
Sage von einem Riesentöchterlein, das sich einst zu seiner Lust erging
und einen Ackersmann fand, den es sammt Vieh und Pflug in das
Schürzchen raffte und freudig zum Vater auf die Burg trug, indem es
sich über das niedliche zappelnde Spielzeug kindisch freute.
In
der Mitte des Dorfes Mühlberg befindet sich eine wunderbare Quelle,
welche der Spring genannt wird. Diese Quelle friert auch im Winter
nicht zu und ist bis zu 26 Fuß tief. Bei gutem Wetter verwandeln die
Sonnenstrahlen das tiefe kristallklare Wasser in eine bezaubernd schöne
Welt mit lauter Gold und Silber, blitzenden Edelsteinen und grün
schimmernden Smaragden.