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Der gigantische Dämon


Dann griffen fünf riesige Affenanführer Kumbhakarna von allen Seiten an. Sie schlugen ihn mit Felsenspitzen, Bäumen, ihren Handflächen und mit Füßen. Sie kletterten an seinen Beinen hinauf und zerrten mit ihren Nägeln und Zähnen an ihm. Dann stürmten Hunderte weiterer Affen auf den Rakshasa zu und sprangen auf ihn. Kumbhakarna riss die Affen von seinem Körper und warf sie in sein riesiges geöffnetes Maul. Man sah Affen aus seinen Nasenlöchern und Ohren kommen, welche der Dämon darauf wiederholt in seinen Mund warf.

Kumbhakarna glich der Inkarnation des Todes, die zur Vernichtung aller Lebewesen erschienen war. Ein mächtiger Affenanführer nach dem anderen bestürmte ihn und wurde wieder zurückgeschlagen. Sugriva nahm eine große Bergspitze auf und forderte den Rakshasa unerschrocken heraus: "Sieh dir meine Kühnheit an, Rakshasa. Lass die anderen Affen beiseite und tritt mir gegenüber. Mit dieser Bergspitze werde ich dich zu Boden schleudern."

Der Rakshasa lachte: "Ich kenne dich, Affe. Du bist der Enkel Brahmas und Sohn des mächtigen Riksharaja. Deshalb stehst du brüllend vor mir. Zeig mir also die Grenzen deiner Stärke."

Sugriva schleuderte dem Dämon sofort die riesige Felsenspitze auf die Brust. Sie sprang in Stücke und stürzte zu Boden, doch der Rakshasa war kaum davon berührt. Zornig warf er seine brennende Pike auf Sugriva, doch Hanuman fing sie noch im Flug ab. Der Affe legte die Pike über sein Knie und brach sie entzwei, woraufhin die Vanara-Truppen vor Freude brüllten.

Kumbhakarna wurde rasend. Er stürmte hinüber zum Malaya-Berg und riss eine gewaltige Spitze davon ab. Der Rakshasa wirbelte sie herum und schleuderte sie auf Sugriva. Der Affenkönig wurde von der Felsenspitze getroffen und fiel bewusstlos um. Die Rakshasas schrien triumphierend, da sie dachten, Sugriva sei getötet worden. Kumbhakarna rannte schnell hinüber und schnappte sich den gefallenen Affen. Der Dämon klemmte ihn unter seinen Arm und machte sich auf den Weg zurück in die Stadt. War Sugriva getötet oder gefangen genommen, dann würde die gesamte Affenarmee am Ende sein.

Als der Rakshasa nun über die Stadtmauer schritt, wurde er von jubelnden Bürgern begrüßt. Sie ließen Blumen und duftendes Wasser auf ihn regnen. Sugriva indessen spürte das kühle Wasser in seinem Gesicht und kam wieder zu Bewusstsein. Er bemerkte, dass er zu Ravanas Palast getragen wurde. Sugriva krümmte seinen Körper mit großer Gewalt, drehte sich und riss dem Dämon mit seinen Nägeln das Ohr ab. Dann biss er seine Nasenspitze ab und kratze ihn. Kumbhakarna brüllte vor Schmerz und warf den Affen auf den Boden.

Sugriva prallte ab wie ein Ball. Er sprang auf ein Hausdach, hüpfte über die Stadtmauer und begab sich zurück zu den Affen. Blut lief an Kumbhakarnas Gesicht herunter. Er kreischte vor Zorn und wandte sich wieder mit einem schrecklich aussehenden Streitkolben der Schlacht zu. Er stürzte sich auf die Affenstreitkräfte und fuhr fort, sie zu Tausenden zu vernichten.

Dann tauchte Lakshmana vor dem Rakshasa auf. Er schoss sofort zwei Dutzend brennende Pfeile in Kumbhakarnas Arme. Der Prinz schoss fortgesetzt Pfeile ab, die Kumbhakarna von allen Seiten wie eine goldene Wolke bedeckten. Lachend streifte der Rakshasa die Pfeile ab und sprach zu Lakshmana: "Jetzt hast du mir deine Kühnheit gezeigt, o Prinz. Ich bin beeindruckt von deinem Heldenmut. Selbst Indra oder Yamaraja würden es nicht wagen, gegen mich anzutreten, doch ich möchte nur mit Rama kämpfen. Wo ist dein Bruder? Wenn ich ihn töte, werde ich dieser Auseinandersetzung ein Ende bereiten. Danach wird meine Armee den Rest der Affen erledigen."

Rama hörte die überhebliche Herausforderung des Rakshasas. Er rief aus: "Mach dich zum Kampf bereit!", und schoss aus einiger Entfernung eine Anzahl von Pfeilen ab, die den riesigen Dämon überall durchbohrten. Sofort eilte Kumbhakarna mit seinem mächtigen Streitkolben auf ihn zu. Rama schoss eine Pfeilsalve ab, die den Streitkolben des Rakshasas in dem Moment zerschmetterte, als dieser ihn in die Höhe hob. Tausende von Pfeilen, geschmückt mit goldenen Federn, trafen den Körper des Dämons mit dumpfen Schlägen. Blut strömte aus seinen Wunden wie Flüsse von einem Berg.


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