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Der gigantische DämonKumbhakarna brüstete sich ausführlich mit seiner Kühnheit und wurde immer zorniger. Es kümmerte ihn nicht, ob Brahma, Indra oder Yamaraja auf dem Schlachtfeld erscheinen würden. Es würde keine Zuflucht für Rama und seine Armee geben. Mahodara sprach erneut: "O Kumbhakarna, du bist mächtig und mutig, doch du solltest jeglichen Gedanken daran, Rama zu besiegen, aufgeben. Dieser Mensch hat bereits eigenhändig vierzehntausend mächtige Rakshasas getötet. Jetzt dezimiert er unsere Armee. Ich denke, überhaupt weiterhin mit ihm zu kämpfen, ist nicht weise." Mahodara hatte Angst. Er schlug Ravana vor, Sita durch Betrügerei für sich zu gewinnen. Der Dämonenkönig solle sie von Ramas Tod überzeugen, dann würde sie sich ihm unterwerfen. Dies würde Rama aller Kraft berauben. Sowohl Ravana, als auch Kumbhakarna forderten Mahodara auf still sein. Dieser Plan hatte bereits fehlgeschlagen. Die Schlacht konnte nicht vermieden werden, außer man gäbe Sita zurück, doch dies stand außer Frage. Kumbhakarna wetterte: "Ich werde jetzt ausmarschieren, um die von dir begonnene verheerende Taktik wieder gut zu machen, mein König. Du bist von nutzlosen Ministern wie Mahodara umgeben. Sie fügen sich einfach aus Angst und bringen dich immer mehr in Gefahr, vor der sie dich dann nicht bewahren können, weil sie machtlos sind. Du hast Glück, dass ich hier bin, um dich zu beschützen." Ravana lachte von Herzen, als er die Entschlossenheit seines Bruders sah. Jetzt würde er sicherlich gerettet sein. Niemand konnte Kumbhakarna gegenübertreten und überleben. Dies würde ein glorreicher Tag für die Rakshasas werden. Ravana sprang auf und legte seinem Bruder eine wunderschöne goldene Kette um den Hals. Er schmückte ihn auch mit zahllosen anderen mit Juwelen besetzten Ornamenten und ließ ihm viele duftende Girlanden umhängen. Kumbhakarna zog einen undurchdringlichen, gepanzerten goldenen Mantel an und einen riesigen dunkelblauen Hüftgürtel. Als er zur Schlacht marschierte, strahlte er wie die westlichen Berge, wenn die Sonne untergeht. Zuerst ging er zu Ravanas Waffenkammer und nahm eine große Pike, die mit Gold verziert war und sogar im Ruhezustand Flammen ausstieß. Sie strahlte wie Indras Donnerkeil und war nicht weniger mächtig als dieser. Die Pike war in karminrote Girlanden gewickelt und mit der feinsten Sandelpaste bestrichen. Der Dämon packte sich seine schwere Waffe und stürmte in Richtung Stadttor. Man schlug Tausende von Trommeln und blies Muschelhörner. Kumbhakarna nahm eine Gestalt an, die sechshundert Bogenlängen groß und über hundert Bogenlängen breit war. Er schritt zum Schlachtfeld, umgeben von riesigen Rakshasas in Streitwagen und auf Elefanten. Andere folgten ihm auf Kamelen, Eseln, Löwen, Schlangen, Antilopen und Vögeln. Die Rakshasas, die alle furchterregende Gestalten und Gesichter besaßen, erhoben mit schrecklichem Gebrüll ihre Streitkolben, Schwerter, Lanzen, Keulen und Bogen. Als die Rakshasas loszogen, gab es viele schlimme Vorzeichen. Gewaltige graue Wolken, aus denen es donnerte und blitzte, verdeckten die Sonne. Die Erde bebte. Vögel schwenkten von rechts nach links und ein großer Geier ließ sich auf Kumbhakarnas Pike nieder. Das linke Auge und der linke Arm des Rakshasas pochten. Schakale heulten und ein starker Wind blies ihnen ins Gesicht.
117 Seitenaufrufe 06.02.2012 Wahre Weisheit kommt nicht durch Worte von außen her, sondern durch innere Erleuchtung, 26.12.2011 Wieland der Schmied 26.12.2011 Das Himmelspferd 26.12.2011 Das graue Pferd 26.12.2011 Das Schamanenpferd 26.12.2011 Das mythische Schwert 26.12.2011 Das Sternenschwert des Morgenmannes 26.12.2011 Der Morgenmann, das Sternenschwert und der Lindwurm am Horizont 26.12.2011 Siegfrieds Schwert trägt viele Namen - Gram - Gram Notung - Balmung 29.11.2011 Der Tod eines alten Baumes oder wie ein alter Baum um sein vergangenes Leben spricht! |
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