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Rama und Lakshmana überwältigtDann feuerte Kumbha Pfeile ab, die Angada auf der Stirn trafen. Ein Blutstrom lief über das Gesicht des Affen. Angada drückte mit einer Hand auf seine Wunden und packte mit der anderen einen gewaltigen Baum. Er wirbelte ihn umher und warf ihn auf den Rakshasa. Der Baum flog mit der Geschwindigkeit des Windes. Kumbha ging auf die Knie und schoss sofort sieben stählerne Pfeile ab, die den fliegenden Baum in Stücke zerteilte. Ohne nur einen Moment innezuhalten schoss Kumbha sieben weitere Pfeile ab, die Angada auf der Brust trafen und ihn ins Wanken brachten. Rama sah, dass Angada unter der Kraft von Kumbhas Pfeilen zu Boden sank. Er wies sofort Jambavan und eine Anzahl kräftiger Affen an, Angada zur Hilfe zu kommen. Sie hüpften zu Kumbha und warfen Bäume und Felsblöcke auf den Dämon. Kumbha drehte sich im Kreis um die eigene Achse und schoss seine brutalen Pfeile ab, die alle Affenkrieger trafen, als sie ihm näher kamen. Niemand konnte dem Rakshasa, der mit erhobenem Bogen dort stand, näher kommen, genauso wenig wie man sich der Sonne nähern kann. Dann trat Sugriva nach vorne, um den Rakshasa herauszufordern. Er schleuderte einen riesigen Felsbrocken nach dem anderen auf den Streitwagen des Dämons und arbeitete sich stetig auf ihn zu. Kumbha zerschmetterte all die auf ihn geworfenen Felsen mit einer Reihe geradlinig abgeschossener Pfeile. Er bewegte sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit, wehrte die Felsbrocken ab und schoss gleichzeitig Pfeile auf Sugriva. Der Affenkönig war überall durchbohrt, doch er schreckte nicht zurück. Plötzlich aber sprang er auf Kumbhas Streitwagen und schnappte sich seinen Bogen, noch während der Rakshasa seine Pfeile auf ihn abfeuerten konnte. Sugriva brach den Bogen entzwei und schleuderte ihn davon. Dann sprang der Affe auf die Erde und wandte sich an den Rakshasa: “O Kumbha, du bist gleichzusetzen mit Indra, Kuvera und selbst dem mächtigen Bali. Ja du bist nicht weniger mächtig als dein Onkel Ravana oder dein Cousin Indrajit. Du hast heute viele mächtige Affen niedergestreckt, was äußerst erstaunlich ist. Doch jetzt werden deine Heldentaten ein Ende nehmen. Kämpf mit mir, wenn du es wagst. Ich werde kurzen Prozess mit dir machen.” Kumbha fühlte sich von Sugriva geschmeichelt und seine kriegerische Begeisterung nahm zu wie ein mit Öl genährtes Feuer. Ohne ein Wort sprang er von seinem Streitwagen hinunter und eilte auf den Affen zu, der mit ausgestreckten Armen dort stand. Die beiden Helden umklammerten sich und rangen miteinander. Die Erde bebte von ihren gewaltigen Schritten. Sugriva lehnte sich nach hinten und hob den Dämon über seinen Kopf in die Höhe. Er drehte ihn um seine eigene Achse und warf in ins Meer. Der Rakshasa sank auf den Meeresboden, schwamm jedoch schnell wieder nach oben. Mit einem Mal stieß der Dämon aus dem Meer hinaus, flog in die Höhe und schlug Sugriva mit der Faust auf die Brust, was wie ein Donnerschlag tönte und einen hellen Blitz ausstrahlte. Sugriva rührte sich indessen nicht von der Stelle und ballte sofort seine eigene steinharte Faust. Er schwang seine Faust und traf Kumbha auf der Brust, wie ein Planet, der auf einem anderen einschlägt. Das Herz des Dämons wurde durch den Schlag entzwei geteilt und er fiel tot auf den Boden, als würde der Mars vom Himmel fallen. Nikumbha sah, dass sein Bruder getötet worden war, und flammte vor Zorn auf. Er nahm seinen schrecklichen Streitkolben und starrte Sugriva an, als wolle er ihn mit seinem Zorn verzehren. Seine Keule war mit Eisenplatten und stählernen Spitzen ausgestattet, mit Gold verziert und mit Diamanten und anderen Edelsteinen geschmückt. Der Dämon trug eine schwarze Eisenrüstung, die mit Juwelen verziert war, wie auch mit funkelnden goldenen Armreifen und Ohrringen. Mit einer Girlande aus himmlischen Blumen auf der Brust sah er wie eine Wolke aus, in der zahllose Blitze aufleuchteten. Er schwang drohend seine Waffe und wirbelte sie über seinem Kopf umher. Aus seinem Streitkolben schossen Feuerzungen hervor, welche die ganze Atmosphäre aufzuwirbeln schienen. Die Affenkrieger schreckten entsetzt zurück und waren unfähig Nikumbha auch nur anzuschauen. Da trat Hanuman nach vorne und stellte sich direkt vor den Rakshasa. Er legte seine Arme zurück und streckte seine gewaltige Brust nach vorne. “Schlag nur zu, Dämon!”, forderte er ihn heraus. Mit all seiner Kraft schlug Nikumbha den Streitkolben auf Hanumans Brust. Die Keule zersplitterte in Hunderte von Bruchstücken und fiel zu Boden wie viele leuchtende Sternschnuppen. Hanuman war unberührt und schmetterte Nikumbha seine Faust auf die Brust. Die Rüstung des Rakshasas war zerschmettert und Blut schoss aus seiner Brust. Er taumelte, erholte sich aber schnell wieder, packte Hanuman und hob ihn vom Boden hoch. Als die anderen Rakshasas dies sahen, brüllten sie vor Freude. Mit Hanuman über dem Kopf rannte Nikumbha nach Lanka. Der Affe jedoch schlug Nikumbha auf den Kopf und befreite sich aus den Klauen des Rakshasas. Direkt vor dem Dämon landete er auf dem Boden. Hanuman streckte Nikumbha nieder und sprang dann selbst auf den Körper des Rakshasas. Er drückte alle Glieder Nikumbhas nach unten zu Boden, packte sich seinen Hals und verdrehte ihn auf grausame Weise. Er riss den schreienden Kopf des Rakshasas ab und schleuderte ihn in den Ozean. Als die Rakshasa-Armee diesen Kraftakt sah, flüchtete sie Hals über Kopf in alle Richtungen; einige eilten in die Stadt, einige sprangen ins Meer und andere flogen in die Luft. Hanuman stieß einen lauten Siegesschrei aus und die ihn umgebenden Affen jubelten ihm vor Freude zu.
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