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Sitas FeuerprobeRama verkündete, dass Sita genauso untrennbar von ihm sei wie das Sonnenlicht von der Sonne. Er könne sie ebenso wenig zurückweisen, wie ein tugendhafter Mann die Rechtschaffenheit. Sita erblühte vor Glück. Sie setzte sich neben Rama auf einen goldenen Thron. Die Halbgötter und Rishis erschienen in der Versammlung und sangen Ramas Lob. Shiva trat persönlich vor Rama und sagte: “Du hast die Geißel und das Grauen des Universums getötet, lieber Rama. Du solltest jetzt nach Ayodhya zurückkehren und deinen Verwandten dort Trost spenden. Erfreue dich dann einer langen Herrschaft über diese Welt.” Shiva sagte Rama, dass sein Vater Dasarath in einem himmlischen Streitwagen sitzend am Himmel gegenwärtig sei. Rama schaute nach oben und sah den langsam herab kommenden Streitwagen. Sein Vater erschien in einem mit himmlischer Pracht leuchtenden Körper und blickte auf ihn nieder. Er verließ seinen Streitwagen, kam hinunter auf die Erde und umarmte Rama fest. Er setzte sich neben seinen Sohn und begann zu sprechen: “Obwohl ich meinen Wohnsitz bei Indra habe, habe ich dort keine so große Freude, wie jetzt, wenn ich dich wiedersehe. Die Worte Kaikeyis, als sie dich in die Verbannung schickte, durchdringen immer noch mein Herz, doch heute bin ich vollkommen von meinem Kummer befreit. Jetzt bin ich durch dich davon erlöst worden, lieber Rama. Vierzehn Jahre sind vergangen und deine Verbannung ist zu Ende. Ich sehne mich danach dich nach Ayodhya zurückkehren und den Thron besteigen zu sehen, nachdem du Kaushalya und den mächtigen Bharata besänftigt hast. O Rama, jetzt verstehe ich deine Identität. Du bist der höchste Herr, der zum Wohl der Welt auf der Erde geboren wurde.” Rama bat seinen Vater die Worte zurückzunehmen, die er ausgesprochen hatte, als er Kaikeyi und deren Sohn verstoßen hatte. Beide traf in keiner Hinsicht eine Schuld. Dasarath stimmte Ramas Bitte zu. Er umarmte Lakshmana, rühmte diesen für seinen selbstlosen Dienst Rama gegenüber und bat ihn, seinen Dienst fortzusetzen, wenn Rama der Herrscher werden würde. Dann sprach Dasarath zu Sita: “Liebe Tochter, denke nicht schlecht von Rama, weil er dich zurückgewiesen hat. Er wollte lediglich deine völlige Reinheit unter Beweis stellen. Dein Eintreten ins Feuer war eine Tat, die für immer den Ruhm aller tugendhaften Damen überschatten wird.” Sita faltete ihre Hände und verneigte sich vor ihrem Schwiegervater, der wieder in seinen fliegenden Streitwagen aufstieg und auf die himmlischen Planeten aufbrach. Die anderen Halbgötter erwiesen Rama ihren Respekt und brachen dann ebenfalls in ihre eigenen Reiche auf. Indra näherte sich Rama und sprach: “Der Anblick der Halbgötter ist niemals umsonst. O Rama, bitte sag uns, was dein Wunsch ist, und er soll sofort in Erfüllung gehen.” Lächelnd bat Rama Indra, alle getöteten Affen zurück ins Leben zu bringen, selbst jene, deren Körper zerrissen und verschlungen worden waren. Er bat außerdem darum, dass es überall, wo die Affen lebten, Früchte und Wurzeln im Überfluss zur Nahrung geben solle. Indra erwiderte: “Obwohl es mir schwer fällt, deinem Wunsch zu entsprechen, soll er in Erfüllung gehen. Mögen alle Affen sich wieder erheben, selbst jene, deren Köpfe und Glieder abgetrennt worden sind. Mögen sie mit ihren Familien wieder vereint werden und mögen Bäume voller Früchte selbst außerhalb der Reifezeit immer dort wachsen, wo sie leben.” Der mächtige Halbgott sprenkelte himmlischen Nektar vom Himmel. Die getöteten Affen erhoben sich daraufhin verwundert vom Boden, als sie sahen, dass ihre Wunden verheilt und sie wieder zum Leben erweckt worden waren. Sie sahen sich einander an und fragten sich: “Was ist das für ein Wunder?” Sie sprangen in die Luft, schrien vor Freude und strömten zusammen wie ein großer tosender Ozean. Indra sagte Lebewohl zu Rama und brach zusammen mit all den anderen Halbgötter auf. Als ihre leuchtenden Streitwagen am Himmel verschwanden, wies Rama die Affen an, die Nacht über zu hier bleiben, während er und Sita sich in Vibhishanas Palast ausruhen würden.
213 Seitenaufrufe 06.02.2012 Wahre Weisheit kommt nicht durch Worte von außen her, sondern durch innere Erleuchtung, 26.12.2011 Wieland der Schmied 26.12.2011 Das Himmelspferd 26.12.2011 Das graue Pferd 26.12.2011 Das Schamanenpferd 26.12.2011 Das mythische Schwert 26.12.2011 Das Sternenschwert des Morgenmannes 26.12.2011 Der Morgenmann, das Sternenschwert und der Lindwurm am Horizont 26.12.2011 Siegfrieds Schwert trägt viele Namen - Gram - Gram Notung - Balmung 29.11.2011 Der Tod eines alten Baumes oder wie ein alter Baum um sein vergangenes Leben spricht! |
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