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Zurück nach Ayodhya


Hunderte von Weisen liefen vor dem Streitwagen her und sangen Mantras und Hymnen. Hinter dem Streitwagen ritt Sugriva, immer noch in menschlicher Erscheinung, auf einem großen Elefanten, gefolgt von neuntausend weiteren Elefanten, die weitere Affen trugen. Die Prozession bewegte sich feierlich durch Ayodhya, begleitet von dem Klang zahlloser Muschelhörner und dem Wirbel Tausender von Trommeln. Große Menschenmengen folgten ihnen, die alle begierig waren, Ramas Krönung zu sehen.

Die Straßen der Stadt waren wunderschön mit Wimpeln und Girlanden geschmückt. Von den Balkonen der Wohnhäuser warfen Frauen viele Hände voll Blumenblüten und gerösteten Reis hinunter. Rama sah um sich, schaute jeden lächelnd an und erhob seine Hand zur Segnung.

Er betrat den Palast seines Vaters und wies Bharata an, Sugriva in seinen eigenen Palast zu geleiten. Bharata verließ Rama, um sich die Nacht über auszuruhen und nachdem er für die Unterkunft aller Affen gesorgt hatte, sprach er zu Sugriva: “Die Krönung wird morgen stattfinden. Bitte sorge dafür, dass Wasser vom Ozean und aus den Flüssen gebracht wird.”

Sugriva stimmte zu und ließ Hanuman, Jambavan, Rishabha und Gavaya holen. Er gab jedem von ihnen einen goldenen mit Juwelen verzierten Kübel und sagte ihnen, sie sollen von jedem der vier Ozeane im Norden, Süden, Osten und Westen Wasser bringen. Die Affen hüpften davon und führten den Befehl rasch aus. Weitere fünfhundert Affen holten Wasser von verschiedenen heiligen Flüssen überall im Land. Bis zum Morgen hatte man all dieses Wasser Vasishtha für die Zeremonie übergeben.

Die Krönung begann früh am Morgen. Gemäß dem Ritual wurde Rama von den Brahmanen gebadet. Sechzehn wunderschöne jungfräuliche Mädchen weihten ihn, so wie es in den Schriften beschrieben war. Danach wurde Rama von seinen Ministern und wichtigsten Kriegern gebadet und dann von den Anführern der Händlerschicht.

Aus der Luft besprenkelten die vier Wächter der Welten Rama mit himmlischem Nektar. Als die Badezeremonie vorüber war, setzte Visishtha die Krone auf Ramas Kopf. Diese Krone war von Brahma erschaffen worden und war als erstes von Manu selbst getragen worden. Sie strahlte so leuchtend wie die Sonne. Mit dieser goldenen Krone bestieg Rama den Thron, der aus kostbaren Edelsteinen gefertigt war. Aufgrund seines Strahlens war es kaum möglich Rama anzuschauen. Neben ihm saß die vorzüglich geschmückte Sita, die Ramas Erhabenheit und Herrlichkeit noch vergrößerte.

Vayu kam persönlich und übergab Rama eine unvergängliche Girlande aus hundert himmlischen Lotosblumen, die denjenigen, der sie trug mit unfehlbarer Kraft und Energie erfüllte. Auf Indras Drängen hin gab er Rama ebenfalls eine mit himmlischen Juwelen jeglicher Art durchsetzte Perlenhalskette. Rama nahm die Halskette, drehte sich und legte sie auf Sitas Brust. Sie nahm die Kette sofort in ihre zwei zierlichen Hände und blickte zu Hanuman hinüber. Hanuman erkannte ihren Wunsch, kniete sich vor die Prinzessin und sie legte ihm das Schmuckstück über den Kopf. Als Hanuman sich mit diesem himmlischen Schmuck wieder erhob, sah er aus wie eine dunkle Gewitterwolke, die von Blitzen geschmückt wird.

Gandharvas sangen, während Apsaras ihre betörenden Tänze tanzten, deren Bewegungen und Gesten voller Bedeutung waren. Die riesigen Menschenmengen riefen aus: “Sieg sei Rama!” und “Aller Ruhm sei Sita und Rama!”

Die Erde schien zu frohlocken und brachte im Überfluss Feldfrüchte, Obst und Blumen hervor, deren herrlicher Duft von sanften Brisen getragen wurde. Die Halbgötter füllten das Himmelszelt an und all die göttlichen Wesen erfuhren die höchste Freude, als sie Rama mit Sita vereint sahen. Rama kehrte sich Sita zu und lächelte. Sein Zweck war nun erfüllt.

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