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Die letzte Schlacht[09.07.2007] Kapitel 13 Während Ravana sich aus Angst zurückzog, kehrte Rama zu Lakshmana zurück. Er fiel neben ihm nieder und wiegte den Kopf des Prinzen in seinen Händen. Lakshmana schien tot zu sein. Die Wunde in seiner Brust sah furchtbar aus und es schien, als atmete er nicht mehr. Mit Tränen in den Augen und mit bebender Stimme sprach Rama mit lauten Worten, um seinem Kummer Luft zu machen: “Oh, wie schmerzvoll es ist, meinen geliebten Bruder in einem solchen Zustand zu sehen. Meine Stärke verlässt mich, wenn ich sehe, wie er hier liegt. Selbst wenn ich diesen Kampf gewinne, werde ich mich nicht glücklich fühlen können ohne Lakshmana. Dieser Prinz ist mir wahrlich durch dick und dünn gefolgt. Wenn er jetzt in die Sphären des Todes aufgebrochen ist, werde ich ihm folgen.” Rama klagte laut für einige Zeit. Was würde er Sumitra sagen, wenn er
ohne Lakshmana zurückkehrte? Wie konnte er Bharata und Shatrughna
gegenübertreten? Sie würden ihn sicherlich tadeln, weil er es nicht
geschafft hatte, seinen jüngeren Brüder zu beschützen. Es würde besser
sein, sein eigenes Leben aufzugeben, als die Vorwürfe derjenigen zu
hören, die ihm am nächsten standen. Rama stürzte weinend zu Boden. Hanuman hob ihn auf und tröstete ihn. Er rief nach Sushena, dem Vanara-Arzt. Vielleicht würde Lakshmana auf seine Behandlung mit himmlischen Heilkräutern ansprechen. Sushena kam zu dem gefallenen Prinzen und untersuchte ihn vorsichtig. Er schaute zu Rama hinauf und sagte: “Dein Bruder lebt noch. Sieh nur, seine Körperausstrahlung ist noch nicht dahingeschieden. Ich kann seine Atmung und seinen Herzschlag ausmachen. Doch er braucht dringend eine Behandlung.” Sushena bat nach mehr von den himmlischen Heilkräutern, die Hanuman aus den Himalayas geholt hatte. Die Kräuter wurden schnell gebracht und Sushena verabreichte sie Lakshmana. Durch die göttliche Kraft der Sanjivakarani-Kräuter kam der Prinz langsam wieder zu Bewusstsein. Dann verabreichte Sushena vorsichtig die Vishalyakaranani- und Sandhani-Kräuter, die zusammen Lakshmanas schwere Wunde und seine Knochen wieder in Stand setzten. Langsam setzte er sich auf und sah sich um. Rama war überglücklich. Er drückte Lakshmana mit Tränen in den Augen an seine Brust und sagte: “Durch großes Glück bist du aus den Klauen des Todes gerettet worden. Wenn du gestorben wärst, hätte ich nicht die Kraft gehabt, diesen Kampf weiterzuführen.” Es schmerzte Lakshmana, seinen Bruder so sprechen zu hören und er erwiderte: “Du hast einen feierlichen Schwur abgelegt, Ravana zu töten und Vibhishana auf dem Thron Lankas einzusetzen. Du solltest diesen Schwur jetzt auf keinen Fall brechen. Großer Held, erfülle deinen Schwur sogleich! Lass uns sehen, wie der verruchte Ravana tot auf dem Schlachtfeld liegt, von deinen Pfeilen getötet.” Rama packte seinen Bogen. Ein schrecklicher Zorn nahm ihn in Besitz. Lakshmana hatte recht. Die Zeit für die Vernichtung des überheblichen Dämons war gekommen. Als Rama sich umschaute, sah er Ravana auf seinem goldenen Streitwagen sitzen. Nachdem der Dämon sich ausgeruht hatte, flog er erneut auf Rama zu, wie der bösartige Planet Rahu, der auf die Sonne stürzt. Rama schoss sofort einen Strom von Pfeilen ab, die wie Feuer leuchteten. Sie regneten auf den Dämon nieder, der in Erwiderung ebenfalls einen Strom von Pfeilen abschoss, die wie Schlagen zischten, als sie auf Rama zuflogen. Die Halbgötter beobachteten die Schlacht aus der Luft. Als Indra Rama dort stehen sah, wünschte er sich, ihm Hilfe zukommen zu lassen. Er rief Matali, seinen Wagenlenker, und bat ihn seinen Streitwagen zu bringen. Innerhalb eines Augenblicks erschien Indras strahlender Streitwagen, der von tausend Streitrössern gezogen wurde. Indra befahl Matali den Wagen zu Rama zu bringen, woraufhin der Wagenlenker den Wagen sofort neben Rama auf das Schlachtfeld lenkte. Mit gefalteten Händen wandte er sich respektvoll an Rama: “Hier ist der Streitwagen Indras, lieber Raghava. Hier ist ebenfalls sein mächtiger Bogen und andere unfehlbare Waffen, wie auch seine unbezwingbare goldene Rüstung. Bitte benutze alles, um den Sieg über Ravana, den Feind der Halbgötter, zu erlangen. Ich werde dein Wagenlenker sein.”
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