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Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet

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Weil sie die Rückkehr des Dalai Lama forderten wurden Mönche in Tsawa Pashoe gefoltert

[05.02.2009] Dharamsala – Berichten von Voice of Tibet zufolge wurden am Abend des 29. Januar zwei tibetische Mönche aus dem Kloster Tsawa Pashoe Mera in der Präfektur Chamdo, TAR verhaftet. Der Sender beruft sich dabei auf Quellen aus der Gegend. Wie ein Mönch des südindischen Klosters Sera angab, hatten Tenzin Choephel, 16, und Lobsang Gyaltsen, 20, am Dienstagabend vor der Bezirksverwaltung von Pashoe (chin. Basu) demonstriert. Sie riefen Parolen wie „Unabhängigkeit für Tibet“ und „Wacht auf, tibetische Brüder und Schwestern“ und forderten die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet, dessen Portrait sie in der Hand hielten. Der Quelle zufolge sei auch der Abt des Klosters, Anam, verhaftet worden.

Einer der Mönche befinde sich in kritischem Zustand, nachdem er von den Kräften des Public Security Bureau brutal zusammengeschlagen wurde.Die Lage im Bezirk Tsawa Pashoe ist äußerst angespannt und die Bewegungsfreiheit der Einwohner wurde stark eingeschränkt.Gegenwärtig ist nicht bekannt, wo die Mönche inhaftiert sind. Einer Quelle zufolge könnten sie ins Bezirksgefängnis gebracht worden sein. Es ist sehr schwierig, Einzelheiten in Erfahrung zu bringen, da die Behörden der Gegend „alles genauestens überwachen“.

Während Tibeter überall auf der Welt bekundet haben, auf die üblichen Festlichkeiten zum bevorstehenden tibetischen Neujahr verzichten zu wollen, um der Opfer der Unruhen vom letzten März zu gedenken, wird berichtet, daß die chinesischen Behörden die Tibeter ausdrücklich dazu auffordern, das Fest mit allem Pomp zu begehen. Sie verteilen sogar Geldgeschenke und andere besondere Gaben, um die Leute zum Feiern zu bewegen.

In Tsawa Dzogang verstarb der tibetische Jugendliche Pema Tsepak infolge der Schläge und Folterungen, die er zu erleiden hatte. Pema war einer von sieben Tibetern, die diesen Monat bei zwei Protestaktionen in Tsawa Dzogang verhaftet wurden. Drei der Verhafteten wurden später freigelassen. Sie hatten zum Boykott des tibetischen Neujahrsfests aufgerufen, Freiheit für Tibet und die Rückkehr des Dalai Lama gefordert.

Im Vorfeld der politisch heikelsten Jahrestage seit langem verstärkt China seine militärische Präsenz auf dem tibetischen Plateau noch weiter. Berichten der staatlichen Medien zufolge wurden im Rahmen der Kampagne des „Harten Zuschlagens“ allein in der tibetischen Hauptstadt in der letzten Woche 81 Personen verhaftet.

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
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* Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
* Arbeitsgruppe München
* Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München
* Tel (+49 89) 811 35 74 oder (+49 40) 480 80 77 (Angelika Mensching)
* tibet@igfm-muenchen.de, www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
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