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Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet

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Soeben wird gemeldet, dass auch in der Provinz Sichuan die Lage äußerst angespannt ist.

[19.03.2008] Tausende von Tibetern seien heute morgen auf die Straßen gegangen. Das TCHRD erhielt Bilder von Leichen tibetischer Demonstranten und der Niederschlagung des Protestes in Ngaba durch die chinesischen
Sicherheitskräfte, 

siehe http://www.tchrd.org/press/2008/pr20080317c.html
Online-Appell bei Avaaz: Sign the Petition!
http://www.avaaz.org/en/tibet_end_the_violence/6.php?cl=62158869

Tibetische Studenten demonstrieren in der Stadt Tsoe
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Nach bestätigten Informationen, die das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) erhalten hat, haben die tibetischen Studenten des Tibetan Medical College, der Pädagogischen Hochschule für Lehrerausbildung und anderer Colleges in der Stadt Tsoe, Präfektur Kanlho (chin. Gannan), Gansu Provinz, auf dem Gelände ihrer zugehörigen Universität in offenkundiger Opposition gegen die chinesische Herrschaft in Tibet protestiert.  Die Proteste auf den Campus fanden spontan nahezu zur gleichen Zeit am Morgen des 17. März 2008 statt.

Nur einen Moment nach dem Ausbruch der Proteste erschien die paramilitärischen Sicherheitskräfte der People's Armed Police (PAP) am Schauplatz und verhinderten die Fortführung der Demonstration. Sie sperrten das Campusgelände ab und kesselten die protestierenden Studenten ein. Die zuletzt eingehenden Berichte sprechen von einer sehr angespannten Lage. Vergleichbare Proteste gab es ebenfalls an der North Western Nationality Universität in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu im nordöstlichen Tibet.

In einem vergleichbaren Fall vom 16. März 2008 nahmen während der morgendlichen Schulstunden unvermittelt um die 100 tibetische Schüler der Natioanlen Marthang Mittelschule aus dem Bezirk Marthang (ch: Hongyuan xian), TAP Ngaba (Chin. Aba), Provinz Sichuan, an einer spontanen Demonstration auf dem Schulgelände teil, die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet fordernd.

Die Protestbewegung in Tibet verändert graduell ihre Zusammensetzung durch die Mitwirkung gebildeter Gruppen wie Universitätsstudenten und auch Mittelschüler. Diese Entwicklung ist bedeutsam, da sie den gebildeten Teil der Gesellschaft repräsentieren. Es zeigt, daß auch der gebildete Teil der tibetischen Gesellschaft seine Stimme erhebt und seine Abneigung gegen die chinesische Regierung deutlich macht.

Neue Demonstration in Amdo Mangra ausgebrochen
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TCHRD, 17. März 2008
Während die Stadt Lhasa den vierten Tag in Folge unter strenger chinesischer Kontrolle verbleibt, kam es im östlichen Teil Tibets zu einer neuen Serie von Protesten. Um ca. 16.00 Uhr (Beijing Standard Time) verwandelte sich eine friedvolle Demonstration, angeführt von mehr als 70 Mönchen des Klosters Kagya in eine Großdemonstration, der sich gewöhnliche Bürger in großen Zahlen anschlossen.

Entsprechend bestätigter Informationen, die das Tibean Center for Human Rights and Democracy (TCHRD) erreichte, haben heute Nachmittag ca. 70 Mönche des Kagya Klosters, Bezirk Mangra (chin. Guinan Xian), "Tibet Autonomous Prefecture" ("TAP") Tsolho (Chin. Hainan) eine friedliche Demonstration durchgeführt, bei der sie die verbotene tibetische Nationalflagge mit sich trugen und "Unabhängigkeit für Tibet" riefen. Den Mönchen schlossen sich später ca. 500 tibetische Bürger des Bezirks Mangra an und zogen zur Zentrale der Bezirksregierung. Es ist bekannt, daß aufgrund starker Präsenz der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) und der Polizeikräfte (PSB) die Lage in dem Gebiet sehr angespannt ist.

Das TCHRD wird die Beobachtung der Situation fortsetzen und wird sobald neue Informationen auftauchen, diese aktualisieren.

17. März 2008 Brutales Vorgehen der Sicherheitskräfte in Ngaba
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Am 16. März 2008, gegen 11:30 Uhr (Beijing Standard Time), sind Tausende von tibetischen Mönchen des Amdo Ngaba Kirti Klosters, im Bezirk Ngaba (Ch: Aba), "Tibetan Autonomous Prefecture" ("TAP") Ngaba, Provinz Sichuan, in spontanen Protest ausgebrochen, bei dem sie Slogans "Unabhängigkeit für Tibet", "Rückkehr des Dalai Lama", "Freiheit für Tibet" ausgerufen haben und dabei die verbotene tibetische Nationalflagge mit sich trugen.

Sie riefen zudem Slogans in denen "Bod Gyalo" ("Sieg für Tibet") und "Lang lebe der Dalai Lama" gefordert wurde. In Windeseile brach chinesische Sicherheitspolizei in das Klostergelände ein und setzte Tränengas gegen die tibetischen Protestierenden ein. Die chinesische Sicherheitspolizei versperrte zu diesem Zeitpunkt den Protestierenden den Weg vom Klostergelände.

Gefolgt von einem ähnlichen Protest der Mönche des Taktsang Lhamo Kirti Kloster (einem Zweig des Amdo Ngaba Kirti Kloster), Bezirk Dzoge (Ch: Zoige), "TAP" Ngaba, Provinz Sichuan, gestern Nachmittag wurden Lastwagenladungen mit Truppen in die Gegend geschickt, um die protestierende Menge zu zerstreuen und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Von den gestrigen Protesten in Ngaba wird berichtet, daß infolge des gewalttätigen Vorgehens der People's Armed Police (PAP) gegen friedliche Demonstranten zehn Mönche inhaftiert wurden und fünf weitere verletzt wurden. Es wurde zuletzt gemeldet, daß 15 Leichen in das Kirti Kloster gebracht wurden.

Pressemitteilung, 17. März 2008
Über 30 Schüler in Marthang in Osttibet verhaftet
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Wie verschiedene Quellen in Tibet dem TCHRD mitteilten, wurden heute morgen gegen 8.30h (Pekinger Zeit) über 30 Mittelschüler verhaftet, weil sie die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet gefordert hatten. Vor ihrer Verhaftung wurden sie schwer verprügelt.
Ca. 100 tibetische Schüler der Marthang Nationalitätenmittelschule im Bezirk Marthang (chin. Hongyuan xian), TAP Nagba (chin. Aba), Provinz Sichuan, brachen fingen der morgendlichen Unterrichtszeit spontan auf dem Schulgelände zu demonstrieren an und forderten die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet. Zeugen zufolge verstellten ihnen Sicherheitskräfte der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) und des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) von Marthang den Weg, als sie laut die Rückkehr des Dalai Lama rufend das Schulgelände verlassen wollten, und droschen auf sie ein. Zahlreiche Schüler wurden schwer mißhandelt, bevor man sie in die wartenden Polizeiautos stieß.

Nach aktuellen Informationen aus Tibet haben sich ca. 700 ihrer Mitschüler mutig mit ihnen solidarisiert und protestieren vor dem PSB-Büro von Marthang. Derzeit liegen keine Informationen über die Identität und das Befinden der Verhafteten vor, aber das Zentrum wird die Lage weiter verfolgen und Informationen veröffentlichen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Das TCHRD verurteilt die Brutalität der chinesischen Sicherheitskräfte gegenüber diesen friedlichen tibetischen Schülern auf das Schärfste und ist tief besorgt über deren Sicherheit. Das TCHRD verlangt die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der Schüler, die heute morgen verhaftet wurden, nur weil sie gewaltfrei ihr Recht auf Rede- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen haben.

TCHRD, 17. März, 16.10 h (Ortszeit)
Proteste in Meldrogungkar und Phenpo Lhundup
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 Es gibt immer mehr Berichte über Proteste in anderen Regionen Tibets, die darauf schließen lassen, daß sich die Proteste sich von Lhasa, das den vierten Tag in Folge vom Militär kontrolliert wird, in die benachbarten Bezirke ausbreiten. Dem TCHRD liegen bestätigte Informationen aus unterschiedlichen Quellen innerhalb Tibets vor, die von einer neuen Demonstration von Mönchen aus dem Kloster Gaden Choekhor im Bezirk Phenpo Lhundup, Kreis Lhasa, TAR. berichten. Dieser sollen sich auf dem Weg zum Gebäude der Bezirksregierung zahlreiche Laien angeschlossen haben.

Mönche, Nonnen und Laien in dem östlich von Lhasa gelegenen Bezirk Phenpo Lhundup haben gestern wie auch schon am 15. März friedlich vor dem Regierungsgebäude demonstriert. Wie die Quellen berichten, soll es gegenwärtig in Phenpo Lhundup ähnliche Proteste geben. PAP und PSB in der Region haben die Bewegungsfreiheit der Bürger streng eingeschränkt. Bisher gibt es noch keine Berichte über Verhaftungen bei diesen Protesten. Das TCHRD erwartet weitere Informationen aus dem Gebiet.

Auch aus Meldrogungkar, Bezirk Lhasa, TAR, wurden ähnliche Proteste gemeldet. Heute morgen versammelten sich Mönche und Nonnen aus mehreren Klöstern zu einer friedlichen Demonstration vor der Bezirksverwaltung. Wie bei allen anderen gewaltlosen Protesten in Tibet, haben ihnen PAP und PSB den Weg versperrt. Man hat Verstärkung aus Lhasa angefordert, um die Demonstration aufzulösen und zu verhindern, daß sie so groß und intensiv wird wie den anderen Teilen Tibets. Weitere Informationen liegen noch nicht vor.

Weitere Informationen bei der Presseabteilung des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie in Dharamsala (Indien): Tashi Choephel Jamatsang (English) / Jamphel Monlam (Tibetan and Chinese) Phone Number: +91-1892-223363/225874/2292225 Email: dsala@tchrd.org, director@tchrd.org, tashichoephel@tchrd.org

Eilübersetzungen: Adelheid Dönges, Anja Knoche, Irina Raba
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