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Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet

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Das Morden in Tibet nimmt keine Ende, bis zu 30 Personen in der Tibetisch Autonomen Präfektur Ngaba erschossen

[16.03.2008] Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Protest im Kloster Kirti
Wie das TCHRD aus bestätigter Quelle erfuhr, versammelten sich heute um ca. 11.30 (Pekinger Zeit) tibetische Mönche des Klosters Kirti in Amdo Ngaba im Kreis Ngaba (chin. Aba), TAP Ngaba, Provinz Sichuan, zu ihrer morgendlichen Gebetszeremonie. Kurz vor Beendigung der Gebete brachen Tausende von Mönchen in einen spontanen Protest aus und riefen Parolen wie „Unabhängigkeit für Tibet“, „Wir fordern die Rückkehr des Dalai Lama“ und „Freiheit für Tibet“.

Den neuesten Berichten zufolge fingen die Mönche des Klosters Kirti, das etwas 2800 Mönche zählt, kurz nach der morgendlichen Mani Dundrup Gebetszeremonie spontan zu demonstrieren an. Laientibeter schlossen sich ihnen an, sie schwenkten die verbotene tibetische Nationalflagge und riefen laut „Bod Gyalo“ (Sieg für Tibet), „Lang lebe der Dalai Lama“. Augenblicklich stürmten chinesische Sicherheitskräfte auf das Klostergelände und drängten die Protestierenden mit Tränengas zurück. Sie hinderten die Menge daran, das Klostergelände zu verlassen.

Wie bei einem ähnlichen gestern erfolgten Protest der Mönche des Klosters Taktsang Lhamo Kirti (eine Zweigstelle von Amdo Ngaba Kirti), Kreis Dzoge (chin. Zoige), TAP Ngaba, rücken sofort paramilitärische Einheiten in Militärlastwagen an, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Bei den gestrigen Protesten sollen über 10 Mönche festgenommen und fünf verletzt worden sein.

Wenige Stunden später erfuhr das TCHRD, daß die Bewaffnete Volkspolizei (PAP) mindestens sieben Personen erschoß, als sie gewaltsam gegen die friedlich protestierenden Mönche und Laien des Klosters Ngaba Kirti vorging. Hunderte von Menschen sollen verletzt worden sein.

Das TCHRD verurteilt schärfstens das brutale Vorgehen des chinesischen Sicherheitsapparats gegen friedliche tibetische Demonstranten.

TCHRD, 15.30 MEZ
Acht Leichen wurden bestätigten Informationen zufolge ins Kloster Ngaba Kirti gebracht, Quellen zufolge wurden mindestens 30 Personen von den bewaffneten Truppen niedergemäht, die wahllos in die Menge friedlich demonstrierender Tibeter schoß. Einer der Erschossenen wurde als der ehemalige Mönch Lobsang Tashi, Mitte 30 identifiziert. Bei den anderen weiß man noch nicht, um wen es sich handelt. Die Mönche des Klosters Kirti bringen im Augenblick Gebete für die Opfer dar.

Zusatz:
Bisweilen gelingt es Exiltibetern, telefonischen Kontakt zu Tibetern in der Gegend herzustellen. Hier die letzten Meldungen zu der Demonstration in Ngaba:

Die Behörden haben über alle Städte der Präfektur den Ausnahmezustand verhängt, es dürften nicht mehr als drei Personen zusammenstehen, sonst werden sie verhaftet.
2.800 Mönche des Klosters Ngaba demonstrierten zusammen mit Laientibetern, Mönche wurden erschossen, die Krankenhäuser weigern sich, die Verletzten zu behandeln, Läden und Restaurants wurden geschlossen, das Kloster von Truppen umringt und abgeriegelt.Im Kloster Tatsang, das zwischen Ngaba und Labrang liegt, demonstrierten 400 Personen, darunter auch Mönche, 60 Mönche wurden verhaftet. Die Demonstration begann mit der friedlichen Forderung der Mönche von Kirti, die chinesische Regierung möge dem Dalai Lama die Rückkehr nach Tibet gestatten.

Free Tibet Campaign wurde von zwei Augenzeugen über den Protest in Ngaba berichtet, die von 30 und mehr Toten sprechen.

Eine Exiltibeterin hörte von tibetischen Studenten in China, das alle Telefonverbindungen nach Lhasa unterbrochen wurden, YouTube wurde ebenfalls in China blockiert.


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TCHRD 15. März: Neue Proteste in Amdo Labrang - mehrere Mönche erschossen
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Nach zuverlässigen Berichten, die dem Tibetischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) vorliegen, kam es heute Vormittag gegen 10 Uhr (Pekinger Zeit) zu neuerlichen Demonstrationen in Labrang in dem Kreis Sangchu, "TAP" Kanlho, Provinz Gansu, im östlichen Teil Tibets als Folge der gestrigen von Mönchen des Klosters Labrang Tashikyil organisierten Demonstration, an der sich schließlich Tausende von Tibetern aus der Gegend beteiligten.

Tausende von Menschen, unter anderen auch die Mönche aus dem Kloster Labrang Tashikyil, demonstrierten friedlich vor dem Gebäude der Bezirksregierung. Die Demonstration wurde von Mönchen aus dem Kloster Labrang Tashikyil begonnen, später schlossen sich an einem Platz, der unter dem Namen Choerten Karpo (Weiße Stupa) bekannt ist und wo die Gebetszeremonie des Sangsol (Ritual des Weihrauchverbrennens) durchgeführt wurde, normale Bürger an. Nach der Gebetszeremonie wurden Rufe wie "Lang lebe der Dalai Lama" oder Forderungen nach der Unabhängigkeit laut, während sich die Menschen auf die Regierungsgebäude zu bewegten. Die Bewaffnete Volkspolizei feuerte Tränengasgranaten ab und mit scharfer Munition in die Luft, um die Demonstranten zu zerstreuen. In den letzten Berichten war die Rede davon, daß Demonstranten von Angehörigen der PAP und Beamten des örtlichen PSB festgenommen und geschlagen wurden, obwohl bis zum Augenblick nichts über ihre Anzahl bekannt ist.

Man weiß, daß die Nachrichtenwege seit heute Vormittag unterbrochen sind, so daß nur wenige Informationen über das Gebiet vorliegen. Gestern schoß die Polizei mit scharfer Munition in die Luft, als sich die Demonstranten dem Hauptquartier des Büros für Öffentliche Sicherheit im Bezirk Sangchu näherten. Insofern gibt es bisher keine Informationen über Festnahmen oder Verhaftungen. Demonstrationen dieses Ausmaßes fanden in dieser Gegend zum ersten Mal statt.

Das TCHRD ist um die Sicherheit der friedlichen Demonstranten äußerst besorgt und verleiht gleichzeitig seiner großen Befürchtung Ausdruck, daß Hunderte von Tibetern dafür leiden werden müssen, daß sie ihrer Unzufriedenheit Luft gemacht und friedlich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und ihr Versammlungsrecht in Anspruch genommen haben. Das TCHRD verurteilt aufs Schärfste den Gebrauch roher Gewalt gegenüber den friedlichen Demonstranten durch die chinesischen Sicherheitskräfte. Das TCHRD begrüßt die zur rechten Zeit erfolgte Stellungnahme des UN Hochkommissars für Menschenrechte zu den gegenwärtigen Vorgängen in Tibet und appelliert an das Office of the High Commissioner for Human Rights, dringendst eine Untersuchungskommission nach Tibet zu senden, um Informationen zur Bewertung die Situation aus erster Hand zu erhalten.

Weitere Information von Free Tibet Campaign:

Die Medien berichten jetzt ausführlich über den zweiten Tag des Protestes in Labrang. Ein Journalist, der ziemlich nahe an das Kloster herankam, erzählte Free Tibet Campaign, daß drei Tibeter ihm unabhängig voneinander erzählt hätten, fünf Mönche wären von der Polizei erschossen worden. In anderen Berichten, darunter dem von The Guardian, heißt es, daß die Anzahl der Toten in Labrang sehr viel höher seien, obwohl bisher keine genauen Zahlen erhärtet werden konnten. Es gibt Berichte über Proteste an anderen Orten in Amdo, aber diese wurde wenig berichtet, wenn überhaupt. Im weiteren Verlauf des Abends wird ICT über die Informationen berichten, die ihnen über Lhasa und Labrang vorliegen.

Sporadische Bilder zu dem Geschehen gibt es bei www.phayul.com

Ein heute um ca. 1 Uhr (Ortszeit) mit Mobiltelefon aufgenommenes Video eines Protestes vor dem chinesischen Regierungsgebäude in Amdo Labrang gibt es bei Phayul.
Video der Proteste in Labrang unter http://media.phayul.com/?av_id=89&av_links_id=195

Weitere Informationen bei der Presseabteilung des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie in Dharamsala (Indien):
Tashi Choephel Jamatsang (English) / Jamphel Monlam (Tibetan and Chinese) Phone Number: +91-1892-223363/225874/2292225 Email:
dsala@tchrd.org, director@tchrd.org, tashichoephel@tchrd.org
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Hier noch eine Eilinformation der International Campaign for Tibet für alle in und um Berlin Ansässigen:


Aufruf: Mahnwache vor der chinesischen Botschaft in Berlin am 17.3.2008, 16.-20.00 Uhr

Am morgigen Montag, den 17.3.2008 läuft gegen 17 Uhr deutscher Zeit das Ultimatum der chinesischen Regierung an die tibetische Bevölkerung und die Protestierenden in Lhasa ab, sich den chinesischen Behörden "zu stellen". Personen, die sich bis dahin den Behörden stellen oder andere den Behörden meldeten, wurde eine "milde Bestrafung" zugesagt. Andernfalls müsste mit "schweren Strafen nach dem Gesetz" gerechnet werden.

Berichten der Frankfurter Rundschau vom heutigen Sonntag zufolge sind alle in Lhasa ansässigen ausländischen Nichtregierungsorganisationen angewiesen worden, Tibet zu verlassen. Der Dalai Lama hat heute seine Sorge ausgedrückt, dass diesem Ultimatum schwere Übergriffe auf die tibetische Zivilbevölkerung in Lhasa folgen werden. Beobachter fürchten, dass mit dem Abzug ausländischer Beobachter die chinesichen Sicherheitskräfte "zuschlagen" werden.






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