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Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet

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Tibetischer Abt zum Rücktritt gezwungen

[04.06.2007] Aus der Reihe chinesische korrupte Willkürpolitik
Mönche werden im Rahmen der Umerziehungskampagne gezwungen, ihr geistliches Oberhaupt zu schmähen - Klöster von Zwangsschließung bedroht.
Wie von der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zu erfahren war, werdenTibetische Mönche von den chinesischen Behörden im Rahmen der „Umerziehungskampagne“ gezwungen, den Dalai Lama zu schmähen. Der Abt (Khenpo) eines großen buddhistischen Klosters in dem von China besetzten Tibet wurde gezwungen, sein Amt niederlegen. Der 70jährige Khenpo Tsanor weigert sich, gegen den Dalai Lama gerichtete Dokumente zu unterschreiben. „Ich sagte deutlich meine Meinung und verweigerte die Unterschrift. Ich erklärte, dass ich selbst dann nicht unterschreiben würde, wenn es mein Leben kosten sollte oder ich ins Gefängnis komme“, teilte der Abt des Klosters Dungkyab im Kreis Gade (chin. Gande) in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Golog, Provinz Qinghai, mit.

Der Abt berichtete: „Ich sah die Dokumente der Regierung… Da stand, dass der Dalai Lama entschieden kritisiert und sein spalterisches Verhalten hart verurteilt werden müsse“, fügte er hinzu. „Ich hatte nicht die geringste Absicht zu unterschreiben. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass alle, die ihre Unterschrift verweigern, sich vor einem chinesischen Gericht verantworten müssen. Sie drohten uns sogar, dass sie das Kloster schließen würden, wenn wir die Schriftstücke nicht unterzeichneten. …Einige Beamte vom Landkreis kamen ins Kloster und fragten mich, ob ich zustimme, mein Amt als Hauptabt niederzulegen. Ich sagte ja, weil ich keine andere Wahl hatte. Es fällt mir so schwer, an solch qualvollen Sitzungen teilzunehmen“, wobei er sich auf die obligatorischen Sitzungen mit den Verwaltungskadern bezog, deren Zweck es ist, die Loyalität gegenüber dem tibetischen Oberhaupt im Exil, dem Dalai Lama, auszurotten.

IGFM: Klosterleben soll der patriotischen Umerziehung folgen

China hat seine Gleichschaltungspolitik in Tibet verschärft. Das Klosterleben soll allen Vorgaben der sogenannten patriotischen Umerziehung folgen, kritisiert die IGFM. Chinesische Beamte in Tibet bestätigen, dass die Behörden die Maßnahmen zur patriotischen Umerziehung aufstocken, denn wollen sie „vorbildliche“ Klöster, in denen es nur noch China-loyale Mönche gibt.

Das Kloster Dungkyab, dessen Mönche sich weiterhin weigern, gegen den Dalai Lama zu agitieren, liegt etwa 20 km von der Kreisstadt von Gande entfernt. Es wurde 1837 von dem angesehenen buddhistischen Lehrmeister Kyabje Wangchen Khenrab Dorje gegründet. Örtlichen Quellen zufolge beherbergt es über 200 Mönche, wozu noch 130 kommen, die von den chinesischen Behörden rekrutiert wurden, so die IGFM.

Die IGFM weist darauf hin, dass das chinesische Recht die Freiheit des religiösen Glaubens und seiner Ausübung garantiere. Es sei daher selbst nach chinesischem Recht ein eklatanter Rechtsbruch, wenn Mönche und andere Gläubige von den chinesischen Behörden gezwungen werden, ihr im Exil lebendes spirituelles Oberhaupt, den Dalai Lama, zu schmähen.

Weitere Informationen unter

www.menschenrechte.de
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
info@igfm.de, www.menschenrechte.de


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