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Tibetische Mönche werden mit Explosionen in Verbindung gebracht[06.06.2008] KATHMANDU - Tibetische Quellen berichteten RFA, die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet (TAR) hätten im Zusammenhang mit einer Serie von kleineren Detonationen, die sich während der anti-chinesischen Proteste Ende März in der Region ereigneten, fünf Mönche verhaftet.
Wie eine tibetische Quelle versichert, würden die am 24. Mai festgenommenen fünf Personen „verdächtigt, in einige Explosionen in der Gegend involviert gewesen zu sein“. Die Explosionen hätten am 6. und 7. April stattgefunden, über etwaige Opfer ist nichts bekannt geworden.
"Es hat vier kleinere Detonationen in der Gegend von Markham gegeben", berichtete die Quelle, "doch niemand weiß, wer dafür verantwortlich ist." Weiter heißt es, die Behörden sähen eine Verbindung zwischen den Explosionen und der Kampagne der "Patriotischen Erziehung", die seit Mitte März als Reaktion auf die weit verbreiteten anti-chinesischen Proteste durchgeführt wird. Gut unterrichtete tibetische Quellen konnten die fünf Mönche als Angehörige der Gemeinschaft des Klosters Gonsar in der Gegend von Markham in der Präfektur Chamdo in der Autonomen Region Tibet identifizieren. Ihre Namen sind: Gonpo, 20; Choedrub, 25; Palden, 30; Ngawang Phuntsok, 17; und Kunga, 20. Behörden lehnen jeden Kommentar ab Ein Mitarbeiter des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) in Markham weigerte sich, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen. "Wir untersuchen den Vorfall derzeit und können noch keine genauen Angaben machen", erklärte er unter der Bedingung, anonym zu bleiben. Der Zwischenfall vom 14. Mai Eine Quelle äußerte gegenüber RFA, die gegen die fünf Mönche vorgebrachten Beschuldigen ähnelten stark denen gegen Mönche der Klöster Öser und Khenlung, die sich ebenfalls im Bezirk Markham befinden, sowie gegen zwei Laien, die am 14. Mai verhaftet worden waren. Die Mönche des Klosters Öser konnten identifiziert werden als: Tenphel, 19; Riyang, 21; Choegyal, 23; Lobsang, 19; und Tenzin Tsampa, 19. Auch der Vorsteher des Klosters, Ngawang Tenzin, sei verhaftet, doch mittlerweile wieder freigelassen worden, berichteten Quellen. Die Mönche des Klosters Khenlung wurden genannt als: Lobdra, 15; Namgyal, 18; Butruk, 13; Jamyang Lodroe, 15; Tsepak Namgyal, 15; Kalsang Tashi, 17; Jamdrub, 21; Wangchuk, 22; Penpa Gyaltsen, 26; Pasang Tashi, 30; und Lhamo Tsang. Bei den beiden Laien handelt es sich um: Dargye Garwatsang, 19, und Konchog Tenzin, 21. Behörden greifen weiterhin hart durch Auf die Demonstrationen und Unruhen hin, die Mitte März in Lhasa ausbrachen und sich schnell auch auf andere Gegenden Tibets ausdehnten, nehmen die chinesischen Behörden weiterhin unzählige Tibeter fest und führen die Kampagne der "Patriotischen Erziehung" mit großer Härte durch. Beijing beziffert die Zahl der Todesopfer mit 22, während tibetische Quellen von einer weit größeren Zahl von Opfern ausgehen, die ums Leben kamen, als chinesische paramilitärische Kräfte und die Polizei in die Menge demonstrierender Tibeter schossen. Die chinesischen Behörden beschuldigen den Dalai Lama, zu den Demonstrationen angestiftet zu haben und die "separatistische tibetische Unabhängigkeitsbewegung" zu schüren. Der Dalai Lama weist diese Anschuldigungen zurück und erklärt, er wolle lediglich Autonomie und Menschenrechte für sein Land. ******************************************************** Ein längerer, aber lesenswerter, am 21. Mai erschienener Artikel "Tibeter in den von Polizeitruppen belagerten Klöstern halten Gebetszeremonien für die Opfer der Erdbebenkatastrophe ab" - steht auf unserer Website unter: http://www.igfm-muenchen.de/tibet/KateSaunders/Erdbeben.html Bei Wikipedia gibt es eine ausführliche Darstellung der Auswirkungen des Erdbebens: 391 Staudämme wurden beschädigt, in der TAP Ngaba kamen über 20.000 Menschen um, siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/2008_Sichuan_earthquake. Tibet Foundation, London, sammelt Spenden für die tibetischen Erdbebenopfer in der Tibetisch Autonomen Präfektur Ngaba, angestrebt ist ein Spendenvolumen von 20.000 GBP. Näheres siehe: http://www.tibet-foundation.org/news/newsitem.php?NewsStory=129. Das Dakini-Netzwerk aus Würzburg wird freundlicherweise diesbezügliche Spenden sammeln und dann die Überweisung an Tibet-Foundation nach England pauschal vornehmen. Daher besteht nun die Möglichkeit, eine Spende mit dem Verwendungszweck "Tibetische Erdbebenopfer" innerhalb Deutschlands zu überweisen. Kontoverbindung: Dakini-Netzwerk e.V. Konto Nr. 75 336 858 Bank Postbank Nürnberg BLZ 760 100 85 IBAN DE43 7601 0085 0075 3368 58 BIC PBNKDEFF Eine Spendenbescheinigung erhalten Sie unaufgefordert im Februar 2009. Bitte nutzen Sie die Überweisungsart „Spende“ und geben Sie darin Ihre Anschrift an. Wenn Ihre Bank diese Überweisungsart nicht unterstützt, teilen Sie dem Dakini-Netzwerk Ihre Adresse bitte per Email mit: dakininet-erdbebenopfer@yahoo.de Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges ************************************************************* * Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) * Arbeitsgruppe München * Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München * Tel (+49 89) 811 35 74 oder (+49 40) 480 80 77 (Angelika Mensching) * tibet@igfm-muenchen.de, www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html * Spendenmöglichkeit: IGFM München, * Kto 158393803, Postbank München, BLZ 700 100 80 * IBAN DE71700100800158393803 - BIC PBNKDEFF 186 Seitenaufrufe Diese Seite Bookmarken Weitere Artikeln zu diesen Thema 06.06.2008 Tibetische Mönche werden mit Explosionen in Verbindung gebracht |
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