Iranische Armee greift kurdische Dörfer an Drei Tote und hunderte Flüchtlinge in Irakisch-Kurdistan durch iranischen Artilleriebeschuss[28.07.2011] Mindestens drei Zivilisten sind durch Artilleriebeschuss der iranischen
Armee in den vergangenen zwei Wochen in Irakisch-Kurdistan getötet
worden. Elf wurden verletzt. Nach Informationen des Büros der Gesellschaft
für bedrohte Völker (GfbV) in Arbil, der Hauptstadt des autonomen
Bundesstaates Irakisch-Kurdistan, mussten außerdem hunderte Familien
die Flucht ergreifen.
"Die Angriffe der iranischen Armee auf die Zivilbevölkerung von Irakisch-
Kurdistan stellen eine gefährliche Aggression gegen das freie und friedliche
Kurdistan dar und sind mit der Türkei offenbar gut koordiniert worden",
sagte Dr. Mahmud Othman, langjähriges Führungsmitglied der Kurdischen
Nationalbewegung und Mitglied des irakischen Nationalparlaments, in einem
Telefonat mit der GfbV, "denn der türkische Außenminister, Ahmet
Davuto?lu, führte am 11. Juli Gespräche im Iran und in der vergangenen
Nacht haben die iranische und die türkische Luftwaffe nahezu zeitgleich
einige Dörfer im Distrikt Sidkan im Dreiländereck Iran-Irak-Türkei
angegriffen." Dort gibt es insgesamt 254 Siedlungen mit rund 10.000
Einwohnern.
Iranische Artillerie hatte bereits am frühen Montagmorgen die sechs Dörfer Sured, Qirnaqan, Pisht Ashan, Sinemok, Kaskan, Ashqulke sowie die Sommeralmen von Singeser unter Beschuss genommen. Am Abend feuerten iranische Streitkräfte gegen 20 Uhr Granaten auf die fünf Siedlungen Suregul, Maredo, Beste, Eske Sere und Eske Xware. Begründet werden Angriffe stets mit der Bekämpfung kurdischer Rebellengruppen, die sich in der Grenzregion verstecken. "Tatsächlich wollen sich jedoch weder der Iran noch die Türkei damit abfinden, dass Kurden in ihrer direkten Nachbarschaft, erfolgreich eine eigne Verwaltung aufgebaut haben", sagte Othman. Der Iran und die Türkei befürchteten, dass Kurden in den beiden Ländern dem Beispiel von Irakisch-Kurdistan folgen und auch dort Autonomie und Selbstverwaltung fordern. Der gewählte Präsident von Irakisch-Kurdistan, Masud Barzani, hat bereits mehrfach an die iranische Regierung appelliert, die Probleme friedlich zu lösen. Für Nachfragen steht der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, gern zur Verfügung unter T. 0151 153 09 888. ====================================================== Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV) Pressereferat Postfach 2024, D-37010 Goettingen Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028 E-Mail: presse@gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de ====================================================== 521 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 19.01.2012 Blackout - Rettet heute das Internet - Heute könnte der Tag sein, an dem wir das freie Internet retten. 28.07.2011 Iranische Armee greift kurdische Dörfer an Drei Tote und hunderte Flüchtlinge in Irakisch-Kurdistan durch iranischen Artilleriebeschuss 06.06.2007 Das große Selbstmordproblem im ländlichen China 06.06.2007 Das große Selbstmordproblem im ländlichen China 06.05.2007 Protest gegen chinesische Störsendungen 05.08.2005 China lädt den Seuchengott ein 29.07.2005 China schließt unabhängige Forschungsinstitute 28.07.2005 Anzahl der Erkrankten steigt 27.07.2005 Internet zusammengebrochen 25.07.2005 Unklarheit über neue Seuche in Sichuan |
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