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Die nächste Reisewelle in den Schnee rollt an
Ferienbeginn in drei Bundesländern

Das Verkehrsaufkommen auf den Strecken in die Wintersportgebiete zieht immer mehr an. Am kommenden Wochenende beginnen in Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Winterferien, in Berlin und Brandenburg enden sie. Dazu kommen etliche Wochenend- und Tages-ausflügler. Auf folgenden Strecken rechnet der ADAC zeitweise mit Staus und stockendem Verkehr:


Das wären ja jetzt fast mehr ADAC Mitglieder als die DDR Einwohner hatte
Erfreuliche Nachricht aus der neuen ADAC Zentrale in München: Der Mitgliederbestand des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs hat sich 2011 um über 581 000 auf rund 17,9 Millionen erhöht. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von fast 3,4 Prozent. Außer in den Jahren der Wiedervereinigung 1990 bis 1992 ist der Club in seiner 108-jährigen Geschichte noch nie so stark gewachsen.
Von den rund 17,9 Millionen Mitgliedern vertrauen mit knapp 9,5 Millionen Menschen mehr als die Hälfte auf die ADACPlusMitgliedschaft.



ADAC: Verzicht auf Autobahnneubau nicht nachvollziehbar
Der Vorschlag des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, in Deutschland zur Verkehrslenkung ein Satelliten-gestütztes Maut-System einführen zu wollen, geht nach Ansicht des ADAC voll auf Kosten einkommensschwacher Berufspendler. „Als Ministerpräsident eines großen Flächenlandes wie Baden-Württemberg sollte Herr Kretschmann wissen, dass gerade die vielen Berufspendler durch eine Pkw-Maut massiv betroffen wären“, so ADAC Präsident Peter Meyer. Nach Ansicht des Automobilclubs würden vor allem sozial- und einkommensschwache Menschen, die sich die hohen Mieten in den Städten nicht leisten können, unter einer derartigen Maut leiden. Schließlich wäre die Nutzung der Straßen zu den Hauptverkehrszeiten besonders teuer. Auch datenschutzrechtliche Fragen sind bei elektronischen Mautlösungen nicht gelöst.



Weitgehend Ruhe auf den Fernstraßen Im Süden sind Wintersportler auf Achse Am kommenden Wochenende wird es laut ADAC auf den meisten Autobahnen ruhig bleiben.
 Nur auf den Routen in und aus den Wintersportgebieten kann es zeit- und abschnittsweise zu stockendem Verkehr kommen.
Davon werden – vor  allem am Samstag – die folgenden Strecken betroffen sein

A 3 Frankfurt – Würzburg – Nürnberg
A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel 
A 7 Würzburg – Füssen    
A 8 Stuttgart – München – Salzburg  
A 9 Nürnberg – München
A 93 Inntaldreieck – Kufstein
A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München




Die Zahl der Verkehrstoten wird im Jahr 2011 erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder steigen. Nach einer vorläufigen Schätzung des ADAC kamen auf deutschen Straßen in diesem Jahr 3 910 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr, als 3 648 Menschen tödlich verunglückten, ist dies ein Zuwachs von 7,2 Prozent. Hauptgrund für den deutlichen Anstieg war laut ADAC die milde Witterung Anfang des Jahres. Zudem sind die Motorradfahrer aufgrund des trockenen Frühlings besonders früh in die Saison gestartet. Beides trug zu einer Zunahme der Verkehrstotenzahl in der ersten Jahreshälfte bei.

Steigen wird nach Angaben des ADAC auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Menschen. Hier rechnet der Club mit einer Zunahme von 4,1 Prozent auf voraussichtlich 390 000. Während die Zahl der Unfälle insgesamt um 2,5 Prozent auf 2 350 000 sinken wird, ist bei den Unfällen mit Personenschaden ein Anstieg um 4,4 Prozent auf 301 000 zu verzeichnen.


In Deutschland müssen Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen die entsprechenden Winter- oder Ganzjahresreifen aufziehen (sog. situative Winterreifenpflicht). Auch in den Alpen- und vielen weiteren Reiseländern gibt es eine Winterreifenpflicht. Der ADAC informiert darüber, welche Reifen Autofahrer bei Schnee und Eis im Ausland aufziehen müssen.

Österreich: Es gibt keine generelle Winterreifen-Ausrüstungspflicht in den Wintermonaten. Pkw sowie Lkw bis 3,5 t müssen aber zwischen 1. November und 15. April des Folgejahres bei tatsächlich winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen (Mindestprofiltiefe 4 mm) oder Schneeketten ausgerüstet sein.

Schweiz: Auch hier gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Allerdings können Geldbußen verhängt werden, wenn es wegen ungeeigneter Bereifung zu Verkehrsbehinderungen kommt. Bei Unfällen mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen droht dem Fahrer eine erhebliche Mithaftung.


Zum Jahresende noch mal Stau
Viele Weihnachtsurlauber fahren nach Hause
Zum Jahreswechsel rechnet der ADAC noch einmal mit reichlich Staus auf den Autobahnen, denn in Kürze enden bereits in acht Bundesländern die Weihnachtsferien. Der Berufsverkehr am Freitag dürfte zwar geringer aus- fallen als üblich, dafür werden aber am Nachmittag bereits viele Urlaubs- heimkehrer unterwegs sein. Das wird sich am Samstag und am Sonntag-nachmittag noch einmal fortsetzen. Zusätzlich werden aber auch Ausflügler unterwegs sein, die Silvester nicht zuhause verbringen wollen. Auf folgenden Strecken ist mit Staus und stockendem Verkehr zu rechnen:


Autofahrer werden am kommenden Wochenende auf überwiegend freie Autobahnen treffen. Auch die noch bestehenden Baustellen werden keine langen Staus verursachen. Da aber am ersten Adventswochenende schon viele Weihnachtsmärkte öffnen, wird sich das Verkehrsaufkommen auf den Wegen in die Großstädte erhöhen. Wer sich den Stress auf den Zufahrten und bei der Parkplatzsuche ersparen will, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Auf den folgenden Strecken findet man laut ADAC noch die meisten Baustellen:


Autofahrer und Urlauber müssen sich laut ADAC 2012 auf einige Änderungen rund um Reifen, Knöllchen oder Einreisebestimmungen gefasst machen. So gibt es den Biosprit E10 ab nächstem Jahr auch an österreichischen Tankstellen und die Vollstreckung von Knöllchen aus dem Ausland soll effizienter gestaltet werden. Weitere Neuerungen hat der Club zusammengestellt.


Staugefahr Richtung Küsten und Berge
In Nordrhein-Westfalen beginnen am kommenden Wochenende die Herbstferien. In Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen freuen sich die Schüler über eine zweite Woche. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Hessen dagegen gehen die Ferien bereits zu Ende. Laut ADAC herrscht deshalb in beiden Richtungen auf den Strecken von und zu den Küsten, Mittelgebirgen und Alpen Staugefahr. Auf folgenden Verbindungen müssen Autofahrer – auch aufgrund der hohen Baustellendichte – mit einer längeren Fahrtzeit rechnen:   

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