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Rubrik: Sagen-Mythen-Maerchen

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In grauer, fast schon vergessener Vorzeit war das Thüringer Becken vom Meer bedeckt, dessen Fluten sich vom heutigen Inselsberg im Süden bis zum Steigerwald im Osten, sowie den Höhenzügen der Hainleite im Westen und der Schmücke im Norden erstreckten. An den Ufern dieses Meeres lebten damals die Riesen, welche sich auf den höchsten Berggipfeln niedergelassen hatten und auch Heunen genannt wurden.

Die Zwerge im Berg [05.08.2006]

Die Hörselberge, im Westen des Gothaer Landes nach Eisenach zu gelegen, gelten seit altersher als die Heimstatt der Zwerge. Diese hausen als dienstbare Geister der schönen Frau Venus in den Tiefen des Berges und tun sich in den umliegenden Dörfern mal als böse, manchesmal auch als helfende Gesellen um. Ihr Ein- und Ausgang ist das sogenannte Hörselbergsloch oberhalb von Kälberfeld.

Die Saalnixen [05.08.2006]

Die Stadt Halle an der Saale, in deren Nähe die Trümmer des alten Bergschlosses Giebichenstein noch immer die Gegend schmückt, ist von Alters her berühmt durch ihre reichen Salzquellen, und der dicht an ihr vorbeifließende Saalstrom ist von einer Nixe bewohnt, oder von mehreren. Allgemein geht die Sage, daß auch dort die Saale, wie zu Jena, alljährlich ein Menschenleben zum Opfer fordere, sicherlich Nachhall der Erinnerung an Menschenopfer, die in der Heidenzeit den Gottheiten der Elemente dargebracht wurden. 

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