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Geschichten aus den Tiroler Bergen. Im Rosengartengebiet wohnte einst ein fleißiges Zwergenvolk unter seinem König Laurin. Sein ganzer Stolz war ein herrlich blühender Rosengarten, von einem seidenen Faden umgeben. Dorthin entführte Laurin die schöne Königstochter Similde. Ihr Verlobter Hartwig bat Dietrich von Bern (Verona) um Hilfe zur Befreiung seiner Braut. Dietrich und seine Recken ziehen ins Gebirge, zerreissen den seidenen Faden und zerstampfen mit ihren Pferden die Rosen.
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Die Zwerge sind sehr fleißig und geduldig und dabei sehr weise. Sie sind freundlich und offen und haben keine Angst vor anderen Wesen. Allerdings sind sie vorsichtig im Umgang mit den Menschen geworden und meiden sie am besten. Daher haben sie sich auch von der Erdoberfläche zurückgezogen und ihre Reiche unterirdisch errichtet (siehe unten). Sie sind, wie auch die Feen und die Elfen, sehr viel älter als die Menschen und haben ihre Erfahrungen schon weitgehend abgeschlossen und daraus viel gelernt. Vor allem haben sie gelernt, dass Auseinandersetzungen und Kriege nur schaden und keinem nützen, und darum werden in diesem Reichen seit undenklichen Zeiten keine Kriege mehr geführt. Sie arbeiten im Verein mit anderen Reichen der Natur an der Heilung und Pflege der Natur und ihrer Reiche, an der Erhaltung des Gleichgewichts in der Natur, auch zum Wohl und Gedeih der Menschen. Sie hegen und pflegen und wirken ausgleichend. Sie helfen allen anderen Wesenheiten der Natur.
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Eines Nachts erschien bei dem Grafen von Hoya ein kleines Männlein. Der Graf erschrak, aber das Männlein meinte, der Graf solle sich doch nicht fürchten und seine Bitte ruhig anhören. Weiter sagte der Kleine: "In der nächsten Nacht möchten meine Gesellen und ich in deinem Schlosse ein Fest feiern. Keiner soll davon wissen, als du allein. Es wird auch niemandem im Schlosse ein Leid geschehen, und wir Zwerge werden dir und deinem Geschlecht allzeit dankbar sein." Der Graf, der wohl wußte, daß man sich mit dem Zwergenvolk gut stellen muß, war einverstanden.
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Eines Tages befand sich der Fischer Brehme aus Krossen mit seinem Kahne auf der Elster in der Nähe des Mühlberges. Er wollte gerade seine Netze auswerfen, da rief ihn ein seltsames Männchen vom Ufer aus an, er möge doch übersetzen. Der Fischer wusste, dass die Zwerge Gefälligkeiten gut belohnen, also fuhr er ans Ufer und ließ den Kleinen einsteigen
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Auf einem Bauerngut in Thiemendorf ging es in alter Zeit eigenartig zu. Wenn der Bauer am Morgen aufstand, war auf seinem Hofe und im Stalle alles in Ordnung. Jedes Gerät stand an seinem Platze, und im Stalle sah es blitzsauber aus. Die Tiere waren geputzt, und in den Krippen fand er oft noch Futterreste vor, als ob die Tiere in der Nacht gefüttert worden wären. Das Vieh wurde rund und fett und gedieh sehr gut, es gab viel Milch und brachte dem Bauer manchen harten Taler ein, so dass er sehr reich wurde. Der Bauer wunderte sich und merkte bald, dass es nicht mit rechten Dingen zuginge. Dahinter musste er kommen! Er versteckte sich nachts in seinem Stall und passte auf. Richtig, zu Mitternacht öffnete sich die Stalltür, und herein kam ein kleines Kerlchen mit einem großen Kopf, das im Arme ein Bündel Heu trug. Und nun sprang es hinaus und herein, bis es alle Tiere gefüttert, den Stall gesäubert und das Vieh blank geputzt hatte, worauf es verschwand.
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An einer Felswand, da, wo das Götzenthal und das Jonasthal in einander
übergehen, ist ein Bergloch, das zugleich ein Zwergloch ist. Man nennt
es das „Bölersloch"; ein Volk gutartiger Zwerge, die Bölersmännchen,
wohnte darin, und gehorchte einem Könige, des Namens Böler. Bei diesem
so ungewöhnlichen Zwergnamen könnte man sich fast versucht fühlen, an
den Bölverker der Eddadichtung zu denken, der ein Bergloch bohrte, in
das er, verwandelt in einen Wurm, einschlüpfte, und der kein anderer
war, als Odin selbst – wenn es überhaupt denkbar wäre, daß ein früher
Nachhall der Eddamythe sich bis in diese Gegend verloren hätte.
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Zur Linken des idyllisch-friedlichen Wiesenthales, in welchem das Dorf
Angelrode, eine Stunde aufwärts über dem Städtchen Plaue liegt, und
durch das die Gera sich schlängelt, rauscht ein Bergwald, das
Kirchenholz, der Berg selbst ist der Weissenberg geheißen. Fast immer
ist diese Benennung von mythischem Anklang und stammt ab vom uralten
„wiht", (unseliger Geist,) daher Wichtlein, daher auch die
Witgensteine, Wizzenhöhlen u.s.w. Dort soll, so geht die Sage, vor
Zeiten ein altes Schloß gestanden haben, allein dasselbe scheint
spurlos verschwunden zu sein, und Niemand weiß mit Gewißheit dessen
Stätte zu bezeichnen.
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Vor mehr als fünfhundert Jahren lebte in Villingen im Schwarzwald ein
Mann von riesenhafter Größe und Stärke namens Romeias, dessen Eltern
durchaus nicht über das gewöhnliche Menschenmaß reichten. Wenn Romeias
durch die Stadt schritt, konnte er in den zweiten Stock der Häuser
sehen. Die drei langen Pfauenfedern, die er auf dem Hut trug, ließen
ihn noch größer erscheinen.
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Wenn man den Wirrbach, der bald über bemooste Schieferblöcke rauscht,
bald klare Wasserbecken bildet, und nebenbei die köstlichsten Forellen
beherbergt, überschritten hat, steht man am Fuße der mächtigen
Hünenkoppe, deren Felswände von trauriggrünem Taxus und schlanken
Tannen bewachsen sind. Hoch auf dem Gipfel, zu dem ein bequemer Weg
gebahnt worden ist, eröffnet sich eine herrliche Aussicht.
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Im Schallholz, eine Viertelstunde westlich Merkendorf, ohnweit
Zeulenrode, hasuten ebenfalls Holzmännel und Holzweibel; sie waren den
Leuten sehr gerne behülflich und dienstbar, insonderheit beim
Heumachen, doch waren sie nicht blöde, und nahmen nicht selten
ungefragt Klöse aus den Töpfen und Brode aus den Oefen. Das war endlich
den Merkendorfer Leuten nicht recht, sie sannen/ darauf, diese unlieben
Gäste los zu werden, und wendeten die dazu dienlichen Mittel an.
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