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v. d. Lage gibt in seinen Aufzeichnungen ein anschauliches Bild von der alles zerstörenden Wasserflut. Da findet neben vielen anderen Orten der Umgebung Weimars auch der hiesige seine Erwähnung. Es heißt da: "In diesem Dorfe ist großer Schade geschehen, denn Abends zwischen 9 und 10 Uhren nicht allein der Ilmen=Strom, sondern auch die wilden Bäche sich grausamlich ergossen und in geschwinder eile dermassen überhand genommen, daß aus den Häusern und Höfen zu fliehen allzulange geharret gewesen, sintemahl sie alle mit Wasser umgben und umflossen ware n. Und ob es sich wohl liesse ansehen, als wollte sich das Wasser verlaufen (dessen sich dann ein jeder erfreuet) jedoch kams in schneller Eile wieder und riß mit grossen Ungestüm auch die wohlerbauten Häuser, Scheunen und Ställe übern Hauffen und ersäufte viel Menschen und Viehe gar elendiglich. An Menschen sind ertrunken 16 Personen, welche neben anderen 14, so daß Wasser von Weimar dahin geführt bracht, allda auf den Kirchhoff seynd begraben worde n.
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der sich unweit der Ilm am westlichsten Ende der Flur befindet. Urkundlich wird er das erste Mal 1496 unter dem Namen Weheborn erwähnt. Wahrscheinlich hängt der Name dieses Brunnens mit "weihen" zusammen, was ja auch beim Webicht der Fall sein soll, das in alten Urkunden als Wybick, Weybick und Wehbic (bezeichnet wird). Daraus ist zu schließen, daß dieser Brunnen nach der Vertreibung der Sorben-Wenden von den Bewohnern jener Gegend "geweihet" wurde. Von diesem Orte gibt es mehrere Sage n. Die erste Sage betitelt sich "die gute Pastorstochter" und hat folgenden Inhalt (nach Mitzschke): "Zwischen Tiefurt und Großkromsdorf befindet sich eine Quelle, die den Namen Weihborn oder Wihbrunnen führt und fast ohne Lauf sogleich in die Ilm fällt. Dort ist es nicht geheuer, man sieht oft Lichter dort brennen, hört Wehklagen und Wimmern, und viele Leute sind an dieser Stelle schon irre geführt worde n. An einem Markttage in der Dämmerstunde gingen zwei Bauernfrauen von Weimar zurück nach Großkromsdorf. Da sahen sie an dieser Quelle ein wunderschönes Kind von etwa anderthalb Jahren sitze n.
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Viele moderne Wissenschaftler argumentieren, dass ein Traum eine sinnlose Antwort der Gehirnrinde auf einen willkürlichen Reiz des Gehirnstamms im Schlaf ist. Viele Menschen haben aber in ihren Träumen lebhaft Dinge, Zeichen, Bilder oder Lebensformen gesehen, die sich später tatsächlich ereigneten. Das sind Erscheinungen, die die modernen Wissenschaftler jedoch nicht erklären können.
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Die alten Griechen bevölkerten das Meer mit einer Vielzahl von sagenhaften Wesen. Der Meeresgott Proteus war ein Verwandlungskünstler, konnte die Gestalt von Feuer, Wasser oder Stein annehmen. Der mild gesinnte Nereus hatte 50 Töchter, die Nereiden. Eine dieser Meeresnymphen war Galateia, die "Milchweiße". Poseidon, von den Römern mit Neptun gleichgesetzt, wühlte die See mit dem Dreizack auf. Das Pferd war ihm heilig. Mit einer Nereide zeugte Poseidon den Triton. Ihn beschreibt Hesiod als "furchtbare Gottheit", die, mächtig und groß, "die Tiefen des Meeres inne hat". Dort unten wohnte Triton in Poseidons goldenem Haus. Purpurschnecken wuchsen auf seinen Schultern.
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Alte Ueberlieferung In den Hüttemer Bergen in Holstein wohnte vor langer Zeit eine große Menge von Zwergen. Im Kindelberg hat man sie besonders häufig gehört, wie sie butterten, und im Plätenberg bei Wittensee, wie sie miteinander redeten. Aber als die Kirchenglocken ertönten, haben sie alle miteinander die Gegend verlassen.
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Die irische Volksmund überliefert eine alte keltische Sage. Der zur Folge verliebte sich einst der Riese Finn McCool unsterblich in eine hübsche Riesin die auf der gegenüberliegenden schottischen Insel Staffa lebte. Jeden Tag soll er sehnsüchtig zu ihr herüber geblickt haben, doch die rauhe See war ein gewaltiges Hinternis, welches schwerlich zu überwinden galt. Darum baute er eines Tages einen gewaltigen Damm und holte seine Angebetete zu sich herüber.
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Ein Märchen auch oder gerade für Erwachsene:Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
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In Seeland am Ostmeer lebte einstmals der Riese Wate, der aus königlichem Geschlecht stammt, seine Mutter Waghilde aber war eine Meerfrau. Wate besaß drei starke Söhne. Die beiden älteren, Slagfider und Egil, wurden Krieger; Wieland, den jüngsten, aber tat der Vater in die Handwerkslehre, damit er ein tüchtiger Schmied werde. Mime, der berühmte Meister in Nordland, unterwies den geschickten Knaben drei Jahre, und nachdem Wieland lange bei kunstfertigen Zwergen gearbeitet hatte, galt er im Lande als ein unübertrefflicher Meister seines Handwerks.
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Einem Jäger war ein Jahr nach der Hochzeit seine junge Frau gestorben, und darüber war er sehr betrübt. Wenn er so einsam durch Stube, Kammer und Küche ging, meinte er immer, seine liebe Frau müßte ihm begegnen, und weil er auf diese Weise seine tote Frau nicht mehr aus seinen Gedanken verlor, hielt er es im Hause nicht mehr aus und streifte oft tagelang draußen im Walde umher. Er wußte wohl, daß er nicht allein bleiben konnte, sondern wieder heiraten mußte. Doch sorgte er sich ab und zweifelte daran, ob er noch einmal eine Frau finden werde, die er ebenso lieb haben könnte wie die erste.Als er eines Tages wieder in trüben Gedanken ging und immer tiefer in den dunklen Wald hineingeriet, kam er zu einer kleinen, mit Stroh gedeckten Hütte. Er trat ein und fand einen alten Mann, der am Tisch saß und in einem Buche las.
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In Tauchlitz brannte eines Tages das Brauhaus nieder, dabei zerschmolz die kupferne Braupfanne. In der kleinen Gemeinde konnte nun nicht mehr gebraut werden. Wollten die Tauchlitzer Bier trinken, so mussten sie sich’s vom benachbarten Krossen holen. Doch das gefiel ihnen nicht, und sie sannen darüber nach, wie sie wohl wieder eine Braupfanne bekommen könnten. Geld, eine neue zu kaufen, hatten sie leider nicht. Da stieg der Gemeindeschulze in einer hellen Mondscheinnacht den steilen Weg zum Mühlberg hinaus. Am Rande des Guckloches (ehemaliges Burgverlies) sah er ein wunderliches Männlein hocken.
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