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Die Nibelungensage – Kern der Wahrheit in der Svava[13.01.2005] von Rolf Badenhausen Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung vom neuzeitlich-kritischen Forschungsstand über den Sagenkomplex der Nibelungen bis ca. 1995. Wegen erheblicher Kürzungen, so zu Autoren wie A. Schröfl, E. Rückert, E.F. Jung und Anderen, wird hier das faktische Forschungs- und Publikationsvolumen jedoch keineswegs ausgeschöpft. ![]() Gleichwohl haben zwei Forscher mit ihren herausragenden Forschungsresultaten zur Entflechtung der Sage beigetragen: Studienprofessor Aloys Schröfl hat zu Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts mit seinem Buch Und dennoch – die Nibelungenfrage gelöst schlüssig dargelegt, dass Teil I der klassischen Fassung (Sigfrids Leben und Tod) und Teil II (Der Nibelungen Not, also Grimhilds Rache und Untergang der Nibelungen im "Hunnenland") vom Urwerk her nicht ohne Weiteres zueinander passen können: Vielmehr basiert nach Schröfls schlagenden Indizienbeweisen insbesondere der zweite Teil des Liedes auf ein vom Passauer Bischof Piligrim von Aribon initiiertes Dichtwerk für den ungarischen Hof. Es sollte – sozusagen als blattstarker politischer Flyer nach gegenwärtigem Verständnis – im Gesamtwerk einzig dazu dienen, die Christianisierung und damit seinen Machtzuwachs auf jenes südosteuropäische Gebiet auszudehnen! Der erste Teil des Nibelungenliedes war aber grundsätzlich nicht Schröfls Forschungsthema. Der 1994 verstorbene Germanist und Naturwissenschaftler Heinz Ritter aus Schaumburg an der Weser ist mit seinen beeindruckenden Veröffentlichungen und Vorträgen wohl in den Sagenkern gedrungen. Nach jahrzehntelangem Studium und sorgfältigen Analysen von unterschiedlichem Urschriftmaterial gelangte er zu verschiedenen nordischen Schriftfassungen der sogenannten Didrikschronik oder Thidrekssaga, die jedoch nicht von Theoderich d. Großen von Ravenna handelt, sondern biografische Schilderungen über jenen gleichnamigen rheinfränkischen König aus der Völkerwanderungszeit abliefert. Zu diesen Kodizes zählen zum einen die in der Königlichen Bibliothek zu Stockholm aufbewahrte Membrane und zum anderen die sogenannte Svava (Wörtschöpfung Ritter-Schaumburg). Diese Altschwedische Überlieferung oder Didrik-Chronik berichtet – wie auch die etwas umwundener erzählende Membrane oder 'Thidrekssaga' – in ihren noch erhaltenen Abschriften auffallend sachlicher und weniger ausschmückend im Vergleich zu allen anderen Überlieferungen aus dem (Hoch-)Mittelalter. Ihre verschollene Urfassung soll, wie Ritter- Schaumburg auch in seinem 1992 erschienenen Buch Sigfrid ohne Tarnkappe argumentiert, bereits vor oder in der Zeit Karl d. Großen, der in seinen Großvorhaben auch Lieder und Sagen aufschreiben ließ, vorgelegen haben. Die sogenannten historischen Nibelungen werden diesen Chroniken zugeordnet. Die Nibelungensage – Kern der Wahrheit in der Svava Mehr Informationen kann man finden unter: • Alles lesen ? Der gesammte Artikel befindensich hier. 59 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 26.12.2011 Wieland der Schmied 26.12.2011 Das Himmelspferd 26.12.2011 Das graue Pferd 26.12.2011 Das Schamanenpferd 26.12.2011 Das mythische Schwert 26.12.2011 Das Sternenschwert des Morgenmannes 26.12.2011 Der Morgenmann, das Sternenschwert und der Lindwurm am Horizont 04.05.2007 Die drei Walküren - Das Wieland Lied 25.04.2007 Die Braupfanne auf dem Mühlberg bei Krossen 18.12.2006 Fresnana die weise Seherin der Friesen lebte in Hilligenland (Helogoland) |
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