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Rubrik: Hinweise der Polizeigewerkschaft Home | ||||
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GdP: Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet kritisieren G8-Einsatz[21.06.2007] Berlin. Ein konsequenteres Einschreiten gegen Rechtsverletzungen bei
Demonstrationen und Zurückhaltung bei Absprachen mit Veranstaltern über
polizeitaktische Maßnahmen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als
Konsequenz aus den gewalttätigen Ausschreitungen anlässlich des G8 Gipfels,
bei denen rund 1000 Polizeikräfte und Demonstrationsteilnehmer Verletzungen
erlitten hatten.
Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Freiberg: „Aufgabe der Polizei ist der Schutz des Demonstrationsrechtes. Vorkontrollen, um zu verhindern, dass Waffen mitgebracht werden und eine deutliche polizeiliche Präsenz gegenüber latent gewaltbereiten Personen haben nichts mit Eskalation zu tun, sondern verhindern im Gegenteil, dass eine friedliche Demonstration gestört wird.“ Es sei den Bürgern nicht zu vermitteln, dass Polizeibeamte tatenlos zusehen müssen, wie Steine gesammelt werden, Militante sich maskieren und in militärischer Formation in einem Demonstrationszug mitmarschieren.
Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten auf einer Konferenz der GdP über ihre Erfahrungen aus dem Rostock-Einsatz berichtet. Freiberg: „Die Militanz hat eine neue Qualität erreicht. Noch nie ist der Schwarze Block so massiv, so gut organisiert, ausgerüstet und gewaltbereit bis hin zu Mordanschlägen aufgetreten, wie in Rostock. Diese kriminelle Vereinigung hat kein Veranstalter im Griff.“ Insgesamt habe der G8-Gipfel-Einsatz gezeigt, so Freiberg, dass die Polizei personell völlig ausgeblutet sei. Bei Rechtsbrüchen konnte vielfach nicht eingegriffen werden, weil nicht genügend Polizeikräfte zur Verfügung standen. Auf der GdP-Konferenz hätten viele Polizeiführer beklagt, dass ihre Beamtinnen und Beamten Dauereinsätze über 20 Stunden leisten mussten, tagelang unter unzumutbaren Bedingungen untergebracht gewesen seien und Versorgung und Verpflegung in vielen Fällen unzulänglich gewesen waren. Freiberg: „Dieser Einsatz hat die Grenzen der Belastbarkeit der Polizei weit überschritten.“ Mit freundlichen Grüßen Gewerkschaft der Polizei - Bundesvorstand Pressestelle - Öffentlichkeitsarbeit Stromstraße 4 10555 Berlin Tel.: 030 / 39 99 21 (0) - 117 Fax: 030 / 39 99 21 (0) - 190 email: gdp-pressestelle@gdp-online.de web: http://www.gdp.de 124 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 27.09.2011 GdP zu Einigung bei Sicherungsverwahrung 03.11.2009 Stadionverbote helfen Fußball-Gewalt einzudämmen 19.10.2009 Kompromiss zur Vorratsdatenspeicherung schlägt Polizei notwendiges Instrument aus der Hand 17.09.2009 Zusammenhang zwischen Schusswaffenbesitz und psychischen Erkrankungen 17.09.2009 Tödlicher Mut in der S-Bahn - Wer traut sich jetzt noch zu helfen? 14.09.2009 Freiberg: Zivilcourage darf jetzt keinen Schaden nehmen - Staat und Unternehmen dürfen Sicherheit nicht auf Schultern der Menschen verlagern 04.07.2007 Seit dem berüchtigten 11. September 2001 gibt es in Deutschland 10.000 Polizisten weniger. Das versteht doch kein Mensch. 21.06.2007 GdP: Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet kritisieren G8-Einsatz 13.06.2007 GdP: Polizei gewährleistet Sicherheit des Gipfels unter größten Belastungen 06.06.2007 Gummigeschosse kein geeignetes polizeiliches Einsatzmittel |
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