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Schlittenhunde und Klimawandel - die Erkenntnisse eines schottischen Züchters[17.08.2007] Alan Stewart, Schottland Alan Stewart kam 1956 in Glasgow zur Welt und wuchs im Argyll, an der Westküste Schottlands, in einem Fischerdorf namens Ardrishaig auf. Seit seiner Jugend beschäftigte sich Alan mit Tauchen, arbeitete weltweit für professionelle Tauchunternehmen und lebt heute von der Zucht von Schlittenhunden. Vor ungefähr 15 Jahren begann er mit dem Hobby „Schlittenhunde“ und machte dieses anschliessend zum Beruf. Mit seinen Hunden raste er um die ganze Welt – von Argentinien, Chile, Nordamerika bis über viele Teile Europas.
Alan berichtet: „Ich bin Besitzer des Cairngorm Sleddog Centre in Schottland, der ersten Schlittenhundezucht in Grossbritannien. Den Zuchtbetrieb machte ich vor ca. drei ein halb Jahren zu meinem Beruf. Heute halte ich 30 Hunde, mit denen ich Hundeschlittenfahrten für Touristen quer durch die Cairngorm Mountains organisiere. Die Klimaerwärmung empfinde ich als sehr besorgniserregend. Ihre Auswirkungen auf Schlittenhunderennen als Sportart sind tiefgreifend. So kann es beispielsweise sein, dass das weltweit grösste Rennen in Alaska wegen Schneemangel nicht stattfinden kann.“ Der Schnee schmilzt innert Stunden vor unseren Augen In Schottland hat sich die Situation aufgrund der globalen Erderwärmung für Alain drastisch verändert. Er bemerkt dazu: „Dieses Jahr habe ich ca. 40 Kurse mit Teilnehmern aus ganz Grossbritannien geleitet. In drei von vier Fällen musste ich die Kurse jeweils abbrechen, weil die Temperatur innerhalb von einer Stunde so schnell stieg, dass der Schnee vor unseren Augen wegschmolz. Mit den Hundeschlittenrennen begann ich vor ca. 15 Jahren als Hobby. Damals erreichten die Temperaturen hier oben während mindestens einer Woche minus 18 Grad Celsius. Heute gibt es so etwas nicht mehr. An den kältesten Tagen sinkt die Temperatur auf minus 1 oder 2 Grad – da gefrieren nicht einmal mehr die Rohrleitungen. Wenn es keinen Schnee hat, fahren wir mit Hundeschlitten auf speziellen Wagenrädern, um so für die Besucher Trainingsrennen zu veranstalten. Doch das ist finanziell gesehen mein grösstes Problem. Denn das Wetter wirkt sich verheerend auf die Pfade aus. Der anhaltende Regen macht sie kaputt. Oft müssen wir sie meilenweit wieder ebnen, ohne Chance, dass sie jemals wirklich trocknen.“ Sibirische Huskies wechseln das Fell mitten im Winter „Ich sehe viele Veränderungen, die sich infolge des Wetters in den letzten Jahren in Schottland ereigneten. Einige Beispiele: Unweit von unserem Haus bauten Fischadler ihre Nester und wurden durch den häufigen Regen arg in Mitleidenschaft gezogen. Oder mitten im Winter tauchen Fliegen auf, weil es einfach zu warm ist. Aber das Verrückteste ist, dass meine Sibirischen Huskies mitten im Winter das Fell wechseln! Die Klimaveränderung wirkt sich aber auch auf uns Menschen in Europa aus – beeinflusst unsere Existenzgrundlage. Das ist der Grund, weshalb ich hier meine Geschichte erzähle. Jeder von uns kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Lasst uns handeln, bevor es zu spät ist.“ Klimafakten für Grossbritannien Seit Beginn der 90er-Jahre verzeichnet Grossbritannien drei Mal häufiger Monate mit Rekord hohen Temperaturen als in den vorherigen Jahrzehnten. Die extreme Hitze in den Sommermonaten stellt für die Bevölkerung ein Gesundheitsrisiko dar. So starben in Grossbritannien während neun Tagen im August 2003 über 2000 Menschen an den Folgen der damaligen Hitzewelle. Das Gesundheitsministerium rechnet bis 2050 mit einer Zunahme von hitzebedingten Todesfällen um bis zu 250 Prozent. Die Durchschnittstemperatur in Grossbritannien könnte bis 2080 um 2 bis 3,5° Grad, in manchen Gebieten sogar um 5°Grad steigen. Neben der Erwärmung bewegt sich das Wetter in Grossbritannien zunehmend in chaotischen und unvorhersehbaren Bahnen: Im Juni 2005 wurden in North Yorkshire Strassen und Brücken durch flutartige Überschwemmungen weggeschwemmt. Ausserdem wird prognostiziert, dass der Meeresspiegel im Süden bis 2050 ganze 50 cm und bis 2080 sogar 86 cm ansteigen wird. Zusammen mit der vorhergesagten Zunahme an heftigen Regenfällen verdoppelt sich so das Überschwemmungsrisiko auf eine Bevölkerungszahl von 3,5 Millionen. Quelle Mit freundlicher Genehmigung von WWF Schweiz Weiter Storry über Alan This is the story of how we trained the Jamaican Sleddog Team ![]() Weitere Trainigs zu Schlittenhunde http://www.sdas.org.uk/reports.htm 408 Seitenaufrufe Diese Seite Bookmarken Weitere Artikeln zu diesen Thema 05.12.2007 Bundesregierung wird Klimaschutz-Ziel kaum erreichen 17.08.2007 Schlittenhunde und Klimawandel - die Erkenntnisse eines schottischen Züchters 25.07.2007 Klimasünde - Kapitalverbrechen an unseren Kindern 08.10.2002 Ozonloch am Südpol kleiner als gewöhnlich 20.09.2002 Erste Anzeichen für ein Wiederbegrünen der Sahara. 20.07.2002 Schmelzende Gletscher in Alaska beschleunigen Meeresspiegelanstieg 15.07.2002 Die Gletscher der Alpen sind in den letzten Jahren kräftig abgeschmolzen. 08.06.2002 Nasa-Forscher: Treibhausgase in dreißig Jahren Hauptverursacher von Ozonverlust 31.05.2002 Das Loch in der Ozonschicht wird größtenteils im Jahr 2040 geschlossen sein. 04.05.2002 Ozonloch bewirkt südpolare Kälte |
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