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Ravanas gemeiner Trick[] Kapitel 4 In Lanka erhielt Ravana von seinen Spionen die Nachricht, dass sich die Affen um die Stadt herum versammelt hätten. Der eingeschüchterte Suka sagte ihm, dass Ramas Armee unschätzbar groß und mächtig sei. Er empfahl Ravana Sita sofort an Rama auszuliefern. Sukas Vorschlag machte Ravana wütend: "Ich würde Sita nicht einmal dann zurückgeben, wenn die ganze Schar der Halbgötter vor Lanka stehen würde!", brüllte er. "Oh, wann werden meine Pfeile endlich auf Rama flitzen, wie Bienen auf Frühlingsblumen? Ich werde diese Armee in den Schatten stellen, wie die aufgehende Sonne die Sterne verdunkelt." Ravana prahlte ausführlich über seine Macht. Er hatte nicht die Absicht, mit Rama Frieden zu schließen. Der Dämon behauptete, seine Macht sei unvergleichlich. Es würde einen einseitigen Kampf geben. Der Dämon war dennoch von der Tatsache beeindruckt, dass die Armee den Ozean durch den Bau einer großen Brücke überquert hatte. Er musste ihre Stärke genauer einschätzen und befahl Suka und Sarana, einem anderen Rakshasa, sich in die Reihen des Feindes zu begeben. "Verhüllt euch gut und ermittelt die genaue Größe dieser Armee. Findet heraus, wer die Generäle und wer Ramas Berater sind. Sagt mir, wer ihr Oberbefehlshaber ist." Suka und Sarana verkleideten sich als Affen und drangen tief in Ramas Armee ein, doch sie konnten das Ende seiner Truppen nicht ausmachen. Die Affenstreitkräfte besetzten Wälder, Berge, Flüsse und Flachland, so weit das Auge reichte. Sie erstreckte sich über die Brücke, den ganzen Weg bis zum gegenüberliegenden Ufer und bewegte sich immer noch auf Lanka zu. Das Geräusch von Ramas Armee war heftig und flößte den Herzen der Rakshasas Angst ein. Als die beiden Spione unter Ramas Soldaten umherwanderten, entdeckte Vibhishana sie. Er ließ sie gefangen nehmen und vor Rama bringen. Die Affen traten und schlugen sie, während sie sie zu Rama zerrten. Eingeschüchtert fürchteten die Rakshasas um ihr Leben. Sie falteten ihre Hände und flehten Rama an: "Geehrter Herr, wir sind zwei von Ravana gesandte Spione, die alles über deine Armee herausfinden sollen. Bitte verschone uns." Rama lachte von Herzen und erwiderte: "Ihr braucht keine Angst um euer Leben zu haben, ihr Nachtschwärmer. Wenn ihr die ganze Armee bereits gesehen habt, dann kehrt sofort zu Ravana zurück. Wenn nicht, werde ich Vibhishana sagen, er soll euch alles zeigen, was ihr sehen wollt. Dann könnt ihr eurem König die Nachricht überbringen." Rama wollte, dass Ravana ganz über die Unermesslichkeit der Streitkräfte, die jetzt seine Stadt umgaben, in Kenntnis gesetzt würde. Vielleicht würde der törichte Dämon zur Vernunft kommen. Rama bat die Spione Ravana zu sagen, er solle all seine Stärke aufbieten. Am folgenden Tag würde er miterleben, wie die Verteidigungsmauern und Durchgänge seiner Stadt durch Ramas Pfeile niedergerissen würden. Bei Tagesanbruch, sagte Rama, würde er seinen schrecklichen Zorn auf die Rakshasas loslassen. Die beiden Spione wurden auf freien Fuß gesetzt und eilten zurück in die Stadt. Zitternd traten sie vor Ravana und sprachen: "Es scheint uns, als könnten Rama und Lakshmana allein Lanka mit seinen Mauern, Palästen und der ganzen Rakshasa-Schar entwurzeln. Der Ruhm und die Macht dieser Brüder ist unbegrenzt. Sie sind mit einer Vanara-Armee vereint, die einen schlimmen Eindruck hinterlässt und bei der Aussicht auf die Schlacht vor Freude brüllt. O Herr, gib deine feindliche Taktik auf, solange noch Zeit dazu ist. Gib Sita an Rama zurück." Ravana brüllte zornig. Erneut schlugen seine schwächlichen Landsleute etwas vor, dem er niemals zustimmen konnte. Wieder sagte er, dass Lanka selbst für die Bewohnern der himmlischen Planeten unzugänglich sei, geschweige denn für ein paar Affen. Die Spione hatten offensichtlich Angst, weil sie von den Affen geschlagen worden waren, doch Ravana würde niemals unter irgendwelchen Umständen in Angst verfallen. Gefolgt von Suka und Sarana ging er hinauf in seinen Palast, da er die Affenarmee selbst sehen wollte. Oben auf seinem schneeweißen Palast, der so hoch wie Dutzende von Palmen war, blickte Ravana umher. Nahe der Stadtmauern sah er einen ozean von dunkelhäutigen Affen und Bären. Er richtete seinen Blick auf die Spitze der Armee und fragte Sarana nach den Namen der anführenden Affen. Sarana erwiderte: "Der riesige Affe, der in Richtung Lanka steht und wie ein wütender Bulle brüllt ist Sugriva, ihr König. Derjenige an seiner Seite, der so aussieht und wettert wie eine dunkle Gewitterwolke ist Nila, sein Befehlshaber. Der gewaltige Affe, der in seiner Nähe umher schreitet und zornig gähnt ist Angada, der Kronprinz. Und dort ist Hanuman, der eigenhändig Lanka verwüstete. Du hast ihn bereits getroffen." Sarana fuhr fort all die mächtigen Affengeneräle zu beschreiben, indem er nacheinander auf sie zeigte. Der von Ehrfurcht ergriffene Ravana rühmte Ramas Armee und hatte das Gefühl, sie sei unanfechtbar.
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