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EpilogBharat erwiderte: “Wie kann ich in deiner Abwesenheit über die Welt herrschen, Rama? Zusammen mit Shatrughna werden wir alle zusammen aufbrechen. Übergib das Königreich deinen beiden Söhnen.” Vasishta stimmte Bharata zu. “Dies ist angemessen, Rama. Die von dir festgelegte Zeit für deine Herrschaft ist so gut wie beendet. Du musst jetzt aufbrechen und deine Brüder, die alle ein Teil deiner Selbst sind, mitnehmen. Da die Leute dies wissen, sind sie von Kummer geplagt. Sie sind am Boden zerstört, wenn sie sich vorstellen, dass sie dich verlieren.” Rama war besorgt, als er über die Unzufriedenheit der Bürger hörte. Er rief nach ihren wichtigsten Vertretern und sagte: “Was soll ich tun, um euren Kummer zu lindern? Ich muss jetzt diese Welt verlassen.” Die Bürger baten Rama, sie alle mit sich zu nehmen. “Wo immer du hingehst, Herr, sei es in den Wald, die Berge, in den Ozean, auf die himmlischen oder sogar die höllischen Planeten, wir möchten mit dir kommen. Wenn du Freude daran hast, lass uns dich begleiten.” Rama stimmte zu. “So soll es sein.” Daraufhin traf er Vorkehrungen zur Krönung seiner Söhne. Auch Lava und Kusha konnten die Aussicht auf Trennung von ihrem Vater kaum ertragen. Sie klagten laut und stürzten zu Boden, als sie hörten, dass Rama sie verlassen wollte. Rama hob sie sanft empor und sagte: “Liebe Söhne, ihr müsst auf der Erde bleiben und eine rechtschaffene Herrschaft weiterführen. Richtet eure Hauptstädte in den nördlichen und südlichen Gebieten ein, denkt immer an mich und führt das Volk mit Gerechtigkeit und Mitleid an. Wir werden in der Zukunft wieder miteinander vereinigt werden.” Lava und Kusha umarmten ihren Vater fest und brachen dann von Ayodhya in ihre jeweiligen Königreiche auf, die als Kushavati und Sravasti bekannt wurden, wohin sie große Mengen von Reichtümern mitnahmen. Danach kleidete sich Rama in reine weiße Seide und bereitete sich vor, Ayodhya zu verlassen. Am nächsten Morgen ließ er Brahmanen sein heiliges Feuer vom Palast holen, um damit den Weg in den Wald anzuführen. Vasishta trug Hymnen aus dem Sama-Veda vor, während Rama langsam auf einem großen goldenen Streitwagen aus der Stadt hinaus fuhr. Jene mit göttlicher Sicht konnten zu seiner Linken und Rechten die Göttinnen Lakshmi und Bhumi sehen. Vor ihm schritt die Verkörperung der Entschlossenheit und überall um ihn herum waren seine Waffen in menschlichen Gestalten anwesend. Die Veden in Gestalt der Brahmanen folgten Rama, wie auch die Göttin Gayatri und die personifizierte Form des Omkara, der göttlichen Silbe, über die große Yogis stets meditieren. Dann folgten alle Bewohnerinnen des Palastes, begleitet von Bharat und Shatrughna. Massen von Asketen, die vedische Mantras sangen, gingen dem Volk voran, das entsprechend ihrer Schichten gruppiert war. Hunderttausende von Vanaras, Rakshasas und Bären folgten hinten nach. Alle verließen Ayodhya, um mit Rama zu gehen. Selbst die Tiere und Vögel verließen die Stadt und beteiligten an der Prozession. Nicht ein Geschöpf blieb in Ayodhya, alle begaben sich in Richtung Westen an die Ufer des Sarayu. Während sie fuhren, traf Rama ein letztes Mal mit Hanuman zusammen, um ihm Lebewohl zu sagen. Er umarmte die Affen und sagte: “Du hast die Entscheidung getroffen hier auf der Erde zu bleiben, also sieh zu, dass deine Worte sich nicht als falsch erweisen.” Hanuman entgegnete: “Ich werde zweifellos immer in deiner Gegenwart sein, indem ich einfach über deine Herrlichkeit höre, mein Herr. So lange deine göttliche Erzählung in dieser Welt umhergeht, werde ich hier bleiben.” Rama bat außerdem zwei weitere Vanaras, Mainda und Dwivida, wie auch den König der Bären Jambavan zurückzubleiben. Sie verneigten sich alle vor Rama und sagten: “So soll es sein.” Als Rama mit Vibhishana zusammentraf, sagte er zu ihm: “Bester der Rakshasas, auch du solltest in dieser Welt bleiben und über dein Volk regieren. Solange wie die Sonne und der Mond am Himmel bleiben, wird deine Herrschaft andauern. Verehre Vishnu stets in seiner Gestalt als Jagannatha, der vorstehenden Gottheit der Iksvakus.” Vibhishana nahm die Anweisung entgegen, warf sich vor Rama zu Boden und brach dann nach Lanka auf. Gefolgt von einer riesigen Nachhut reiste Rama Fluss aufwärts bis an den Punkt, wo der Sarayu mit der Ganga zusammenfließt. Er folgte dann dem Lauf dieses heiligen Flusses bis er den Fuß des Berges erreichte, aus dem sie hervorkommt. An diesem Ort, wo man den Pfad auf die himmlischen Planeten finden konnte, erschienen Millionen von göttlichen Streitwagen. Alle Halbgötter, angeführt von Brahma, waren sichtbar. Die Gandharvas spielten himmlische Musik und ein Blumenregen fiel vom Himmel. Man konnte auch sehen, wie Vishnu auf dem Rücken Garudas am Himmel erschien. Im Anblick aller Anwesenden und unter dem Lobgesang der Halbgötter gingen Rama und seine beiden Brüder in Vishnus Gestalt ein. Alle gegenwärtigen Geschöpfe, die alle in Gedanken an Rama versunken waren, gaben sodann ihre sterblichen Hüllen auf und nahmen ihre ewigen spirituellen Gestalten an. Die Halbgötter sahen, wie sie sich auf himmlischen Streitwagen in Ramas nie versiegendes Reich in der spirituellen Welt erhoben. Diese überirdischen Wesen hatten den Eindruck, als ginge die gesamte Stadt Ayodhya mit Rama. Erstaunt durch diesen beispiellosen Anblick, brachen Brahma und die Halbgötter in ihre eigenen Reiche auf, wobei sie Rama in ihren Herzen priesen. Seine göttlichen Spiele waren beendet. Jaya Sri Rama! Ende
806 Seitenaufrufe 11.07.2007 Epilog 11.07.2007 Die Geschichte der Ganga - Wie Vishvamitra sie Rama und Lakshmana erzählte, als sie an die Ganga kame 11.07.2007 Vishvamitras Vergangenheit - Wie sie Rama von Satananda, dem Priester König Janakas, erzählt wurde 11.07.2007 Hanumans Geburt und Vergangenheit - Wie sie Rama von Agastya Rishi erzählt wurden |
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