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Epilog

[11.07.2007] Ein Monat war seit der Krönung vergangen. Allmählich wurden die Feierlichkeiten beendet und das Leben in Ayodhya kehrte wieder zum Alltag zurück. Rama sah, dass seine Gäste in ihre eigenen Königreiche zurückzukehren wollten und sagte ihnen Lebewohl. Er sprach zuerst zu seinem Schwiegervater Janaka, der mit ihm in seinem Palast gewohnt hatte. Mit respektvoll gefalteten Händen sagte Rama: “Mein Herr, du bist zweifellos unsere unerschütterliche Stütze. Wir stehen unter deinem Schutz, lieber König. Durch deine asketische Kraft und deinen Segen war ich in der Lage, Ravana zu töten. Die Fesseln der Zuneigung zwischen unseren beiden Familien sind unzertrennlich. Bitte nimm diese Geschenke entgegen und begib dich zurück nach Mithila, wie es dir beliebt. Bharata und Shatrughna werden dich dorthin geleiten.”

Tränen füllten Janakas Augen, als er Ramas Demut erlebte. Er sah hinüber zu den aufgehäuften Reichtümern, die Rama ihm geschenkt hatte: “Ich bin zufrieden nur bei deinem Anblick, lieber Rama. Möge all dieser Reichtum meiner Tochter Sita gewährt werden. Ich habe nicht den Wunsch zu gehen, doch die Pflicht will, dass ich nach Mithila zurückkehre. Ich werde jetzt aufbrechen, doch mein Herz wird dich niemals verlassen.”

Janaka erhob sich zum Aufbruch und umarmte Rama fest. Dann verließ er das Gemach, gefolgt von seinen Ministern, von Bharata und Shatrughna.

Rama sagte all den anderen Königen, die zur Krönung gekommen waren, nacheinander liebevoll Lebewohl und brachte jedem von ihnen Gold und andere Reichtümer als Abschiedsgeschenk dar. Die Könige verliehen alle ihrem Kummer Ausdruck, gehen zu müssen und blickten in Ramas Gesicht, ohne dessen überdrüssig zu werden. Nachdem sie ihn respektvoll umkreist hatten, versammelten sie ihre Gefolgsleute und Armeen und marschierten langsam aus Ayodhya hinaus. Die Erde bebte, als Hunderte von Königen und Prinzen in Begleitung ihrer Truppen auf ihren goldenen Streitwagen die Stadt verließen. Als sie aufbrachen, drückten sie ihre Enttäuschung aus, dass sie und ihre Armeen nicht in der Lage gewesen waren, Rama in seinem Kampf gegen Ravana beizustehen. “Diese große Zurschaustellung unserer Macht ist zweifellos nutzlos, da wir sie nicht in Ramas Dienst einsetzen konnten”, klagten sie. “Bharata ließ uns zu spät kommen.”

Als all die Könige gegangen waren, sprach Rama mit den Affenanführern. Er dankte ihnen erneut für all ihren Dienst und umarmte sie liebevoll. Rama nahm wertvollen Schmuck von seinem eigenen Körper und legte sie Angada und Hanuman um. Er sprach liebevoll zu allen Affen und überreichte ihnen große Mengen an Reichtümern. “Liebe Vanaras, ihr solltet jetzt nach Kishkindha aufbrechen. Herrscht über eure Untertanen mit Gerechtigkeit und Liebe. Ihr habt mir alle einen großen Dienst geleistet, den ich niemals vergessen werden.”

Hanuman kniete sich vor Rama nieder und faltete seine Hände: “O Rama, ich weiß nicht, wie ich dich verlassen kann. Ich habe eine Bitte, bevor ich gehe. Lass meine stärkste Zuneigung zu dir für immer bestehen. Möge meine Hingabe beständig bleiben und das Leben in meinem Körper bleiben, solange deine Geschichte auf dieser Erde erzählt wird. Lass mich in irgendeiner überirdischen Sphäre weilen und fortlaufend den Erzählungen der Apsaras und anderer himmlischer Wesen über dich zuhören. Auf diese Weise wird mein Trennungsschmerz von dir gelindert werden.”

Rama lächelte. “So soll es sein, mein Affenprinz. Dein Leben und auch dein Ruhm werden andauern, solange die Erzählung meiner Taten in dieser Welt anhält. Dies wird solange sein, wie die Welten selbst bestehen. Ich stehe ewig in deiner Schuld, lieber Hanuman. Möge dieses Gefühl der Verbindlichkeit immer in meinem Herzen bleiben. Mögen die Zeiten niemals eintreffen, in denen ich deinen Dienst erwidern muss, denn solche Zeiten sind schwierige Zeiten.”

Die Affen hatten das Gefühl, der vergangene Monat in Ramas Gemeinschaft sei wie ein einziger Tag gewesen. Die Augen mit Tränen erfüllt und die Gedanken auf Rama gerichtet, brachen sie zögernd von Ayodhya auf.

Dann sagte Rama auch zu Vibhishana Lebewohl und bat ihn mit Rechtschaffenheit über Lanka zu herrschen. Innerhalb weniger Tage waren alle gegangen und Rama begann seine Herrschaft über Ayodhya mit Unterstützung von Lakshmana und unter der Führung der Rishis. Einige Tage nachdem seine Gäste aufgebrochen waren, wurde Rama von einer Anzahl großer Weiser, angeführt von Agastya, besucht. Nachdem sie von Rama mit allem Respekt in Empfang genommen worden waren, nahmen sie in seiner Versammlungshalle Platz. Auf Ramas Wunsch hin erzählte Agastya alles über Ravanas Geburt und Leben, wie auch über die wichtigsten Rakshasa. Der Weise erzählte der königlichen Versammlung ebenfalls die Geschichte der bedeutenden Vanaras.

Als Agastya seine Rede beendet hatte, sagte Rama: “Allmächtiger Weiser, es erstaunt mich, deine wunderbaren Erzählungen zu hören. Durch deinen Anblick sind wir alle gesegnet worden, doch ich habe eine Bitte. In Kürze werde ich einige Opfer zum Wohl der Welt ausführen. Bitte segne mich, dass diese Opfer erfolgreich sein mögen. Ja, wenn du Gefallen daran findest, dann komm zu dieser Zeit nach Ayodhya zurück, um uns mit deiner heiligen Gegenwart zu beehren.”

Rama bat all die Weisen, seinem Opfer beizuwohnen und sie erwiderten: “So soll es sein.” Geschlossen erhoben sie sich und verließen die Versammlung.

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