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Rubrik: Mythen

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Eines Nachts erschien bei dem Grafen von Hoya ein kleines Männlein. Der Graf erschrak, aber das Männlein meinte, der Graf solle sich doch nicht fürchten und seine Bitte ruhig anhören. Weiter sagte der Kleine: "In der nächsten Nacht möchten meine Gesellen und ich in deinem Schlosse ein Fest feiern. Keiner soll davon wissen, als du allein. Es wird auch niemandem im Schlosse ein Leid geschehen, und wir Zwerge werden dir und deinem Geschlecht allzeit dankbar sein." Der Graf, der wohl wußte, daß man sich mit dem Zwergenvolk gut stellen muß, war einverstanden.


Eines Tages befand sich der Fischer Brehme aus Krossen mit seinem Kahne auf der Elster in der Nähe des Mühlberges. Er wollte gerade seine Netze auswerfen, da rief ihn ein seltsames Männchen vom Ufer aus an, er möge doch übersetzen. Der Fischer wusste, dass die Zwerge Gefälligkeiten gut belohnen, also fuhr er ans Ufer und ließ den Kleinen einsteigen


Auf einem Bauerngut in Thiemendorf ging es in alter Zeit eigenartig zu. Wenn der Bauer am Morgen aufstand, war auf seinem Hofe und im Stalle alles in Ordnung. Jedes Gerät stand an seinem Platze, und im Stalle sah es blitzsauber aus. Die Tiere waren geputzt, und in den Krippen fand er oft noch Futterreste vor, als ob die Tiere in der Nacht gefüttert worden wären. Das Vieh wurde rund und fett und gedieh sehr gut, es gab viel Milch und brachte dem Bauer manchen harten Taler ein, so dass er sehr reich wurde. Der Bauer wunderte sich und merkte bald, dass es nicht mit rechten Dingen zuginge. Dahinter musste er kommen!
Er versteckte sich nachts in seinem Stall und passte auf. Richtig, zu Mitternacht öffnete sich die Stalltür, und herein kam ein kleines Kerlchen mit einem großen Kopf, das im Arme ein Bündel Heu trug. Und nun sprang es hinaus und herein, bis es alle Tiere gefüttert, den Stall gesäubert und das Vieh blank geputzt hatte, worauf es verschwand.

Der Riesenstuhl [14.02.2007]

Nache einer alten Sage die man sich im hessischen Göttingen und den Dörfern drumherum erzählt, lebten früher dort zwei Riesen. Der eine Riese hauste auf dem "Heppersberg", der andere Riese hauste auf dem "Rauschenberg". Zusammen hatten sie aber nur einen Backtrog.  Wenn der Eine backen wollte, kratzte er sich an seinem Bauch, dann mußte der andere Riese den Backtrog herüberwerfen.


Aus alten Überlieferungen wußte man folgendes zu berichten:
Auf den buntfarbigen Felsen im Meere, welches man Hilligen Land nannte, befanden sich die Königshäuser mit goldenem Dache und die Häuser der Fresana der weisesten Seherin der Friesen. Den weiten Hafen erfüllte emsiges Getriebe, und auf dem Felsen erstreckten sich Tempelanlagen. Dort lebten die Könige von Hilligen Land und Fresana.


Es war einmal, vor vielen Millionen Jahren, als wir mit unserem Mutterschiff von Asgard, unserem Heimatplaneten im Universum unterwegs waren. Als hoch entwickelte Wesen waren unsere Stämme der grünäugigen X-Arier, der grauäugigen Da-Arier, der blauäugigen Swetorussen und der braunäugigen Rassenen unterwegs im Universum. In der Nähe von Midgard spielte unser Raumschiff  auf einmal verrückt und wir mussten landen. Es war ein wunderbarer Ort, den uns das Schicksal für die Reparatur vorgesehen hatte. Auch war es so, dass obwohl wir als hochentwickelte Wesen unser Schicksal selbst bestimmten, diesmal ganz anders. Niemand ahnte etwas von dem wundervollen Geschenk, was uns der große Schöpfer von Allem Was Ist, für uns vorbereitet hatte. War dies das Ziel unserer Reise? Es war ein phantastischer Planet, voller Leben und einem herrlichem Klima. Wir beschlossen, hier zu bleiben und gründeten die 1. Zivilisation Hiporborea direkt um den Nordpol.

Riesenspielzeug [05.08.2006]

Wenn man den Wirrbach, der bald über bemooste Schieferblöcke rauscht, bald klare Wasserbecken bildet, und nebenbei die köstlichsten Forellen beherbergt, überschritten hat, steht man am Fuße der mächtigen Hünenkoppe, deren Felswände von trauriggrünem Taxus und schlanken Tannen bewachsen sind. Hoch auf dem Gipfel, zu dem ein bequemer Weg gebahnt worden ist, eröffnet sich eine herrliche Aussicht. 


In der Mitte des Dorfes Mühlberg befindet sich eine wunderbare Quelle, welche der Spring genannt wird. Diese Quelle friert auch im Winter nicht zu und ist bis zu 26 Fuß tief. Bei gutem Wetter verwandeln die Sonnenstrahlen das tiefe kristallklare Wasser in eine bezaubernd schöne Welt mit lauter Gold und Silber, blitzenden Edelsteinen und grün schimmernden Smaragden.

Die Saalnixen [05.08.2006]

Die Stadt Halle an der Saale, in deren Nähe die Trümmer des alten Bergschlosses Giebichenstein noch immer die Gegend schmückt, ist von Alters her berühmt durch ihre reichen Salzquellen, und der dicht an ihr vorbeifließende Saalstrom ist von einer Nixe bewohnt, oder von mehreren. Allgemein geht die Sage, daß auch dort die Saale, wie zu Jena, alljährlich ein Menschenleben zum Opfer fordere, sicherlich Nachhall der Erinnerung an Menschenopfer, die in der Heidenzeit den Gottheiten der Elemente dargebracht wurden. 


Auf halbem Wege zwischen Legende und phantastischer Wissenschaft steht eine von dem Schriftsteller Jacques Yonnet in seinem Buch "Enchantements sur Paris" berichtete Geschichte, die an das Mysterium der Zeit und der Magie rührt.

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