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Die klassischen Mythologie der griechischen Meeresgötter - und die Entstehung der Sinntflut

[29.10.2009] Die alten Griechen bevölkerten das Meer mit einer Vielzahl von sagenhaften Wesen. Der Meeresgott Proteus war ein Verwandlungskünstler, konnte die Gestalt von Feuer, Wasser oder Stein annehmen. Der mild gesinnte Nereus hatte 50 Töchter, die Nereiden. Eine dieser Meeresnymphen war Galateia, die "Milchweiße". Poseidon, von den Römern mit Neptun gleichgesetzt, wühlte die See mit dem Dreizack auf. Das Pferd war ihm heilig. Mit einer Nereide zeugte Poseidon den Triton. Ihn beschreibt Hesiod als "furchtbare Gottheit", die, mächtig und groß, "die Tiefen des Meeres inne hat". Dort unten wohnte Triton in Poseidons goldenem Haus. Purpurschnecken wuchsen auf seinen Schultern.

Jupiter cameo Louvre Bj1820

Einst, so berichtet Ovid, grollte Jupiter dem sündigen Menschengeschlecht. Er wollte es in einer gewaltigen Sintflut ertränken und ließ vom Himmel Regengüsse niedergehen.
Der römische Gott Neptunus (deutsch: Neptun) ist der gleiche Gott wie der Wassergott Poseidon

Gleichzeitig rief sein Bruder Neptun die Flussgötter herbei;

sie sollten die Schleusen aller

Quellen öffnen und ihren Kräften freien Lauf lassen. Bald war die Welt ein einziges Meer ohne Küsten. Delfine wohnten in den Wäldern, Nereiden bewunderten die versunkenen Städte. Als nur noch ein einziges, gottesfürchtiges Menschenpaar übrig war, zerstreute Jupiter die Wolken. Neptun legte den Dreizack beiseite und befahl
Triton ist ein griechischer Gott des Meeres. Sohn des Poseidon und der Amphitrite

Triton, die tönende Muschel zu blasen.

Flüsse und Fluten hörten den Klang seines schneckenförmigen Horns. Gehorsam kehrten die Wasser des Festlands und des Meeres um und gaben das Land wieder frei. Seither nennt man die spindelförmigen Trompetenschnecken "Tritonshörner". Neptuns Sohn vermehrte sich nach dem Ende der großen Flut auf geheimnisvolle Weise: Vergil setzt ihn in den Plural, spricht von "schnellen Tritonen". Mindestens 13 der fischschwänzigen Meeresgötter tauschten ihre maritime Heimat zwischen 1780 und 1910 gegen ein Domizil in Wien: Hier werden sie fast immer von Nereiden oder Najaden - Quell-, Fluss- und Seenymphen - begleitet.



Im berühmten Schönbrunner Neptunbrunnen bändigen Tritonen die wilden Rosse ihres Vaters. Najaden erfrischen sich in den Fontänen der beiden kleineren Brunnen
Schönbrunner Neptunbrunnen

. Gemeinsam mit Nereiden stützen Tritonen die muschelförmige Brunnenschale im Garten des Belvedere. Je ein Triton und eine Najade verzieren das Brunnenquartett am Maria-Theresien-Platz. Im nahen Volksgarten existiert ebenfalls ein Tritonbrunnen. Der kniende Triton auf dem Haus der Kaufmannschaft am Schwarzenbergplatz symbolisiert den weltumspannenden Seehandel. Der jüngste verbirgt sich, als einziger einsam und in Ketten gelegt, im Alsergrund, im Haus Thurngasse 8.


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