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Milzbrand

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Stalin ließ seine Allmachtsphantasien so formulieren: "Wir planen die Umgestaltung der Natur." Mitte der dreißiger Jahre befahl der Diktator in seinen mittelasiatischen Provinzen ein Bewässerungssystem von babylonischen Ausmaßen.


Die Führer der Sowjetunion haben auch versucht, hier am Aral Mikroorganismen zu Kriegszwecken zu manipulieren - mit bisher geheim gehaltenen und für die Zukunft womöglich noch gefährlicheren Auswirkungen. "Wir nennen sie nur noch Insel der Totgeburt."


Gefährlich ist der Milzbrand-Erreger vor allem deshalb, weil seine Sporen noch jahrelang nahezu überall überleben können, z. B. im Straßenstaub oder auf dem Fell von Tieren. Finden Sie dann einen geeigneten Nährboden, so beginnen sie zu keimen.


Wie desinteressiert kommunistischen Machthaber sein konnten. Ein Eiland im Aralsee ist mit Milzbrandsporen verseucht - tödliche und äußerst widerstandsfähige Bakterien, mit denen sowjetische Wissenschaftler den Biokrieg gegen den Westen planten. Die Gefahr rückt unaufhaltsam näher: ein Tschernobyl in Zeitlupe.

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