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Marburg-Virus in China - Fall in Shenzhen

[02.04.2005] In Shenzhen hat es in der Nacht zum 26. März einen mysteriösen Todesfall gegeben. Eine 21-jährige Frau starb in einer winzigen Privatklinik im Gebiet Nan´Ao. Der Chef der Klinik verschwand kurz darauf. Die KP versucht, den Todesfall zu verschleiern und behauptet gegenüber den Nachfragen besorgter Bürger, die Frau hätte unter Aids gelitten, das plötzlich ausgebrochen wäre.

Marburgvirus.jpg

Das Marburg-Virus
( Dieses sogen. Marburg-Virus ist etwa 800 nm lang und 80 nm dick. Es hat Spazierstockform. Am gebogenen Teil klebt noch ringförmig Plasmamembran der Wirtszelle.)

Nach dem Verschwinden des Klinikchefs holte der Vermieter die Polizei. Einsatzkräfte der Seuchenpolizei kamen umgehend zur Klinik. Um 2 Uhr wurden alle Personen in der Klinik und im Gebäude, in dem die Tote wohnte, weggebracht.
Die Wohnung und die Klinik wurden ausgiebig und gründlich desinfiziert.

Laut einem Verantwortlichen des Seucheneinsatzes vor Ort handele es sich um einen AIDS-Fall, man müsse AIDS bekämpfen und vorbeugen. Die Augenzeugen erzählten aber, dass die Tote gleichsam wie in Wasser und Blut aufgelöst erschien, was auf den Marburg-Virus hinweist.
Die Tote war erst vor einer Woche in die neue Wohnung gezogen, sie war die Geliebte eines bekannten Geschäftsmannes namens Yang. Seit kurzem untersuchten die Behörden von Shenzhen die Kontakte der Toten. Um Aufsehen zu vermeiden, werden die Untersuchungen nur nachts durchgeführt.

Die Verbreitung der Krankheit geschieht nur über Körperflüssigkeiten, hauptsächlich Blut. Deswegen ist die Ausbreitung der Krankheit relativ langsam, dennoch haben Polizisten in Shenzhen seit der Einlieferung der Frau in die Klinik Angst und vermeiden es, ins illegale Rotlichtviertel zu gehen, um Leute zu verhaften, zu kontrollieren oder ihre Korruptionsgelder zu kassieren.
Die Zentralregierung in Peking wurde umgehend über den Fall informiert, seit heute sind in zwei Gebieten in Shenzhen (Nan´Ao und Da Peng ) spezielle Wagen mit Ausrüstung zur Seuchenbekämpfung zu sehen.

Bislang scheint die 21-Jährige das einzige Todesopfer des Ebolaähnlichen Marburg-Virus in China zu sein, wohingegen in Angola in den letzten drei Wochen 115 Menschen umkamen, darunter ein italienischer Arzt.



Mehr Informationen kann man finden unter:
 Krankheitsverlauf gesammt Erklärung
 Marburg-Virus bricht in Angola aus

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