|
|
Zapoteken
[26.07.2003] Die Zapoteken, oder auch Wolkenmenschen genannt, siedelten sich in der
Zeit um 500 v. Chr. am Berg Mon-teh al-Ban oder einfach Monte Albán an.
Sie gründeten eine Art Stadtstaat und lebten dort als seßhafte
Stadtbewohner. Zur Blütezeit der Zapoteken, welche zwischen 200 - 800
n.Chr. stattfand, lebten bis zu über 16000 Menschen in der
terassenförmig angelegten Stadt.
Bevor die Zapoteken um 1521 chritianisiert wurden verehrten sie einen
obersten Schöpfergott. Dieser Gott vereinigte den Tod ebenso wie das
Leben in sich. Aber auch Götter für den Regen, die Fruchtbarkeit und
der Unterwelt wurden verehrt. Jeder dieser Götter hatte in der
mythologischen Glaubensvorstellung der Zapoteken seinen eigenen Platz. Durch
Orakel konnten die Priester der Zapoteken sozusagen mit ihren Göttern
sprechen oder zumindest ihre Wünsche und Anweisungen deuten. Mit Opferblut von Tieren und auch von Menschen wurde den Göttern gehuldigt. Durch
Berichte spanischer Missionare, ebenso wie durch archäologische Funde
konnte nachgewiesen werden, dass diese blutigen Rituale tatsächlich
stattgefunden haben. Zahlreiche Obsidianmesser, Opferschalen und
Blutbesprengte Altäre beweisen es. Auch das berühmte Ballspiel,
welches sich bei den Atzteken ebenfalls größter Beliebtheit erfreute,
wurde von den Zapoteken gern gespielt. Wie die meisten der Bauwerke
hatte auch das Ballspiel einen mythologischen Hintergrund.

Ein
Ball aus massivem Kautschuk mußte von zwei gut ausgebildeten
Mannschaften möglichst lange in der Luft gehalten werden. Die Spieler
symbolisierten unter anderem die Sonne, den Wind und die Götter. Die
Mannschaften waren nicht nur einfache Sportler, im Gegenteil, ihr
Auftrag war es sozusagen, für den Fortbestand des Universums zu sorgen.
Natürlich auf symbolischer Basis. Der Spielführer und manchmal
auch die gesammte Verlierermannschaft wurden nach dem Spiel den Göttern
geopfert. Ihr Blut galt als besonders bevorzugtes für die Götter. In
der Zeit zwischen 1000 - 1500 n.Chr. wurden die Zapoteken aus ihrer
Heimat vertrieben. Die Mixteken eroberten Monte Albán und siedelten
selbst in der Stadt. Das Volk der Zapoteken wanderte weiter und gründete ihrer neue Hauptstadt Mitla. Die
neue Hauptstadt dewr Zapoteken umschließt fünf Palastkomplexe vom
meisterhafter Architektur. Die Atzteken, aus deren Sprache der Name
Mitla stammt, bezeichneten den Ort als "Stadt der Toten", was auch die
eigentliche Bedeutung des Wortes Mitla ist. Einige Forscher vermuten auch, dass Mitla keine rein Zapotekische Stadt war, sondern ebenfalls Mixtekischen Einfluß unterlag. Obwohl
die Ausgrabungstelle heute auf den ersten Blick für die meisten
Besucher eher enttäuschend erscheint, trügt dieser Eindruck.Der erste
große Hof, den man sehen kann, ist an drei Seiten umschlossen von
prächtigen Gebäuden in desser zentrum sich ein Tempel befindet. Die
gesamte Architektur dieser Stadt läßt auf ein hohes künstlerisches
sowie technisches Wissen schließen. In allen Gebäuden finden sich
Hinweise auf die Mythologie der Zapoteken, die sich ebenfalls bei den
Mixteken, Atzteken, Maya und anderen indianischen Völkern Südamerikas
und Mexikos wieder finden. Als die Spanier später nach Mitla
kamen, standen die Zapoteken erneut unter der Herrschaft der Mixteken
und hatten keine eigenen Städte mehr. Monte Albán wurde zu dieser Zeit bereits nur noch als Begräbnisstätte der Mixteken benutzt. Heute
leben noch etwa 30000 Zapoteken im Tal von Oaxaca, wo sich auch Monte
Albán befindet. Und obwohl sie ab dem Jahre 1521 immer mehr
christianisiert wurden, finden sich bis heute Elemente aus dem alten
Volksglauben in ihren christlichen Ritualen wieder. Manche wurden sehr
verfremdet, was schon aus Angst vor den damaligen spanischen
Missionaren geschah, andere haben ihren ursprünglichen Charakter
behalten. Wie auch die Schriften der Maya, sind die schriftlichen
Aufzeichnungen der Zapoteken, die es durchaus gegeben haben soll von
den Spaniern als "Teufelswerk" verbrannt worden. So gingen wie
leider viel zu oft, unwiderbringliche Zeugnisse der Geschichte und
Mythologie und vielleicht auch über deren Ursprung für immer verloren.
Die Zapoteken, oder auch Wolkenmenschen genannt, siedelten sich in der
Zeit um 500 v. Chr. am Berg Mon-teh al-Ban oder einfach Monte Albán an.
Sie gründeten eine Art Stadtstaat und lebten dort als seßhafte
Stadtbewohner. Zur Blütezeit der Zapoteken, welche zwischen 200 - 800
n.Chr. stattfand, lebten bis zu über 16000 Menschen in der
terassenförmig angelegten Stadt.
Weitere Artikeln zu diesen Thema 25.08.2005 Entdeckte Schliemann in Troja eine Energieerzeugung auf Swastiakbasis, ohne das es je einer bemerkte? 14.10.2003 Ursprung Bön-Überlieferung 29.07.2003 Anasazi 29.07.2003 Tolteken 26.07.2003 Olmeken 26.07.2003 Maya 26.07.2003 Osterinsel 26.07.2003 Die Germanen 26.07.2003 Zapoteken
|
|