|
|
Die Germanen
[26.07.2003] er Griechen Götter wurden laut gepriesen, Ägyptens Götzen grub man aus dem Staub. Man wühlt und wühlt in Romas Marmorfließen, Um zu entringen der Vernichtung Raub. Was tausende von Jahren eingeschachtet, Germanengötter blieben unbeachtet.
Vergessen und allein in kühler Grotte Weilt Saga, von Erinnerung genährt Die ihr zurückruft, wie sie einst dem Gotte In gold'ner Schale Weisheitstrank gewährt Und ihm erzählte von den Urweltstagen Vor Odin lag die Wahrheit aufgeschlagen
Ursprung der Germanen Genauso
wie bis heute nicht genau geklärt werden konnte, wo der eigentliche
Ursprung der Germanen lag, ist auch die Bedeutung des Namens "Germanen"
nicht bekannt. Es gibt einige Vermutungen, was die Bedeutung des
Namens angeht. Die Theorien reichen von "Speermänner" bis zu dem
lateinischen Wort "germen", was Menschen mit gleichen Eltern bedeutet.
Vielleicht ist dies ein Hinweis darauf, das es sich um Großfamilien
handelte. Aber es ist auch möglich, daß es lediglich ein Oberbegriff
für einige Stämme aus dem rheinischen Raum war, die von den Römern
damals nur schwer auseinander zuhalten waren. Zu den verschiedenen
Stämmen dieser rheinischen Germanen sollen auch die Franken, Sachsen,
Jüten, Angeln und Cherusker gehört haben. Daher ist es im Grunde
schwer vorstellbar, daß sich diese Vöälker alle unter dem Begriff
Germanen als zu einem Volk gehörig fühlten. Zudem führten die Stämme untereinander auch häufige Kriege und unterschieden sich zudem auch in ihren Sprachen. Sprachwissenschaftler
haben herausgefunden, das die meisten der europäischen Sprachen
ursprünglich aus dem indischen Raum stammen. Daraus kann man heute
schließen, das die Germanen irgendwann einmal dort ihren Ursprung
hatten, so wie auch die Perser, Griechen, Kelten und noch einige
andere. Doch obwohl man zwar den sprachlichen Ursprung sozusagen
ermitteln konnte, weiß man eben noch immer nicht, wie sie zu dem Volk
der Germanen wurden und welchen Weg sie schlußendlich nahmen. Leider
scheinen sie zu dieser Zeit auch noch keine eigene Schrift gekannt zu
haben und nutzten auch keine andere. Erst sehr spät entwickelten sie
ein Schriftsystem. Um das Jahr 200 hatten sie ihre Schrift soweit
entwickelt, daß sie daraus so etwas wie ein Alphabet erstellten, was
sie Futhark nannten. Diese, uns heute als Runen bekannte Schrift, wurde jedoch meist nur für magische Schriften verwendet.

Die Herkunft der Runen, liegt bis heute im Dunkel der Geschichte. Auch
in den wissenschaftlichen Kreisen, gibt es verschiedene Theorien
darüber, ob diese Schriftzeichen ursprünglich aus den
Mittelmeersprachen entstammen, oder eine weiter Entwicklung der
germanischen und Keltischen Stämme sind. Die Alphabete der Runen,
werden "Futhark" genannt. Was sich aus den ersten Runenzeichen ergeben
hat. Es gibt auch gleich einige verschiedene Futharks: Das älteste Futhark hat 24 Zeichen und ist wohl das am häufigsten verwendete. Angeblich soll es ca. 200 v. Chr. entstanden sein und sich dann bis um 500 nach Chr. gehalten haben. Das jüngere Furthark wurde dann so gegen 700 n. Chr. entwickelt und bestand nur noch aus 16 Runen. Und das angelsächsische Futhork besteht aus 33 Runen und war bis ins 10. Jahrhundert im Gebrauch. Das
Armanen-Futhark, mit 18 Runen, ist jedoch eine künstliche Erfindung von
Guido von List um 1920. Er benötigte diese Erfindung, für ein Runenlied
von Odin. Die Runen ansich, sind aus einer magisch - bildlichen
Tradition heraus entstanden und nicht aus einer sprachlichen. Was ihre
Untersuchung etwas erschwert. Über den Ursprung, der Runen, gibt es verschiedene Theorien, die jedoch alle nicht sonderlich überzeugen. Eine
Theorie besagt, daß im zweiten Jahrhundert, die italienische Halbinsel,
von Zipern und den Teutonen erobert wurde und dort die Berührung, der
nordetruskischen und der lateinen Schrift statt fand. Sie erkannten
angeblich die Bedeutung der Schrift und schufen nach diesem Vorbild die
Runen. Diese Darstellung, läßt die germanischen Schriftentwickler, als
einfalls- und kulturlose Barbaren erscheinen. Doch wenn man die Kunst und Handwerklichen Fähigkeiten betrachtet, ist dieses eigentlich wenig vorstellbar. Durch
die Mischung, verschiedener Sprachen, ist es heute kaum noch
nachvollziehbar, woher die Runen nun wirklich stammen. Doch in den
nordischen Göttergeschichten, wird berichtet, daß diese Schrift bereits
vor Anbruch der Menschenwelt existierte. Diese Überlieferung, verleihzt
den Runen vielleicht auch, die magische Wirkung, die ihnen immer wieder
nachgesagt wird. Das erstaunlichste ist, das viele Runenzeichen
bis in unsere heutige Zeit verwendet werden, was vielleicht an der
unbewußten Wirkung liegt, die diese Zeichen auch heute noch auf uns
ausüben. So zum Beispiel das Hagalaz, welches als Symbol der
amerikaniuschen Notarztwagen benutzt wird und ebenso das Andreas Kreuz,
welches bei den Runen Gebo heißt. Und sogar an alten Fachwerkhäusern kann man Runen entdecken, die die Bewohner schützen und segnen sollten. Doch gerade dort muß man zwischen statischer Funktion und Kunst am Bau unterscheiden. Den nicht alles, was wie eine Rune aussieht, ist auch eine.
Religion der Germanen Der religiöse Glaube der Germanen ist sehr viel vielschichtiger, als gemeinhin angenommen wird. In
ihrem Glauben orientierten sie sich nicht nur an den Göttern. Auch
Riesen, Zwerge und Elfen hatten ihren Platz in der germanischen
Glaubenswelt. Auch der Unterschied zwischen gut und böse, kann
nicht eindeutig definiert werden. Alle Gestallten, die in der
mythologischen Welt der Germanen existierten, hatten einen
entscheidenden Einfluß auf die Stämme der Germanen. Obwohl die
germanischen Götter häufig in Streit mit den anderen Wesen hatten, so
wie zum Beispiel mit den Riesen, lebten die mythologischen Gestallten
trotzallem in einer Art Einklang miteinander. Es gibt sogar gemeinsammen Nachwuchs der Götter und anderer mythologischen Geschöpfen. Der
germanische Kriegsgott "Tyr" soll zum Beispiel aus der Verbindung
zwischen dem Gott Odin und einer Riesin, deren Name nicht bekannt ist,
hervorgegangen sein. Auch die Verwandtschaftsverhältnisse in der
mythologischen Welt der Germanen ist schwer durchschaubar. Und wie so häufig gibt es zu viele Theorien darüber, um sie hier alle aufzuzählen und näher auf sie einzugehen. Das germanische Wort "Asatru" hat die Bedeutung "Bekenntnis zu den Göttern des Nordens". Doch wie bereits erwähnt ist das verwandschaftliche Verhältnis der Götter sehr verworren. Ursprünglich sollen die Götter aus zwei großen Familien entstammen. Einige
der Götter sollen auch aus dem Geschlecht der Riesen stammen und
gleichzeitig auch zu den Asen ( einer der Götterfamilien) gehören. Hier noch eine kleine Übersicht der germanischen Götter und ihre verwandtschaftlichen Verhältnisse:
Odin Auch
als Wotan oder Woden bekannt ist der oberste Gott der Germanen.
Sozusagen das Gegenstück zum griechischen Zeus. Gelebt soll er in der
Götterburg "Asgard" haben. Sein Aufgabenbereich war vielseitig und
beinhaltete unter anderem die Poesie, das Wissen, Magie und auch Krieg
und die Toten. Begleitet wurde Odin von zwei Raben, mit den Namen
Hugin(Gedanke) und Munin (Gedächtnis), sowie von zwei Wölfen, die auf
die Namen Geri(Gierig) und Freki (Gefräßig) hörten. Laut der Sage
hat Odin, oder Wotan, ganz wie man es bevorzugt, keine Speisen zu sich
genommen. Er soll sich ausschließlich von "erhabenem Wein" ernährt
haben. Er besaß auch einen Speer, welcher ebenfalls einen Namen
hatte und niemals sein Ziel verfehlte. Der Name des Speers war
"Grungnir". Odins hauptbemühen galt dem Ende dieser Welt, dem sogenannten "Ragnarok", das er so weit wie möglich aufschieben wollte. Zu diesem Zweck befragte er auch ein "Auge", welches ihm alle Weisheit von Mimir eröffnete. Odin war der Vater einiger der germanischen Göttersöhne und der Gemahl von Frigg.
Frigg Sie ist die Frau von Odin und auch unter den Namen "Frigga" oder "Fricka" bekannt. Sie
wird als Göttin der Frauen, besonders der Frauen im mittleren Alter,
verehrt und ist ebenfalls zuständig für Heim, Familie und den
Hausfrieden. Aber auch bei Gebirten wurde sie angerufen.
Thor Odins
Sohn Thor, auch bekannt unter den Namen Donar oder Thunar. Seine
hervorstechensten Merkmale sind seine muskulöse Statur und sein roter
Bart. Er war den Menschen immer wohlgesonnen und befand sich in
einem permanenten Kampf gegen die Riesen, um die Götter und Menschen
gleichermaßen vor ihnen zu schützen. Er trug ständig seinen
Hammer, mit Namen "Mjöllnir", seinen berühmten Eisenhandschuh und einen
Kraftgürtel bei sich, um so den Riesen entgegen zutreten. Thor
gehörte zu den beliebtesten Göttern der Germanen. Verehrt wurde er
unter anderem als Gewittergott, der die Blitze schleudert und den
Donner erschallen läßt. Da er ein großer Freund der Menschen war,
galt er bei den germanischen Bauern auch als Fruchtbarkeitsgott,
weshalb man bei den Germanen bei einer Hochzeit auch der Braut
symbolich einen Hammer (Thorshammer) in den Schoß legte. Thor besaß außerdem noch einen Wagen, mit dem er sich auf der Erde, sowie am Himmel fortbewegen konnte. Gezogen wurde dieser Wagen von zwei Böcken, die auf die Namen Zahnknirscher und Zahnlücke hörten.
Tyr In verschiedenen Regionen trägt er auch die Namen Saxnot, Tiwaz,Tiu oder Ziu. Er
war der Himmels- und Regengott und es wird angenommen, das Tyr einmal
der eigentliche, oberste Gott war, bevor er durch Odin verdrängt wurde.
Desweiteren wurde er auch als Kriegsgott angerufen, damit er ihnen Glück in der Schlacht brachte. Es gibt eine sogenannte Tiwaz-Rune, die ihm entsprechen soll und die oft auf die Waffen geritzt wurden, da sie Sieg bedeutete.
Baldur Auch
Balder genannt, war der Sohn von Odin und Frigg. Er war der strahlende
Lichtgott, der das Gute und die Gerechtigkeit verkörperte. Durch
Loki angestiftet, wird Baldur von Hödr getötet. Zur Mittsommernacht
wird auch heutzutage von einigen "Heiden" ein Fest zu seinen Ehren
gefeiert. Er gehörte mit zu den beliebtesten Göttern. Man sagte
ihm nach, das durch ihn die Blumen wachsen und er immer zum Wohle aller
entschied.
Loki Loki, sozusagen die schillernst Gestallt in der germanischen Götterwelt. Von seiner Abkunft her eigentlich kein Gott, entstammt er einem Riesengeschlecht. Als Blutsbruder von Odin, wird er von diesem nach Asgard gebracht. Immer
wieder bringt Loki Unglück über die germanischen Götter, bis er eines
Tages sogar ausschlaggebend für den Untergang der Götter verantwortlich
wird. Zusammen mit der Riesin Angrboda zeugt Loki drei "Monster",
die Midgardschlange, den Wolf Fenrir und die Totengöttin Hel, von denen
die Götter später in bekämpft werden. Loki ist zwar intelligent,
aber auch chaotisch und seine "Grenzüberschreitungen" haben meist einen
destruktiven Charakter, im Gegensatz zu Odin, bei dem die Kreativität
überwiegte.
Weitere Artikeln zu diesen Thema 25.08.2005 Entdeckte Schliemann in Troja eine Energieerzeugung auf Swastiakbasis, ohne das es je einer bemerkte? 14.10.2003 Ursprung Bön-Überlieferung 29.07.2003 Anasazi 29.07.2003 Tolteken 26.07.2003 Olmeken 26.07.2003 Maya 26.07.2003 Osterinsel 26.07.2003 Die Germanen 26.07.2003 Zapoteken
|
|