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Rubrik: Kraftstoffe

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Autos mit Gasantrieb werden durch die sprunghaft gestiegenen Benzin- und Dieselpreise immer attraktiver. Das hat eine aktuelle Vollkostenrechnung des ADAC ergeben. Verglichen wurden dabei 19 aktuelle Erdgas- und 35 Autogasmodelle. Ergebnis: Bei 15 000 Kilometern Fahrleistung im Jahr und einer Haltedauer von vier Jahren sparen Erdgasfahrer im Durchschnitt 3,2 Cent pro Kilometer oder 480 Euro pro Jahr gegenüber dem vergleichbaren Benziner. Gegenüber dem Diesel fährt das Erdgasauto um drei Cent günstiger (450 Euro im Jahr).


E10-Pläne auf dem Prüfstand
Der ADAC begrüßt die Ankündigung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, die geplante höhere Pflichtbeimischung von Ethanol im Benzin zu stoppen, wenn sie für zu viele Autofahrer mit negativen Konsequenzen verbunden wäre. „Angesichts der Tatsache, dass mehr als drei Millionen Fahrzeuge nicht für den Betrieb von E10 geeignet sind, kann es gar keine andere Entscheidung geben“, so ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker. „Es wäre eine Zumutung für die betroffenen Autofahrer, wenn sie zur Vermeidung von Motorschäden von Super- oder Normalbenzin auf das bis zu 15 Cent teurere Super Plus umsteigen müssten.“

Ethanolbeimischung [25.02.2008]

Super soll bleiben
ADAC: Kosten für Biospriteinführung nicht den Autofahrern aufbürden
Die Befürchtungen des ADAC scheinen sich zu bestätigen: Nach aktuellen Berechnungen werden mindestens zwei Millionen Fahrzeuge mit Benzinmotor den geplanten Biosprit mit zehnprozentigem Anteil an Bioethanol (E10) nicht vertragen. Daraus ergeben sich nach Ansicht des Clubs zwei Forderungen:


Die Schrecksekunde an der Zapfsäule kennen viele Autofahrer: Allein der ADAC wird pro Jahr 5000 Mal zu Fehlbetankungen gerufen. Schon das bloße Anlassen eines Diesels mit Benzin im Tank kann zu einem Motorschaden mit Reparaturkosten bis zu 7000 Euro führen.
Besonders moderne Dieselmotoren mit direkter Einspritzung wie Common-Rail oder Pumpe-Düse sollten selbst bei minimalen Fehlbetankungen nicht mehr gestartet werden. Der Tankinhalt muss abgelassen, das Kraftstoff-System gereinigt und neu mit Diesel befüllt werden.


Autofahrer, die mit billigem Ethanol-Sprit Benzinkosten sparen wollen, riskieren laut ADAC Schäden am Motor. Der neue Bio-Kraftstoff – egal ob in Reinform als E-100-Sprit oder als Benzinmischung mit einem Anteil von 50 bis 85 Prozent Ethanol (E-50, E-85) – ist für herkömmliche Ottomotoren nicht geeignet. Manche Kunststoffe wie Schläuche und Dichtungen quellen bei Kontakt mit dem Bio-Sprit auf. Außerdem greift er Leichtmetalle und Stahl an, warnen ADAC-Experten. Der Kraftstoff wird derzeit an einigen Tankstellen in unterschiedlichen Mischungen rund zehn Prozent billiger als Normalbenzin angeboten.


liefern uns die Hühner in Zukunft nicht nur Eier, sondern auch den Diesel der Zukunft?

Bericht in Bild der Wissenschaft:

Bio-Treibstoff aus Hühnerdung hergestellt
Wissenschaftler scheinen einen Weg gefunden zu haben, mit Hühnerdung einen umweltfreundlichen Treibstoff herzustellen.


Die Shell Kraftstoff-Forschung hat ein neues Spitzenprodukt entwickelt, das jetzt unter dem Namen Shell Optimax auf den Markt kommt. Die Zapfsäulen und Zapfpistolen werden mit dem Optimax-Design deutlich gekennzeichnet. Bereits im Juni soll das neue Benzin an bundesweit 900 Tankstellen verkauft werden. Es ist geplant, das Angebot schrittweise auf alle knapp 1600 Shell Stationen auszudehnen. Der Kraftstoff wurde entwickelt, um dem wichtigsten Kundenwunsch nach Motorschonung in besonderem Maße zu entsprechen.



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