Im
Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Studie „Wenn Töchter
weiterführen - Erfolgreiche Unternehmensnachfolge durch Frauen“
präsentiert, die vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und
Jugend finanziell unterstützt
wurde. "Zahlreiche internationale Studien belegen, dass sich eine
gleichmäßige Verteilung der Geschlechter in den Entscheidungsgremien
von Unternehmen positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt und sich
bezahlt macht. Ein klarer Wettbewerbsvorteil, den man
gerade auch jetzt, in einer wirtschaftlich angespannten Zeit, nicht
unterschätzen darf. Die vorliegende Studie, die sich speziell mit der
Situation in Österreich auseinandersetzt, soll Frauen, die vor der
Entscheidung einer Unternehmensnachfolge stehen, Mut
machen, diesen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft zu wagen und somit
einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung von
Arbeitsplätzen in Österreich zu leisten", sagte die Staatssekretärin.
In ihren Ausführungen wies
Marek auch auf die Maßnahmen des Wirtschaftsministeriums zur Förderung
von Frauen und die von ihr im Jahr 2008 ins Leben gerufene "Initiative
Frauenförderung" unter dem Motto "Auf Frauen verzichten,
heißt Geld vernichten" hin, bei der in Zusammenarbeit mit der aws
(austria wirtschaftsservice) Unternehmen für beispielhafte
Frauenförderpläne ausgezeichnet wurden. "Diese Initiative werden wir
selbstverständlich auch im kommenden Jahr fortsetzen. Ziel dabei
ist es, Frauenförderung einen noch wichtigeren Stellenwert in
österreichischen Betrieben zu verschaffen und mit Mitteln der
Wirtschaftsförderung voranzubringen", so die Staatssekretärin. "Ich
bekenne mich auch zur aktiven Förderung von Frauen in
Spitzenpositionen.
Hier brauchen wir ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen, wie etwa die im
Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung vorgesehene Datenbank für
Aufsichtsratsfunktionen nach norwegischem Vorbild."
Abschließend hob die
Staatssekretärin hervor, dass selbstverständlich auch die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der
Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt spiele. Diese werde beispielsweise
durch die Einführung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes,
eine gezielte Beratung und Unterstützung beim Wiedereinstieg, den
laufenden Ausbau der Kinderbetreuungsangebote speziell für die unter
3-Jährigen oder auch durch die Förderung flexibler Betreuungsangebote
verbessert. Auch die Steuerreform 2009 mit dem Entlastungspaket für
Familien in Höhe von 510 Millionen Euro und der Absetzbarkeit der
Kinderbetreuungskosten leistet einen wesentlichen Beitrag. "Die
finanzielle Unterstützung der Familien, die Schaffung adäquater
Rahmenbedingungen und Maßnahmen für eine familienfreundlichere
Wirtschaft sind die wichtigsten Säulen, um die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf in den kommenden Jahren voranzutreiben und somit auch
die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern",
so Marek.
6.10.2009
Rückfragehinweis:Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl, Tel.: (01) 711 00-5838
Presseabteilung: Mag. Wolfgang Schneider, Tel.: (01) 711 00-5130