|
„Große Einheiten von Soldaten in Kampfanzügen waren zu sehen, die Maschinengewehre, mit Nägeln bespickte Metallschläger und Feuerlöscher trugen, während Polizeibusse, Lastwagen und gepanzerte Mannschaftswagen die Straßen blockierten“. So beschreiben zwei ausländische Journalisten die derzeitige Lage in Ngaba. Stunden, nachdem sich Tenzin Wangmo, eine 20jährige Nonne aus dem Kloster Mamae bei Ngaba, am Montag in Brand gesetzt hatte, erhielten zwei Journalisten von AFP die „seltene Erlaubnis, die Stadt zu betreten“. Robert Saiget von Agence France Presse meldete aus Ngaba, daß „Sicherheitskräfte, viele mit Antikrawall-Schildern und Eisenkeulen bewaffnet, die Straßen der Stadt säumen“.
|
Berlin (FDI)
– Am 6. September
2011 hat ein Gericht in Batam, Indonesien, Herrn
Gatot Machali zu
sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er als
Manager der
Radiostation Era Baru Berichte über die Lage der
Menschenrechte,
u.a. hinsichtlich der Verfolgung von Falun Gong,
in die VR-China
ausgestrahlt hatte. Außerdem verhängte der
Richter eine Geldstrafe
von umgerechnet 4.300 Euro. Machali hat
angekündigt, gegen das
Urteil Berufung einzulegen.
|
Falun Gong Anhänger nach 15 Monaten Haft vor GerichtFrankfurt / Hanoi (4. Oktober 2011) – Zwei in Vietnam inhaftierten Mitgliedern der Meditationsbewe-gung Falun Gong soll am kommenden Donnerstag, 6. Oktober, wegen „illegaler Verbreitung von Informationen im Telekommunikationsnetz“ in Hanoi der Prozess gemacht werden, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Mit drei Kurz-Wellen-Radiosendern hatten sie Informationen über Falung Gong in die Volksrepublik China gesendet. Bei einer Verurteilung drohen den beiden Falun Gong Aktivisten bis zu sieben Jahren Haft, so die IGFM. Da Falun Gong in Vietnam nicht verboten ist, zweifelt die IGFM an der Rechtsmäßigkeit der Strafverfolgung.
|
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fürchtet, dass China mit Taiwan ein doppeltes Spiel betreibt. "Während Peking sich äußerlich um eine Verbesserung der Beziehungen zu Taiwan bemüht, nimmt sein militärischer Druck auf die Inselrepublik immer weiter zu", warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. "Peking geht nicht ehrlich mit Taiwan um. Wenn die Angst vor einem militärisch immer stärkeren China wächst, ist es verständlich, dass sich Taiwan in den USA um neue Rüstungslieferungen zu seiner Selbstverteidigung bemüht." Peking hatte gestern verärgert auf die Zusage der USA reagiert, taiwanesische Kampfflugzeuge zu modernisieren.
|
IGFM: Abschiebung in die Volksrepublik China nicht zu verantworten Frankfurt am Main (7. September 2011) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrecht (IGFM) kritisiert die drohende Abschiebung von Angehörigen der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong in die Volksrepublik China. Falun Gong sei die in China am härtesten verfolgte religiöse Minderheit. Die IGFM verwies auf einen ähnlichen Fall, bei dem ein Chinese unmittelbar nach seiner Abschiebung aus Deutschland verhaftet und zu drei Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt wurde. Noch heute würde in der Volksrepublik systematisch Lager zur „Umerziehung durch Arbeit“ und Folter eingesetzt, um Aktivisten der Demokratiebewegung, Bürgerrechtler, Gewerkschafter und Angehörige religiöser Minderheiten zum Schweigen zu bringen.
|

Arme Irre! Am 6. Juli 2011 nahm die chinesische Polizei den Mönch Dorgay des zur
Gemeinde Dickyi im Bezirk Nagchu, TAR, gehörenden Klosters Shabten fest.
In den frühen Morgenstunden dieses Tages, etwa um 5 Uhr, packte Dorgay
1500 - 2000 weiße Khataks (Seidenschals) in ein Fahrzeug und fuhr los.
Zum 76. Geburtstag des Dalai Lama band er diese weißen Glück bringenden
Symbole in der Gegend von Nagchu an Bäume, Strommasten und wo immer nur
möglich, während er für dessen langes Leben betete. Kaum war er ins
Kloster zurückgekehrt, da stand auch schon die Polizei da und fragte ihn,
ob er es gewesen sei, der die weißen Schals über ganz Nagchu verteilt
habe. Er bekannte sich zu seiner Tat. Die Polizei nahm ihn sofort fest
und führte ihn ab. Sein Verbleib ist bis heute ungeklärt. Seine
Angehörigen und andere Mönche des Klosters Shabten versuchten vergeblich,
ihn ausfindig zu machen.
|
Uiguren, Tibeter und Mongolen müssen in die Planung des China- Kulturjahres 2012 in Deutschland beteiligt werden. Diese Forderung haben Angehörige dieser Volksgruppen im deutschen Exil am Dienstag mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in München unterstrichen. Unterstützt wurden sie von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Die Menschenrechtsorganisation hat an die Ministerpräsidenten der Bundesländer und die Oberbürgermeister der 80 größten deutschen Städte appelliert, im Rahmen der offiziell von der deutschen und chinesischen Regierung vereinbarten Feiern auch über die Unterdrückung von Kultur und Künstlern in China zu informieren. "Jede Woche werden neue Autoren und Künstler von den chinesischen Behörden mundtot gemacht. Deutschland darf dazu nicht schweigen", heißt es in den Schreiben der GfbV an die Politiker.
|
Mindestens drei Zivilisten sind durch Artilleriebeschuss der iranischen
Armee in den vergangenen zwei Wochen in Irakisch-Kurdistan getötet
worden. Elf wurden verletzt. Nach Informationen des Büros der Gesellschaft
für bedrohte Völker (GfbV) in Arbil, der Hauptstadt des autonomen
Bundesstaates Irakisch-Kurdistan, mussten außerdem hunderte Familien
die Flucht ergreifen.
|
Unter der Schirmherrschaft des chaldäisch-katholischen Bischofs von
Kirkuk, Dr. Luis Sako, treffen am kommenden Montag (18.07.) in der
nordirakischen Stadt rund 150 Persönlichkeiten aller Nationalitäten und
Religionsgemeinschaften des Irak zusammen. Sie wollen darüber beraten,
wie Spannungen zwischen den Volksgruppen abgebaut werden können und
ein friedliches Zusammenleben gewährleistet werden kann. Organisiert wird
die Konferenz von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Sektion Kurdistan
Irak. Erwartet werden Repräsentanten der Kurden, Araber, Turkmenen,
Assyrer-Aramäer-Chaldäer, Yeziden, Schabak, Mandäer, Christen und
Moslems, unter ihnen auch Vertreter der irakischen Zentralregierung in
Bagdad.
|
Die geplante Lieferung von Patrouillenbooten an Angola ist ein flagranter Verstoß gegen deutsche Rüstungsexportrichtlinien, kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). "Denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Angolas Marine die Schiffe auch für den Transport von Soldaten und Militärgütern in die umkämpfte ölreiche Exklave Cabinda einsetzt", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. Zudem könnten die Schiffe für eine See-Blockade Cabindas eingesetzt werden. Eine Genehmigung des Rüstungsexports würde somit gegen die "Allgemeinen Prinzipien" der deutschen Rüstungsexportrichtlinien verstoßen. Demnach ist jede Lieferung verboten, wenn "hinreichender Verdacht" besteht, dass Rüstungsgüter zur internen Repression genutzt werden könnten. Gemäß den Rüstungsexportrichtlinien ist außerdem vor jeder Genehmigung die Menschenrechtslage besonders zu gewichten. In der ölreichen angolanischen Provinz Cabinda ist die Menschenrechtssituation katastrophal. Dort herrschen seit Jahrzehnten bürgerkriegsähnliche Zustände.
|

|
|