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Impressum

Die Monumenta Germaniae Historica (MGH) sind ein Institut zur Erforschung des Mittelalters,

[18.11.2005] das sich auch "Deutsches Institut für Erforschung des Mittelalters" nennt. Das Institut ist aus der 1819 vom Reichsfreiherrn vom Stein gegründeten "Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde" hervorgegangen und seit 1949 in München ansässig.

Oft wird die Bezeichnung "MGH" aber auch auf die vom Institut herausgegebenen Editionen mittelalterlicher Texte bezogen, deren erstes Anliegen es ist, diese Quellen der Forschung zugänglich zu machen. Außerdem wird von den MGH mit dem Deutschen Archiv für Erforschung des Mittelalters (DA) eine der wichtigsten Fachzeitschriften für die mittelalterliche Geschichte herausgegeben.
Derzeitiger Präsident (Leiter) der MGH ist Rudolf Schieffer.
   

Die Publikationen der Monumenta Germaniae Historica erscheinen hauptsächlich in fünf Abteilungen:

  •  I. Scriptores (lateinisch „Schriftsteller“): Editionen narrativer Quellen (Viten, Chroniken, Annalen, Staatsschriften)II. Leges (lateinisch „Gesetze“): Editionen von Volksrechten, Kapitularien, Konzilsbeschlüssen, Formulae u. a.
  • III. Diplomata (lateinisch „Urkunden“): Editionen von Urkunden, vor allem den Urkunden der deutschen Könige und Kaiser derzeit von den Merowingern 481 n. Chr. über die Karolinger, Ottonen und Salier bis hin zu dem Stauferkaiser Friedrich II. 1212.* IV. Epistolae (lateinisch „Briefe“).
  • V. Antiquitates (lateinisch „Altertümer“): Editionen von mittelalterlichen Gedichten, Nekrologien, Memorialbüchern.
Außerdem erscheinen (oder erschienen) bei den Monumenta Germaniae Historica:
  • die Zeitschrift „Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters“ (seit 1937; Vorgänger: die Zeitschrift „Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde", 1876-1935);
  • die Publikationsreihe „Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters“;
  • die Publikationsreihe „Deutsches Mittelalter. Kritische Studientexte“;
  • die Freiherr-vom-Stein-Gedächtnis-Ausgabe mit mittelalterlichen Quellen im lateinischen Originaltext und in deutscher Übersetzung.
Das Projekt der Monumenta Germaniae Historica hatte sich nach dem Wiener Kongress das ehrgeizige Ziel gesetzt, die wesentlichen Geschichtsquellen zur 'deutschen' Vergangenheit zu edieren. Zu dieser ‚deutschen’ Geschichte zählte man von Anfang an auch die der "ausgewanderten deutschen Stämme", die der Vandalen, der Burgunder und der Langobarden ebenso wie die der Angelsachsen. "Bis zu ihrer Vermischung oder ihrem Untergange" gehöre ihre Geschichte "im weiteren Sinne auch zu der unsrigen", heißt es im Plan des Unternehmens für ältere deutsche Geschichtskunde im Jahr 1824.

So verschieden die Auffassungen über den Gegenstand der groß- und kleindeutschen, preußischen, bayrischen oder rheinländischen Vaterlandsliebe in der Gesellschaft waren (vgl. das Motto der MGH sanctus amor patriae dat animum), so groß waren auch die anfänglichen Unklarheiten über den Umfang der Quellensammlung. Etwa wurde die Frage des Anfangs der Sammlung recht kontrovers diskutiert. Grundsätzlich war man sich zwar einig, dass die fränkische Geschichte von der deutschen nicht zu trennen sei und man jedenfalls die fränkischen Quellen auch vor 843 aufnehmen müsse, doch wurde mehrfach auch gefordert (so z. B. von Karl Georg Dümgé), ebenso die römischen Quellen für die älteste Geschichte der Germanen zu berücksichtigen und die Sammlung mit Tacitus beginnen zu lassen; diese Ansicht setzte sich jedoch nicht durch.

Befolgt wurde jedoch die Meinung von Barthold Georg Niebuhr, der gegen die Aufnahme der Quellen einiger der "ausgewanderten Stämme" große Bedenken hatte: die Franken seien zwar ohne weiteres aufzunehmen, weil ja ihr Siedlungsgebiet Teil des karolingischen Reiches gewesen war; aber die Angelsachsen, wandte er ein, seien toto orbe divisi gewesen und die Westgoten nicht minder.
Quelle Wikipedia














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