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Rubrik: Geschichte-Relikte+Artefakte Home | |||||||||
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Wer waren die wirklichen Ureinwohner Amerikas?[28.06.2005] Von John Nugent Politiker und Bürokraten bemühen sich gemeinsam mit einigen indianischen Stammesvertretern eifrig, die wissenschaftlichen Beweise zu unterdrücken. Doch alte Knochen lügen nicht, und sie scheinen schlüssige Hinweise darauf zu liefern, daß die Weißen schon in Amerika waren, ehe die der mongolischen Rasse angehörenden Einwanderer aus der alten Welt dorthin gelangten. Ist Amerika letzten Endes ein "Land der Weißen"? Am prägnantesten formulierte es Leslie Stahl bei einem Interview in einer CBS-Fernsehsendung:
»Es gehörte zu jenen Dingen, an denen keiner je gezweifelt hat. Die ersten Menschen auf diesem Kontinent waren die Indianer. Punkt, Schluß, fertig. Niemand hatte einen Grund, dies zu bezweifeln. Bis heute.« Die Stadt Kennewick liegt im Bundesstaat Washington und zählt 44.000 Einwohner. Der Name bedeutet in einer Indianersprache "Winterhimmel". Doch wie aus einem Artikel im Wall Street Journal hervorgeht, ist in diesem Himmel seit einiger Zeit die Hölle los. Grund dafür ist ein recht eigentlicher Kulturkrieg, der um ein "Kennewick Man" getauftes prähistorisches Skelett entbrannt ist. Im
Juli 1996 stolperten zwei College-Studenten in einer seichten Zone
unweit des Columbia River im Südwesten des Staates Washington
buchstäblich über einen menschlichen Schädel und ein fast vollständig
erhaltenes Skelett. Der örtliche Gerichtsbeschauer argwöhnte zunächst,
hier habe man es mit einem klassischen Mordfall zu tun, doch irgend
etwas stimmte nicht. Er zog einen Archäologen namens James C. Chatters
zu Rate, der das Skelett auf einem Tisch zusammensetzte. »Es erinnerte
sofort ganz auffallend an das eines weißen europäischen Siedlers [aus
dem 19. Jahrhundert]«, sagte er später in der Sendung 60 Minutes,
»abgesehen davon, daß in seiner Hüfte eine Clovis-Speerspitze steckte«.Kennzeichnend für die Clovis-Steinbearbeitung ist die hohes Geschick erheischende Herstellung von beidseitig geschärften Speerspitzen. Ähnliche Steinwaffen sind in Frankreich und Spanien gefunden worden; man ordnet sie der "Solutréen" genannten Kultur zu. Einige Archäologen meinen, der amerikanische Clovis-Speer könnte tatsächlich nach europäischem Vorbild angefertigt worden sein. Unser Kennewick Man wurde mittels der Radiocarbon-Methode auf sein Alter untersucht. Dieses betrug 9.400 Jahre. Ganz aufgeregt sagte Chatters zu Leslie Stahl: »Es handelt sich um eines der ältesten menschlichen Skelette, die man je in Nordamerika entdeckt hat. Ein wahrer Schatz für die Wissenschaft!« ![]() Knochen
des Kennewick Man, vor ihrer Entfernung aus der Uferzone des Columbia
River bei Kennewick, Washington, photographiert. Man konnte ermitteln,
daß die Überreste zu einem Mann gehört hatten, der 1,73 m maß; diese
Größe liegt weit über derjenigen fast aller auf dem nordamerikanischen
Kontinent ausgegrabenen Indianerskelette. Die wohlbegründete Annahme,
der Kennewick Man könnte der Vertreter einer der ältesten Kulturen
Westeuropas gewesen sein, stimmt mit dem Ergebnis genetischer Studien
überein, die im Center for the Study of the First Americans an der
Oregon State University vorgenommen worden sind. Dieses Institut führt
auf beiden Seiten des Atlantik Forschungen durch, u.a. auch an Orten
wie einer rituellen Begräbnisstätte in Labrador. Dort fand man ein
guterhaltenes Skelett, das fast mit Sicherheit einem weißen Menschen
gehört hat und über 7000 Jahre alt ist. Obgleich die Wissenschaftler
heute über immer bessere Arbeitstechniken verfügen, werden ihnen aus
politischen Gründen alle auch nur erdenklichen Steine in den Weg
gelegt. Die fleißig betriebene Geschichtsfälschung zum Zweck der
Verunglimpfung des weißen Mannes dient in erster Linie nicht den
Interessen der Indianer, sondern jenen ganz anderer Gruppen. Politisch brisant wurde die Angelegenheit dadurch, daß der Kennewick Man möglicherweise ein Weißer war. Sollte diese Hypothese zutreffen, wäre es auch nicht verwunderlich, daß er weitaus größer war als die meisten indianischen Skelette; mit 1,73 m lag seine Körpergröße sogar um 2,5 cm über derjenigen eines durchschnittlich groß gewachsenen Soldaten des amerikanischen Freiheitskrieges. Er dürfte zwischen 40 und 55 Jahre alt geworden sein, was bedeutet, daß er bei seinem Tod ein für seine Zeit schon recht betagter Mann war. Unter Zuhilfenahme forensischer Techniken, die zeigen, wie der Gebrauch der Muskeln sich im Laufe der Jahre auf den Knochenwuchs auswirkt, kam Chatters zum Schluß, der Kennewick Man müsse »einen gleichmäßigen Gang« gehabt haben, »obgleich mir noch nie ein so übel zugerichteter Mensch unter die Finger gekommen ist.« Der Mann war ohne jeden Zweifel oft verwundet worden und noch angeschlagener als ein von tausend Kämpfen gezeichneter Rugby-Verteidiger; dennoch ergab sein Knochenwuchs, das er beim Gehen nicht hinkte, ja nicht einmal einseitig den einen Fuß belastete. »Er ging stramm seines Weges und schnitt auch keine Grimassen, die seine Gesichtsmuskulatur geprägt hätten.« Chatters stellt unter Hinweis auf Schädelform und Gesichtsknochen des Kennewick Man die Hypothese auf, dieser prähistorische Mensch könne dem für sein Machogehabe berühmten britischen Schauspieler Patrick Stewart geglichen haben. Allerdings sind Rekonstruktionen, die sich ausschließlich auf Knochen und Schädel stützen, stets riskant; Faktoren wie etwa die Dicke der Lippen usw. bleiben weitgehend der Phantasie überlassen, und niemand weiß, welche Haut- und Haarfarbe solch ein fossiler Mensch aufgewiesen haben mag. Ebensowenig kennen wir die Form und Farbe seiner Augen, und wir wissen nicht, ob sein Haar straff oder kraus war. Wir werden niemals in Erfahrung bringen können, was für eine Sprache er sprach, ob er seine Wunde durch einen Unfall oder im Kampf davontrug, und zu welchen Göttern er betete, sofern er überhaupt eine Religion besaß. Wir wissen nicht darüber Bescheid, ob er irgend jemandes Ahn war oder ob wir letzten Endes gar alle von ihm abstammen. Chatters legt sich nicht darauf fest, daß der Kennewick Man ein Weißer gewesen sei. Er sagt: »Dem Mann gehen eindeutig gewisse Merkmale des klassischen mongolischen Menschentyps ab, dem die modernen Indianer angehören. Er hat einen Langschädel (Schädelindex 73,8) und keinen Rundschädel; das Gesicht ist schmal und hervorspringend und nicht breit und flach. Die Backenknochen sind leicht fliehend, und das Jochbein springt unten nicht vor; der untere Rand der Augenhöhle liegt auf einer Ebene mit dem oberen. Andere Merkmale sind eine lange, breite Nase, die stark aus dem Gesicht hervorsticht, und hohe, runde Augenhöhlen. Der Kiefer weist die Form eines V auf; das Kinn ist ausgeprägt und tief. Viele dieser Kennzeichen sprechen eindeutig für einen Vertreter der modernen kaukasischen Rasse, während andere, wie die Augenhöhlen, weder für die weiße noch für die mongolische Rasse typisch sind. Die Zähne passen zu dem 1983 von Turner aufgestellten Sundadont-Muster und könnten auf eine mögliche Verwandtschaft mit südasiatischen Völkern hindeuten.« Nicht jedermann war erfreut über den Skelettfund; von den Indianern bis hin zu Clintons Mannschaft im Weißen Haus sorgte er für gewaltigen Ärger. Armin Minthorn, ein religiöser Führer des Umatilla-Stammes, verlangte die sofortige Beisetzung des Skeletts. »Wir betrachten menschliche Überreste als heilig, basta.« ![]() Diese
Aufnahme der Stelle, wo der "Kennewick Man", das Fossil eines
möglicherweise der weißen Rasse angehörenden Menschen, im Juli 1996
entdeckt wurde, erschien im Juli 1998 in der Zeitung The Tri-City Herald,
im US-Staat Washington. Vier Monate zuvor hatte das Pionierkorps die
Stätte unter 2.000 Tonnen Schutt und Kies vergraben. Als die Überreste
des prähistorischen Menschen vorgefunden wurden, nahmen die Indianer
an, es handle sich um einen ihrer Ahnen. Die Regierung in Washington
saß in der Klemme; einerseits hatte sie die Pflicht, die historische
Wahrheitsfindung zu fördern, andererseits sah sie sich politischem
Druck ausgesetzt. Dies ging aus einer widersprüchlichen Stellungnahme
von Francis McManamon, dem Chefarchäologen des US-Innenministeriums,
hervor. Am 30. Oktober 1998 sagte er zum Herald: »Wir hoffen, in
den nächsten Monaten eine mittlere Position zu finden, aus welcher die
sich aus diesem Fund zwangsläufig ergebenden Fragen wissenschaftlich
und endgültig beantwortet werden können.« ![]() Seine
Familienangehörige schauen zu, wie Alan Cliff, ein Indianerhäuptling
aus Benton City, Washington, einen Trommelritus vollführt, während im
Hintergrund ein Hubschrauber der US-Pioniere Geröll und Erde in die
Fundstelle des Kennewick Man abläd, um zu verhindern, daß die
Wissenschaftler weitere Entdeckungen machen, die widerlegen könnten,
daß Angehörige der mongolischen Rasse die ersten Menschen in Amerika
waren. (Der Geröllbehälter befindet sich am Ende des vom Hubschrauber
herunterhängenden Seils hinter dem Gestrüpp.) Der Umatilla-Sprecher meinte, bei dem prähistorischen Menschen müsse es sich um einen Ahnherrn seines Stammes gehandelt haben. Damit wollte er erreichen, daß ein 1990 erlassenes, für die gesamten USA geltendes Gesetz in Kraft trat, demzufolge alle neuentdeckten Indianerskelette oder -knochen den heutigen Indianern übergeben werden müssen, damit diese sie nach eigenem Brauch bestatten können. Insgesamt erheben nicht weniger als fünf Indianerstämme oder -gruppen Anspruch auf die sterblichen Überreste des Kennewick Man. Doch sind sich die Indianer nicht einig darüber, was mit dem Skelett geschehen soll. »Der Coleville-Stamm will es für Studienzwecke freigeben«, sagt Chatters, »doch die Yakimas, Umatillas and Nez Perce fordern seine sofortige Beerdigung.« Über den Standpunkt der Wanapum-Indianer sagte er nichts. Nun hielt Chatters den Zeitpunkt für gekommen, um seine "Atombombe" hochgehen zu lassen: Der Kennewick Man war kein Indianer. »Dies bedeutet, daß die Indianer womöglich nicht die ersten Menschen in Nordamerika waren.« In der CBS-Sendung sieht man Chatters auf der Rechten, wie er einen typischen Indianerschädel untersucht, der ihm zufolge »sehr rund« ist. Auf der Linken ist der Kennewick Man zu erkennen, der, so Chatters weiter, »mit seinem langen Schädel in jeder Gruppe von Indianern sofort auffallen würde«. Auch wer nicht Anthropologie studiert hat, bemerkt gleich, daß der Kennewick Man einen langen, schmalgesichtigen Schädel besaß, wie er für den nordischen Menschentypus kennzeichnend ist. Der nächste Experte, den Stahl zum Interview lud, war Douglas Owsley vom Smithsonian Institute in Washington, D.C. Er pflichtete Chatters bei, daß der Fund »unerhört bedeutsam« sei. Die Wissenschaftler einigten sich darauf, den Kennewick Man sogleich aus dem Staate Washington nach Washington, D.C., zu fliegen. Wie Owsley in der Sendung Sixty Minutes sagte, hat man auf dem Territorium Nordamerikas bisher vier prähistorische Skelette gefunden, die ähnliche nichtindianische Merkmale aufwiesen. Der markanteste Fall ist der in Nevada gefundene "Spirit Cave Man". »Die Frage läßt niemanden gleichgültig: Waren die sogenannten Ur-Amerikaner (Indianer, Eskimos und Aleuter) tatsächlich zuerst hier?« wollte Leslie Stahl wissen. In nüchtern wissenschaftlichem Ton erwiderte Owsley: »Dieses Skelett stellt das in Frage.« Ein anderer Wissenschaftler, der Paläoanthropologe Dennis Stanford vom Smithsonian Institute, äußerte sich wie folgt: »Es ist wahrhaftig von immenser Tragweite, daß es uns vergönnt war, die ganz wenigen Überreste, die man vorgefunden hat, zu studieren. Eine umfassende Untersuchung jedes einzelnen Skeletts kann auf einen Schlag eine Antwort auf so viele Fragen über die Besiedelung Amerikas erteilen.« Leider Gottes untersteht die Gegend, wo der Kennewick Man gefunden wurde, der Kontrolle des Pionierkorps der US-Armee, und das Pionierkorps untersteht seinerseits Clintons Weißem Haus. Dieses verweigerte den Wissenschaftlern des Smithsonian Institute die Genehmigung, den Kennewick Man gen Osten fliegen zu lassen, und ordnete an, die Knochen müßten den Umatillas zum unverzüglichen Begräbnis übergeben werden. »Owsley platzte schier vor Wut«, berichtet Stahl. Der Wissenschaftler reichte Klage gegen das politisch korrekte Pionierkorps ein und begründete diesen Schritt wie folgt:
»Wenn ich dies nicht getan hätte, so hätten die Umatillas das Skelett schnurstracks in einem geheimen Grab beigesetzt.« Im Juni 1998 stoppte US-Richter John Jelders den Fall, indem er das Pionierkorps dazu verpflichtete, das Skelett erneut zu untersuchen. Das Korps gab den Schwarzen Peter ans Innenministerium weiter, doch dieses hatte sieben Monate später immer noch nicht entschieden, was mit dem Skelett anzustellen sei, welches möglicherweise den bahnbrechendsten Fund aus der amerikanischen Urgeschichte darstellt. Eine weitere Glanzidee aus dem Hause Clinton war es, die gesamte Fundstätte einzugraben. Dutch Meier, Presseoffizier des Pionierkorps in Walla Walla, Washington, gab bekannt, daß »von Regierungsseite Interesse am Kennewick Man besteht und aktive Schritte ergriffen werden sollen.« Am 19. Dezember 1997 schrieb William Stelle, regionaler Verwalter des National Marine Fisheries Service in Seattle, an den örtlichen Befehlshaber des Pionierkorps: »Eine vom Weißen Haus angeordnete Untersuchung führte zur Bildung einer Beratergruppe aus Vertretern des Justizministeriums, des Innenministeriums sowie des Korps. Diese Beratergruppe hat das Bezirkskorps von Walla Walla darum ersucht, im Abstand von ca. 3<50 Fuß von der Ausgrabungsstätte eine Schutzzone zu markieren.« Im 60 Minutes-Film sieht man, wie nur wenige Stunden vor Inkrafttreten dieser Kongreß-Anordnung plötzlich Schwärme von Hubschraubern und Lastwagen auftauchten und 2.000 Tonnen Kies sowie Pflanzensamen auf die Ausgrabungsstätte schütteten. Heute wachsen dort überall Bäume und andere Pflanzen, deren Wurzeln immer tiefer in den Boden dieser wissenschaftlich ungeheuer bedeutsamen Zone eindringen, in der die Archäologen doch ihre mühsamen Ausgrabungen hatten fortsetzen wollen. Cleone Hawkinson, ein Archäologe aus Portland, klagte: »Alle Hoffnungen, zusätzliche Knochen vom Skelett des Kennewick Man oder Hinweise auf seine Lebensweise [Werkzeuge, Feuerstätten etc.] zu finden, sind wie Seifenblasen geplatzt.« Doch die Entweihung menschlicher Überreste nimmt munter ihren Fortgang: Nun verschwinden auch Knochenfragmente des Kennewick Man, die auf einen Gerichtsentscheid hin im Burke Museum in Seattle aufbewahrt werden, auf wundersame Weise. Von den ursprünglich zwölf vorgefundenen Schenkelknochenstücken sind nur noch zwei übrig. Owsley prangert den mutmaßlichen Diebstahl zwar als »vorsätzlichen Akt der Entweihung« an, nennt aber keine Verdächtigen. In der Sixty Minutes-Sendung konnte es sich Leslie Stahl nicht verkneifen, den Medizinmann Minthorn zu fragen: »Begreifen Sie denn nicht, warum dieses Skelett soviel Neugierde erregt?« »Nein«, erwiderte der Medizinmann. »Wenn Sie keine weiteren Forschungen zulassen, wie können wir dann herausfinden, wer der Kennewick Man war?«, bohrte Stahl weiter. »Wir wollen es nicht herausfinden«, lautete die Antwort. Wie gelangte der Kennewick Man nach Nordamerika? Sollte der Beweis erbracht werden, daß der Kennewick Man und seine Stammesgenossen, die um 7.400 v. Chr. im pazifischen Nordwesten der heutigen USA lebten, der weißen Rasse angehört haben, stellt sich u.a. die Frage, wie sie dorthin gelangt sind. Sind sie, wie Jahrtausende später Leif Eriksson, gewisse walisische Entdecker, Christoph Kolumbus und andere, westwärts über den Atlantik gesegelt? Oder wanderten prähistorische Weiße aus der weißen Urheimat (die irgendwo zwischen dem heutigen Deutschland und dem Himalaya lag) ostwärts durch Sibirien und von dort aus über dieselbe Landbrücke, über welche später auch Indianer, Eskimos und Alëuter auf den amerikanischen Kontinent strömten? Die Japaner gehören zwar der mongolischen Rasse an, weisen aber einen unverkennbaren weißen Einschlag auf. Nördlich von Tokio bis hin zur Insel Hokkaido (die Stadt Sapporo, wo 1972 die Winterolympiade stattfand, liegt auf demselben Breitengrad wie Maine oder Seattle) haben viele Menschen eine ebenso weiße Haut wie Nordeuropäer. Manche besitzen sogar so typisch europäische Merkmale wie rote Haare oder eine stark hervorspringende Nase, und sie erreichen eine Körpergröße von 180 cm oder mehr. Laut Encyclopedia Britannica (die üblicherweise die Mehrheitsmeinung der Wissenschaftler wiedergibt) waren die frühesten bekannten Bewohner Japans die Vorfahren der heutigen Ainu. Es handelte sich um ein weißes Volk, das seit ca. 8000 v. Chr. in Japan ansässig gewesen sein könnte. Bemerkenswerterweise scheinen sogar bei einige Mongolen "weißes" Blut in den Adern geflossen zu sein. So heißt es, Dschingis Khan sei grünäugig und rothaarig gewesen. Die "japanische Rasse" gelangte zweifellos aus Korea nach Kyushu, Honshu, Hokkaido etc. Es dauerte freilich viele Jahrhunderte, bis es ihr gelungen war, die großenteils bergigen Inseln mitsamt deren kriegerischer weißer Bevölkerung zu unterwerfen. In der Encyclopedia Britannica wird berichtet, die berühmte Kriegerkaste der Samurai sei im 7. Jahrhundert eigens darum geschaffen worden, weil der unaufhörlich tobende Rassenkrieg gegen die Ainu so wenig Fortschritte erbrachte. Erst als die Japaner eine erhebliche Menge Ainu-Blut in sich aufgenommen hatten, glückte es ihnen, die übriggebliebenen reinrassigen Ainu endgültig zu unterjochen. Früher bewohnten die Ainu fast ganz Japan, doch heutzutage leben sie nur noch in Nordhokkaido sowie auf einigen anderen, nicht zu Japan gehörenden Inseln und Halbinseln. Auf der Südinsel Kyushu wurden sie einst von den Japanern als »Kuma-so« (anscheinend der Name zweier Ainu-Stämme) oder auch als »Erdspinnen« (d.h. Höhlenbewohner) bezeichnet. Im Nordosten der Hauptinsel Honshu nannten die Invasoren die dortigen Ainu »Yemishi«. Manchen Forschern zufolge sollen auch die Ureinwohner Okinawas, die Uchinanchu, dem Volk der Ainu angehört haben. Nach vielen Jahrhunderten Krieg ereilte die Ainu schließlich ein düsteres Schicksal. Diejenigen, die überlebten (als Mischlinge, die ihre eigene Sprache weitgehend zugunsten des Japanischen aufgegeben hatten), unterstanden dem furchtbaren Befehl, ihren Nacken zur Enthauptung zu entblößen, wenn immer ein Samurai durch die Straßen ihrer elenden Dörfer stolzierte. Ihre Unterwerfung war in psychologischer wie auch in genetischer Hinsicht vollkommen. Heute hausen sie am nördlichen Rand Japans und werden, genau wie die Ureinwohner Australiens, von Touristenhorden als Attraktion begafft. ![]() Doch leben ihre Gene weiter, und man rühmt jene, die Ainublut in ihren Adern haben, ob ihrer Schönheit. Die nordwestjapanische Küstenstadt Akita (die im Westen vor allem durch ihre den Huskies ähnlichen Hunde bekannt ist) ist in Japan dank ihren gutaussehenden Männern und hübschen Frauen berühmt. »Ihre Haut ist sooo weiß«, seufzte ein japanischer Mann im Gespräch mit dem Verfasser dieser Zeilen sehnsüchtig. Einer der Studenten des Verfassers kam aus Akita und besaß eine weißere Haut als letzterer (dessen Ahnen aus England und Deutschland stammen) sowie eine gutgeformte, große Nase des "französischen Typs". Er war, wie die Japaner sagen, eine »Akita Bijin« (Schönheit aus Akita). Anmerkungen John Nugent ist ein freiberuflicher Schriftsteller, der häufig für die Barnes Review zur Feder greift. Er ist zudem als Grundstücksplaner und Linguist tätig. Übersetzt von Jürgen Graf.
Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(4) (1999), S. 386-390. 2868 Seitenaufrufe Diese Seite Bookmarken Weitere Artikeln zu diesen Thema 22.10.2008 Weiße Indianer hat man in Süd- und Mittelamerika, auch auf Alaska schon des Öfteren gesehen. 12.10.2008 Atlantis aus dem Mund Plato als eine Übersetzung aus dem Jahr 1857 01.08.2008 Erdbebenvorhersage mittels eines Antiken chinesischen Erdbeben-Detektors 15.04.2008 Der Ausbruch des Vulkans Huaynaputina in Peru führte im Jahr 1600 zu Hungersnöten in Europa 16.12.2007 500 Jahre alte Weltkarte bereitet Wissenschaftlern Kopfzerbrechen 16.08.2007 Die Straße und der Schuh des Riesen - Irlands Giant's Causeway ("Damm des Riesen") 04.06.2007 Mexiko: 40.000 Jahre alte Abdrücke von menschlichen Füßen entdeckt 18.12.2006 Atlantis die Rätselfrage! 05.08.2006 Bonifatius, Geschichten und Überlieferungen um den heiligen Wandermönch |
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