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Der Autoverkehr kostet Städte und Gemeinden Milliarden.

[20.09.2002] Autofahren kostet. Das merken nicht nur Besitzer eines Fahrzeugs, sondern auch die Öffentlichen Haushalte. Das Umweltbundesamt (UBA) hat errechnet, dass Städte und Gemeinden den Verkehr mit rund 10,5 Milliarden Euro subventionieren.

Neben dem Straßenbau gibt es etliche Ausgaben, die nicht im Verkehrshaushalt auftauchen, sondern sich in anderen Haushaltstiteln verstecken, beispielsweise Ausgaben für die Abwasserbeseitigung, Grünflächen oder Schulen. Das UBA hat zwei Instrumente vorgestellt, mit deren Hilfe solche versteckten Ausgaben sichtbar gemacht werden. Eines zielt auf den Autoverkehr, das andere auf die gesamten Einnahmen und Ausgaben im Verkehr.

Zur Erfassung des Autoverkehrs hat die internationale Umweltagentur der Gemeinden (International Council for Local Environmental Initiatives, ICLEI), mit Unterstützung des Umweltbundesamts die Ausgaben der Städte Bremen, Dresden und Stuttgart für den motorisierten Individualverkehr untersucht. Pro Einwohner geben diese Gemeinden jährlich zwischen 110 und 145 Euro für den Autoverkehr aus. Einnahmen sind bereits einbezogen. Wird dieses Ergebnis auf die Gesamtzahl der Bundesbürger hochgerechnet, ergibt sich die Summe von 10,5 Milliarden Euro. Die Ausgaben der Länder und die des Bundes sind hierbei nicht mitberücksichtigt.

Damit auch andere Gemeinden ihre Ausgaben für den Autoverkehr berechnen können, hat ICLEI übersichtliche Arbeitsblätter zur Auswertung des Haushaltsplans erstellt. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen können sich mit dieser Hilfe zurechtfinden.

Einen Überblick über die gesamten Verkehrsausgaben und Einnahmen, zu denen sowohl die des Autoverkehrs, als auch die der öffentlichen Verkehrsmittel, Fußgänger, Fahrradfahrer und die des Güterverkehrs zählen, können sich die Kommunen mit Hilfe eines zweiten Instruments verschaffen. Es handelt sich um das computergestützte Verfahren Least Cost Transportation Planning (LCTP). Es wurde von der IVU Traffic Technologis AG im Auftrag des UBA entwickelt und in Göttingen, Görlitz, Hannover und Heidelberg erprobt. LCTP bietet nicht nur eine Jahresübersicht der Verkehrsausgaben im Haushaltsplan. Es können auch Kosten und Umweltwirkungen von Planungsvarianten bewertet werden. Darüber hinaus kann geprüft werden, ob die für die Unterhaltung der Verkehrsanlagen eingesetzten Mittel ausreichen.

Die Arbeitsblätter der ICLEI können unter der Adresse aus dem Internet http://www.iclei.org/europe/ccp/subsidies_german.htm heruntergeladen oder kostenlos beim ICLEI- Europasekretariat, Eschholzstraße 86, 79115 Freiburg, E-mail: iclei- europe@iclei-europe.org angefordert werden.



Mehr Informationen kann man finden unter:
 Umweltbundesamt

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