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Sitas Feuerprobe [10.07.2007]

Kapitel 14
Nachdem die Halbgötter und Rishis die Vernichtung Ravanas miterlebt hatten, brachen sie in ihre verschiedenen himmlischen Reiche auf. Matali verneigte sich vor Rama und erhielt Erlaubnis mit seinem Streitwagen zu Indra zurückzukehren. Rama sah dem überirdischen Fahrzeug nach, als es sich hoch in die Luft erhob und verschwand. Sein Zorn auf die Rakshasas hatte sich völlig gelegt. Jetzt dachte er an Vibhishanas Einsetzung als neuer König von Lanka. Da die sich Stadt auf der Erde befand, fiel sie unter die Zuständigkeit der Herrscher der Erde, auch wenn sie von Rakshasas bewohnt wurde. Deshalb wollte Rama den frommen Vibhishana als rechtmäßigen Herrscher einsetzen, um schnell in der verwüsteten Stadt wieder Ordnung herzustellen.


Kapitel 15
Am folgenden Morgen trat Vibhishana zu Rama und teilte ihm mit, dass alles für sein Bad bereit sei. Der Rakshasa sagte: “Heiße und kalte Bäder, sowie jede Art der Schönheitspflege, Salben und Duftstoffe stehen bereit und wir haben himmlische Gewänder und Girlanden zurecht gemacht. Ausgezeichnete Dienerinnen, die sich in den Künsten des Schmückens gut auskennen, stehen zu deinen Diensten, lieber Rama.”
Rama erwiderte, er habe keinen Wunsch nach irgendwelchen Freuden, solange er Bharata nicht gesehen habe. Er sagte zu Vibhishana: “Dieser Prinz lebt zur Zeit in Entsagung. Er badet in kalten Flüssen und isst nur im Wald gesammelte Wurzeln und Früchte. Wie kann ich da irgendwelche Dinge zu meinem Genuss annehmen?”


Kapitel 11
Ravana war niedergeschmettert. Zweimal hatte er seinen scheinbaren Sieg gefeiert und zweimal wurde er gezwungen alles wieder zu überdenken. Er saß grübelnd in seinem Palast. Diese Affenarmee war verzaubert. Sie waren von Indrajit praktisch ausradiert worden, doch plötzlich waren sie alle wieder auf ihren Füßen und kämpften erneut. Jetzt waren Kumbhakarnas zwei unbezwingbare Söhne getötet worden. Die Lage wurde langsam verzweifelt. Ravana sah hinüber zu Indrajit. Dieses Mal durfte er nicht versagen. Ravana sprach zu seinem Sohn, der in jeder Hinsicht genauso mächtig wie sein Vater war: “Heldenhafter Prinz, diese beiden Sterblichen müssen das Zeitliche segnen. Obwohl sie zweimal von dir besiegt worden sind, sind sie wie durch ein Wunder dem Tod entkommen. Jetzt muss ihr Glück ein Ende finden. Du bist der Bezwinger Indras. Was ist also das Problem mit diesen zwei Menschen? Mach es schnell mein Sohn. Wende alle nur erdenklichen Mittel an und töte sie!”


Kapitel 1
Hanuman flog durch das Firmament, überglücklich aufgrund seines Erfolges. Bald würde er Sugriva und Rama sehen und ihnen die gute Nachricht übermitteln, dass er Sita gefunden hatte. Er ließ Lanka in einem Zustand des Aufruhrs hinter sich und bewegte sich mit der Geschwindigkeit des Windes. Kein einziger Rakshasa verfolgte ihn, da alle damit beschäftigt waren ihre heimgesuchte Stadt zu retten.

Panik in Lanka [09.07.2007]

Kapitel 2
In Lanka ließ Ravana all seine Minister zu einer Vollversammlung zusammenkommen. Nachdem der Dämon das schreckliche Blutbad und die von Hanuman verursachte Zerstörung miterlebt hatte, sprach er zu seinen Ratgebern: "Diese Stadt, von der wir dachten, sie sei unbezwingbar, ist von einem einfachen Affen erstürmt und zugrunde gerichtet worden. Meine Gärten sind zerstört, man hat sich an unserem Tempel vergangen und einige der besten Rakshasas sind getötet worden, einschließlich meines eigenen Sohnes, Prinz Aksha. Dieser elende Affe hat tatsächlich eigenhändig die ganze Stadt auf den Kopf gestellt."


Kapitel 4
In Lanka erhielt Ravana von seinen Spionen die Nachricht, dass sich die Affen um die Stadt herum versammelt hätten. Der eingeschüchterte Suka sagte ihm, dass Ramas Armee unschätzbar groß und mächtig sei. Er empfahl Ravana Sita sofort an Rama auszuliefern. Sukas Vorschlag machte Ravana wütend: "Ich würde Sita nicht einmal dann zurückgeben, wenn die ganze Schar der Halbgötter vor Lanka stehen würde!", brüllte er. "Oh, wann werden meine Pfeile endlich auf Rama flitzen, wie Bienen auf Frühlingsblumen? Ich werde diese Armee in den Schatten stellen, wie die aufgehende Sonne die Sterne verdunkelt."


Kapitel 5
Außerhalb von Lanka beriet sich Rama mit seinen Generälen. Sie besprachen den Angriff der Stadt. Vibhishana berichtete, dass seine vier Minister sich in der Gestalt von Vögeln in die Stadt begeben hatten. Sie hatten alles genau betrachtet. Vibhishana beschrieb nun die Vorkehrungen, die sie zur Verteidigung getroffen hatten. “Am Osttor steht Prahasta, der Oberbefehlshaber. Am Südtor befinden sich Mahaparshwa und Mahodara, zwei fast unüberwindbare Rakshasas. Am Westtor ist Ravanas listiger und fürchterlicher Sohn Indrajit stationiert, der in der Schlacht äußerst gefährlich ist. Am Nordtor wartet Ravana persönlich."


Kapitel 6
Indrajit begab sich nach Lanka, umgeben von den wichtigsten Rakshasas, die alle vor Freude brüllten. Der Rakshasa-Prinz ging schnell zum Palast seines Vaters und erzählte ihm die Neuigkeiten: "Deine zwei sterblichen Feinde liegen, durch meine spitzen Pfeile niedergestreckt, tot auf dem Schlachtfeld. Zerstreue deine Furcht, mein König. Der Sieg gehört jetzt uns." Ravana sprang auf seine Beine und umarmte seinen Sohn. Er war freudig erregt und rief sofort nach den Rakshasis, die Sita bewachten. Er wies sie an, die Prinzessin im Pushpaka-Streitwagen mitzunehmen, um ihr Rama und Lakshmana zu zeigen. Er war sicher, dass Sita ihn jetzt als Ehemann annehmen würde.


Kapitel 7
Ravana sah, wie seine Truppen besiegt und verwahrlost zurückkehrten. Seine Augen waren hochrot vor Zorn und er atmete schwer. Er befahl dem nächsten seiner mächtigen Befehlshaber, Durdharsha, in die Schlacht hinaus zu ziehen. Der Dämon war den Halbgöttern und Danavas im Kampf gegenübergetreten und fürchtete niemanden. Er bestieg seinen mit Juwelen verzierten Streitwagen, der acht eiserne Räder besaß, welche im Durchmesser so groß wie zwei Mann waren, und raste aus der Stadt hinaus. Seine Stimme klang wie ein Donnerschlag, als er die Rakshasa-Streitkräfte scharte, die ihm zu Hunderten und Tausenden folgten. Wie die anderen Rakshasa-Anführer vor ihm, beobachtete er zahlreiche schlimme Vorzeichen, doch er nahm ebenfalls keine Notiz von ihnen und stürzte auf die Affen zu.


Kapitel 8
Ravana kehrte äußerst verstört nach Lanka zurück. Er fühlte sich gedemütigt, von Rama überwältigt worden zu sein, wie ein Elefant, der von einem Löwen bezwungen wurde. Als er sich an die Kraft Ramas unaufhaltsamer Pfeile erinnerte, fragte er sich, was er als nächstes tun solle. Er rief seine Ratgeber zusammen, die sich daraufhin ins Ratszimmer begaben und Ravana umringten. Der Dämon schaute auf seinem Thron sitzend umher und sprach zu ihnen, immer noch erschüttert von seinem Kampf mit Rama.

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