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Kapitel 14 Nachdem die Halbgötter und Rishis die Vernichtung
Ravanas miterlebt hatten, brachen sie in ihre verschiedenen himmlischen
Reiche auf. Matali verneigte sich vor Rama und erhielt Erlaubnis mit
seinem Streitwagen zu Indra zurückzukehren. Rama sah dem überirdischen
Fahrzeug nach, als es sich hoch in die Luft erhob und verschwand. Sein
Zorn auf die Rakshasas hatte sich völlig gelegt. Jetzt dachte er an
Vibhishanas Einsetzung als neuer König von Lanka. Da die sich Stadt auf
der Erde befand, fiel sie unter die Zuständigkeit der Herrscher der
Erde, auch wenn sie von Rakshasas bewohnt wurde. Deshalb wollte Rama
den frommen Vibhishana als rechtmäßigen Herrscher einsetzen, um schnell
in der verwüsteten Stadt wieder Ordnung herzustellen.
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Kapitel 15 Am folgenden Morgen trat Vibhishana zu Rama und
teilte ihm mit, dass alles für sein Bad bereit sei. Der Rakshasa sagte:
“Heiße und kalte Bäder, sowie jede Art der Schönheitspflege, Salben und
Duftstoffe stehen bereit und wir haben himmlische Gewänder und
Girlanden zurecht gemacht. Ausgezeichnete Dienerinnen, die sich in den
Künsten des Schmückens gut auskennen, stehen zu deinen Diensten, lieber
Rama.” Rama erwiderte, er habe keinen Wunsch nach irgendwelchen
Freuden, solange er Bharata nicht gesehen habe. Er sagte zu Vibhishana:
“Dieser Prinz lebt zur Zeit in Entsagung. Er badet in kalten Flüssen
und isst nur im Wald gesammelte Wurzeln und Früchte. Wie kann ich da
irgendwelche Dinge zu meinem Genuss annehmen?”
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Kapitel 11 Ravana war niedergeschmettert. Zweimal hatte er seinen
scheinbaren Sieg gefeiert und zweimal wurde er gezwungen alles wieder
zu überdenken. Er saß grübelnd in seinem Palast. Diese Affenarmee war
verzaubert. Sie waren von Indrajit praktisch ausradiert worden, doch
plötzlich waren sie alle wieder auf ihren Füßen und kämpften erneut.
Jetzt waren Kumbhakarnas zwei unbezwingbare Söhne getötet worden. Die
Lage wurde langsam verzweifelt. Ravana sah hinüber zu Indrajit. Dieses
Mal durfte er nicht versagen. Ravana sprach zu seinem Sohn, der in
jeder Hinsicht genauso mächtig wie sein Vater war: “Heldenhafter Prinz,
diese beiden Sterblichen müssen das Zeitliche segnen. Obwohl sie
zweimal von dir besiegt worden sind, sind sie wie durch ein Wunder dem
Tod entkommen. Jetzt muss ihr Glück ein Ende finden. Du bist der
Bezwinger Indras. Was ist also das Problem mit diesen zwei Menschen?
Mach es schnell mein Sohn. Wende alle nur erdenklichen Mittel an und
töte sie!”
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Kapitel 1 Hanuman flog durch das Firmament, überglücklich
aufgrund seines Erfolges. Bald würde er Sugriva und Rama sehen und
ihnen die gute Nachricht übermitteln, dass er Sita gefunden hatte. Er
ließ Lanka in einem Zustand des Aufruhrs hinter sich und bewegte sich
mit der Geschwindigkeit des Windes. Kein einziger Rakshasa verfolgte
ihn, da alle damit beschäftigt waren ihre heimgesuchte Stadt zu retten.
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Kapitel 2 In Lanka ließ Ravana all seine Minister zu einer
Vollversammlung zusammenkommen. Nachdem der Dämon das schreckliche
Blutbad und die von Hanuman verursachte Zerstörung miterlebt hatte,
sprach er zu seinen Ratgebern: "Diese Stadt, von der wir dachten, sie
sei unbezwingbar, ist von einem einfachen Affen erstürmt und zugrunde
gerichtet worden. Meine Gärten sind zerstört, man hat sich an unserem
Tempel vergangen und einige der besten Rakshasas sind getötet worden,
einschließlich meines eigenen Sohnes, Prinz Aksha. Dieser elende Affe
hat tatsächlich eigenhändig die ganze Stadt auf den Kopf gestellt."
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Kapitel 4 In Lanka erhielt Ravana von seinen Spionen die
Nachricht, dass sich die Affen um die Stadt herum versammelt hätten.
Der eingeschüchterte Suka sagte ihm, dass Ramas Armee unschätzbar groß
und mächtig sei. Er empfahl Ravana Sita sofort an Rama auszuliefern.
Sukas Vorschlag machte Ravana wütend: "Ich würde Sita nicht einmal dann
zurückgeben, wenn die ganze Schar der Halbgötter vor Lanka stehen
würde!", brüllte er. "Oh, wann werden meine Pfeile endlich auf Rama
flitzen, wie Bienen auf Frühlingsblumen? Ich werde diese Armee in den
Schatten stellen, wie die aufgehende Sonne die Sterne verdunkelt."
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Kapitel 5 Außerhalb von Lanka beriet sich Rama mit seinen
Generälen. Sie besprachen den Angriff der Stadt. Vibhishana berichtete,
dass seine vier Minister sich in der Gestalt von Vögeln in die Stadt
begeben hatten. Sie hatten alles genau betrachtet. Vibhishana beschrieb
nun die Vorkehrungen, die sie zur Verteidigung getroffen hatten. “Am
Osttor steht Prahasta, der Oberbefehlshaber. Am Südtor befinden sich
Mahaparshwa und Mahodara, zwei fast unüberwindbare Rakshasas. Am
Westtor ist Ravanas listiger und fürchterlicher Sohn Indrajit
stationiert, der in der Schlacht äußerst gefährlich ist. Am Nordtor
wartet Ravana persönlich."
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Kapitel 6 Indrajit begab sich nach Lanka, umgeben von den
wichtigsten Rakshasas, die alle vor Freude brüllten. Der Rakshasa-Prinz
ging schnell zum Palast seines Vaters und erzählte ihm die Neuigkeiten:
"Deine zwei sterblichen Feinde liegen, durch meine spitzen Pfeile
niedergestreckt, tot auf dem Schlachtfeld. Zerstreue deine Furcht, mein
König. Der Sieg gehört jetzt uns." Ravana sprang auf seine Beine und
umarmte seinen Sohn. Er war freudig erregt und rief sofort nach den
Rakshasis, die Sita bewachten. Er wies sie an, die Prinzessin im
Pushpaka-Streitwagen mitzunehmen, um ihr Rama und Lakshmana zu zeigen.
Er war sicher, dass Sita ihn jetzt als Ehemann annehmen würde.
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Kapitel 7 Ravana sah, wie seine Truppen besiegt und verwahrlost
zurückkehrten. Seine Augen waren hochrot vor Zorn und er atmete schwer.
Er befahl dem nächsten seiner mächtigen Befehlshaber, Durdharsha, in
die Schlacht hinaus zu ziehen. Der Dämon war den Halbgöttern und
Danavas im Kampf gegenübergetreten und fürchtete niemanden. Er bestieg
seinen mit Juwelen verzierten Streitwagen, der acht eiserne Räder
besaß, welche im Durchmesser so groß wie zwei Mann waren, und raste aus
der Stadt hinaus. Seine Stimme klang wie ein Donnerschlag, als er die
Rakshasa-Streitkräfte scharte, die ihm zu Hunderten und Tausenden
folgten. Wie die anderen Rakshasa-Anführer vor ihm, beobachtete er
zahlreiche schlimme Vorzeichen, doch er nahm ebenfalls keine Notiz von
ihnen und stürzte auf die Affen zu.
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Kapitel 8 Ravana kehrte äußerst verstört nach Lanka zurück. Er
fühlte sich gedemütigt, von Rama überwältigt worden zu sein, wie ein
Elefant, der von einem Löwen bezwungen wurde. Als er sich an die Kraft
Ramas unaufhaltsamer Pfeile erinnerte, fragte er sich, was er als
nächstes tun solle. Er rief seine Ratgeber zusammen, die sich daraufhin
ins Ratszimmer begaben und Ravana umringten. Der Dämon schaute auf
seinem Thron sitzend umher und sprach zu ihnen, immer noch erschüttert
von seinem Kampf mit Rama.
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