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Falun Gong als Sekte zu bezeichnen ist ein Medien-Irrtum

[29.03.2006] Die gesamte Verfolgung von Falun Gong in China gründet sich auf der Behauptung, dass Falun Gong eine bösartige Sekte ("evil cult") sein soll und damit so schnell wie möglich auszulöschen sei.
Wenn deshalb vereinzelt in den westlichen Medien oder andere ahnungslose Personen auch heute noch Falun Gong als Sekte oder Kult bezeichnen, dann haben sie im Grunde nichts anderes getan, als diese Lüge, die seit 1999 überall in der Welt von der Chinesischen Kommunistischen Partei (KP) verbreitet wird (man braucht nur die Internetseiten der jeweiligen chinesischen Botschaften im Ausland zu besuchen), zu übernehmen und damit die grausame Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden in China zu bestätigen.

Natürlich wussten die meisten Menschen im Westen - und das beinhaltet auch sämtliche westliche Medien - nichts über Falun Gong, als die Nachricht über die Verfolgung von Falun Gong in China im Juli 1999 in den Westen kam. Sämtliche Informationen bzw. Lügen über Falun Gong, die den Menschen im Westen über Falun Gong zugänglich waren, gab es damals nur aus einer Hand: nämlich von den zentralgesteuerten Medien Chinas oder von der chinesischen Regierung selber. So kontaktierten die chinesischen Botschafter und Konsule nahezu alle "wichtigen" Regierungen und obersten Gerichtshöfe im Ausland direkt, um über Falun Gong zu informieren und um zu bitten, Falun Gong möge doch auch in deren Ländern verboten werden. Entsprechende Briefe z.B. an den schwedischen Gerichtshof haben Falun Gong Praktizierende zu sehen (und kopiert) bekommen. Glücklicherweise haben praktisch sämtliche Regierungen im westlichen Ausland mit Kopfschütteln reagiert, aber leider fühlen sich an China direkt benachbarte Länder seither so unter Druck gesetzt (z.B. Thailand und Kambodscha), dass auch diese mit Falun Gong Praktizierenden am liebsten nichts zu tun haben wollen und sogar mit der chinesischen Regierung zusammenarbeiten, um geflüchtete Praktizierende wieder zurück nach China zu transportieren. Glücklicherweise konnten einige von ihnen als UN-Flüchtlinge z.B. in Norwegen, eine sichere Zuflucht finden.

Westliche Regierungen haben sich nicht der Bitte Chinas gebeugt und Falun Gong ist deshalb bis heute ausschliesslich auf dem Festland China verfolgt (nicht Hongkong). Aber aus wirtschaftlichen Interessen haben die meisten Regierungen bis heute nicht gewagt, einen grösseren Druck auf China auszuüben, so dass die Kommunistische Partei Chinas die Verfolgung endlich stoppt.

Westliche Medien, besonders im deutschsprachigem Raum, bezeichnen oftmals auch heute noch Falun Gong als Sekte. Dabei lassen sie das "bösartig" meistens weg und somit kann diese "abgeschwächte" Bezeichnung von den westlichen Menschen besser akzeptiert werden und es hört sich auch nicht nach reiner und übertriebener Propaganda an.

Zur Entschuldigung der deutschsprachigen Medien muss erwähnt werden, dass im Englischen das Wort "sect" nicht ganz gleichbedeutend mit unserem deutschen Wort "Sekte" ist. Wenn man im Englischen von Sekte in der gleichen negativen Bedeutung wie im Deutschen sprechen will, wird das Wort "cult" verwendet. Wenn von einer kleineren, abgespaltenen Gruppe ohne negativen Beigeschmack die Rede ist, wird überall im Englischen lieber das Wort "sect" gebraucht. Leider gibt es eine solche Differenzierung im Deutschen nicht, was negative Folgen mit sich zieht, wenn deutsche Medien aus dem Englischen Artikel übernehmen und dabei das Wort "sect" falsch mit "Sekte" übersetzen.

Es gibt keine Gründe und es ist unlogisch, warum gute Menschen, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, verfolgt werden sollten. Zumal die Philosophie von Falun Gong/ Falun Dafa auf den drei Grundprinzipien Wahrheit (= ehrlich, aufrichtig, nicht lügen, nicht korrupt sein), Mitgefühl (Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Gutes tun) und Nachsicht (= Toleranz, Geduld, Ausdauer) basiert und die Falun Gong Praktizierenden immer versuchen, in allen Beziehungen sich als (Mit-)Mensch zu verbessern.

Verfolgung in China bedeutet die Verhaftung der Falun Gong Praktizierenden, um dann im Gefängnis, Arbeitslager oder in der Psychiatrie "umgeschult" zu werden. Das Ziel ist also nicht (nur) eine Bestrafung der Praktizierenden. Das angestrebte Ziel zur Eliminierung von Falun Gong ist die völlige geistige Abkehr der Praktizierenden von Falun Gong durch die sogenannte "Umschulung" (= Gehirnwäsche). Gewöhnlich ist die Umschulung mit grausamer Folter verbunden (häufig durch Elektroschock, z.B. im Genitalbereich), die bis zum heutigen Tag bereits zum Tod von Tausenden von Falun Gong Praktizierenden geführt hat.

Als Zeichen erfolgreicher Umschulung müssen Praktizierende ein Bekenntnis unterschreiben, in dem steht, dass Falun Gong schlecht sei und dass sie versprechen, nie wieder Falun Gong zu machen. Danach werden die Praktizierenden oftmals aber nicht aus dem Gefängnis entlassen, sondern für die Umschulung der noch nicht "bekehrten" Praktizierenden eingesetzt.

Fortsetzung Teils 2:
Warum ist Falun Gong also garantiert keine Sekte?


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