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Pringles-Kartoffelchips von Procter & Gamble gefährden die Gesundheit der Verbraucher[30.08.2007] Hand aufs Herz, manchmal müssen kleine Sünden sein - zum Beispiel knackige, würzige Kartoffelchips zum sommerlichen Grillabend. Doch der Spaß hört auf, wenn diese extrem hohe Mengen vom Krebsgift Acrylamid enthalten, ohne dass wir etwas davon wissen. Wie bei Pringles-Chips von Procter & Gamble. Dieser Konzern brachte es nach eigenen Angaben allein im Jahr 2006 weltweit auf einen Jahresumsatz von 68 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 13 Milliarden US-Dollar. Trotzdem schafft er es anscheinend nicht, den Acrylamidgehalt seiner Chips zu senken.
1.600 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm hat foodwatch bei Pringles-Chips gemessen. Das bedeutet nach den Maßgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Mehr als sechs Chips dieser Sorte sollte ein 20 kg schweres Kind am Tag keinesfalls essen, denn bereits diese Menge stellt eine erhöhte Krebsgefahr dar.
Konzernverantwortung ist für Procter & Gamble ein Fremdwort Mit Recht werden Sie sich jetzt fragen: Kann das überhaupt legal sein? Noch dazu in einer wirtschaftlich so hoch entwickelten Industrienation wie Deutschland. Die in vielen Bereichen Sicherheitsstandards aufweist, um die sie in der Welt beneidet wird. Die Antwort ist so einfach wie traurig: Ja, das ist legal! Und es ist deshalb legal, weil es für das krebsverdächtige Acrylamid keinen Grenzwert gibt. Das heißt konkret: Der möglichen Menge Acrylamid in Lebensmitteln sind buchstäblich keine Grenzen gesetzt! Obwohl - und das setzt dem Ganzen sozusagen die Krone auf - hohe Dosen dieses Gifts völlig unnötigerweise in Kartoffelchips und anderen erhitzten Lebensmitteln enthalten sind. Je nach Produktionsmethode ist es möglich, Acrylamid fast gänzlich aus unserer Nahrung zu verbannen. Umso mehr ist die Verantwortung der Konzerne gefragt! Der Discounter Lidl geht hier mit gutem Beispiel voran. Seine Kartoffelchips weisen nur 47 Mikrogramm Acrylamid je Kilogramm auf. Pringles von Procter & Gamble sind dagegen fast 34-mal höher belastet. Die Acrylamidbelastung muss auf der Packung stehen - nur dann können wir uns gegen die Vergiftung schützen! Die Industrie wehrt sich gegen die Veröffentlichung der Acrylamidbelastungen. Und die Politik kuscht wie so oft. Aber nur wenn Verbraucher beim Kauf sehen, wie hoch die Acrylamibelastung ist, können Sie sich schützen. Und nur dann entsteht Druck auf die Firmen, die Belastung zu minimieren. Deshalb misst und veröffentlicht foodwatch seit fünf Jahren die Acrylamidbelastung von Kartoffelchips. Immerhin hat das die Industrie so unter Druck gesetzt, dass sich die Belastung im Durchschnitt schon um 50 Prozent reduziert hat. Aber das Beispiel Procter & Gamble zeigt: Das reicht noch nicht! Procter & Gamble ist die Gesundheit der Verbraucher egal – lassen Sie sich das nicht länger gefallen! Auch wenn Sie keine Chips essen sollten - jetzt sind auch Sie gefragt. Denn hier geht es um etwas Grundsätzliches. Wollen wir uns wirklich die Arroganz von Konzernen wie Procter & Gamble gefallen lassen? Von einem Konzern, der stur weiter produziert und sich nicht um die Gesundheit der Verbraucher schert. Und auch noch zynisch an besorgte Kunden schreibt: "Wir können versichern, dass der Verzehr von Pringles im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung unbedenklich ist." Und zur Beruhigung hinzufügt: "Acrylamid ist vermutlich schon seit die Menschheit auf Feuerstellen kocht Bestandteil unseres Essens gewesen." Foodwatch ist der Meinung: Das können wir uns einfach nicht gefallen lassen! Nur wenn wir weiter die Acrylamidbelastungen testen und veröffentlichen, wird Procter & Gamble das Krebsgift reduzieren. Unterstützen Sie foodwatch und werden Sie Fördermitglied! Nur wenn weiterhin veröffentlicht wird, wie Procter & Gamble mit der Gesundheit der Verbraucher spielt, wird sich auch dieser Konzern endlich anstrengen und die Acrylamidbelastung senken. Aber die Tests sind sehr aufwendig und können nur in Speziallabors durchgeführt werden. Das kostet Geld! Allein die letzte Runde der Acrylamid-Tests von Kartoffelchips hat 5.000 Euro gekostet. Bitte werden Sie deshalb Fördermitglied mit einem Beitrag von 5, 10 oder 20 Euro im Monat. Dann können wir langfristig weiterarbeiten. Aber wir brauchen einen langen Atem dafür - und das geht nur mit Ihrer Unterstützung! Warten Sie nicht auf die Politik 119 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 05.10.2011 Hügelbeet gestalten und selber bauen 05.10.2011 Hochbeet bauen und bepflanzen - Teil 2 05.10.2011 Hochbeet bauen - eine alternative für die, die sowas brauchen 05.10.2011 29 Salate in einem Salatbaum untergebracht. 04.10.2011 KREBS - DIE VERSCHWIEGENE WAHRHEIT ! 28.07.2011 Danone führt Verbraucher mit Werbung für Joghurtbecher aus Biokunststoff in die Irre 15.07.2011 Grillparty im Kosmos - wenn sich zwei Galaxien ein Festmahl leisten 11.04.2011 Radioaktivitaet und wie man sich mittels Nahrung auch davor schuetzen kann. Miso und Sushi bieten Schutz vor Radioaktivität 11.02.2010 Wer Andern eine Bratwurst brät.... der hat ein Bratwurst-Bratgerät 11.02.2010 Die Bratwurst ist eine Fränkin |
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