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Irische Ärzte wollen Fast Food aus Schulen verbannen[19.10.2005] Nach monatelangen Diskussionen und Verhandlungen zeichnet sich in Irland jetzt ein Kompromiß in Sachen Verbot von Fast Food in irischen Schulen und Kindergärten ab. Irische Jugendliche lieben wie Gleichaltrige in vielen anderen Ländern Fast Food. Ärzte sorgen sich um die gesundheitlichen Folgen.
Hintergrund: 67 Prozent der irischen Bevölkerung sind übergewichtig beziehungsweise adipös. Pädiater weisen seit Jahren auf die steigende Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen hin. Inzwischen treten auch bei irischen Kindern und Jugendlichen Typ 2-Diabetes Erkrankungen auf. Fast Food-Hersteller konzentrieren ihre Marketingaktivitäten seit Jahren gezielt auf Kinder und Jugendliche. Wie die Irish Heart Foundation (IHF) kürzlich in Dublin mitteilte, unternehme Gesundheitsministerin Mary Harney bislang "viel zu wenig", um die Werbung für ungesunde Lebensmittel in den irischen Schulen und Kindergärten zu überwachen und einzuschränken. In den meisten irischen Schulen stehen Softdrink- und Süßigkeitenautomaten. Unternehmen wie McDonalds unterstützen viele Schulaktivitäten wie Sportfeste. Eine neue Umfrage der IHF, bei der 500 Schulleiter befragt wurden, ergab, daß 97 Prozent gegen die Werbung von Fast Food und anderen ungesunden Lebens- und Genußmitteln in den Schulen sind. Das deckt sich mit Meinungsumfragen bei Ärzten. Zwar wurden in Irland in den vergangenen Jahren neue Gesetze erlassen, die die Fast Food-Werbung in Kinderprogrammen im Fernsehen einschränken. Diese Verbote gehen nach Ansicht ärztlicher Berufsverbände aber nicht weit genug angesichts der steigenden Zahl übergewichtiger Patienten. Jetzt deutete ein Regierungssprecher an, man "überlege ernsthaft", die Werbung und den Zugang zu Fast Food in den Schulen und Kindergärten gesetzlich zu verbieten. Entsprechende Verhandlungen mit der Industrie sowie den Bildungseinrichtungen stünden kurz vor dem Abschluß. Quelle (ast)
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