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Warum Bösewichte meistens schwarz tragen[07.07.2005] Die Verbindung von Hellem mit positiven Gefühlen und Dunklem mit
negativen gibt es in vielen Kulturen. Diese Assoziation abstrakter
Emotionen mit konkreten Eigenschaften könnte ein grundsätzliches
menschliches Denkprinzip widerspiegeln, vermuten amerikanische
Psychologen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der
Fachzeitschrift Psychological Science (November-Ausgabe).
Jesus als das helle "Licht der Welt", der Teufel als "Prinz der
Dunkelheit" – Bilder wie dieses sind nicht nur in westlichen Kulturen
weit verbreitet. Auch in buddhistischen Schriften, der Hindu-Mythologie
und im Koran wird das Gute mit weißen, hellen Bildern beschrieben und
das Böse in dunklen Farben dargestellt. Diese Verbindung scheint selbst
bei der Beurteilung einfacher Wörter immer präsent zu sein, wiesen
Gerald Clore von der Universität von Virginia in Charlottesville und
seine Kollegen nach.
Die Wissenschaftler hatten über einhundert freiwilligen Testpersonen unter anderem Wörter mit positiver und solcher mit negativer Bedeutung auf einem Bildschirm gezeigt. Dabei erschienen die Begriffe abwechselnd und zufällig in schwarzer oder in weißer Schrift. Während der Tests sollten die Probanden den Wörtern möglichst schnell oder möglichst genau das Etikett "positiv" oder "negativ" zuteilen. Am besten und genauesten schafften die Testpersonen die Zuordnung dann, wenn die Bedeutung des Wortes mit der Schriftfarbe übereinstimmte, positiv belegte Wörter also in weiß und negative in schwarz erschienen. In Fällen, in denen sich gefühlte Bedeutung und Farbe widersprachen, hatten die Probanden dagegen deutliche Probleme bei der Zuordnung. Wie schnell die Testteilnehmer die Schriftfarbe erfassen konnten, wurde dagegen nicht von der Bedeutung des Wortes beeinflusst. Nach Ansicht der Psychologen untermauern diese Ergebnisse die Theorie, dass begriffliches Denken und die Vorstellung abstrakter Begriffe immer auf konkreten Bildern beruhen. Verantwortlich dafür sei die Art, wie Menschen lernen, schreiben die Wissenschaftler: Die Entwicklung des bewussten Denkens beim Kleinkind beginne mit sensorischen Erfahrungen, auf die nach und nach durch Lernen abstraktere Denkmuster aufgebaut würden. Werde zum Beispiel ein Baby im Arm gehalten, assoziiere es die eigentlich emotionsfreie Erfahrung "warm" und das Gefühl von Glück mit diesem Zustand. Daraus folge dann später beispielsweise der bildliche Ausdruck "ein warmes Lächeln" für etwas, das wohlwollend und angenehm ist. 235 Seitenaufrufe Weitere Artikeln zu diesen Thema 29.11.2011 Der Tod eines alten Baumes oder wie ein alter Baum um sein vergangenes Leben spricht! 03.01.2011 Umweltkatastrophen und Naturereignisse - Ursache und Wirkung - mal etwas anders beleuchtet 11.03.2010 Milo Barus - Seine enormen Kraftleistungen 18.01.2008 So merkst du, dass du im Jahr 2008 lebst, weil: 26.02.2007 Die Rückkehr der göttlichen Kultur und darüber hinaus 17.01.2007 Der neue Erlöser ist da. 23.02.2006 Die Transformation eines erfahrenen Kampfsportmeisters 14.12.2005 Die moderne Auswahl und Wege zur Heilung 08.12.2005 Chinesischen Redewendung: "Hunger und Kälte leiden" 25.08.2005 Ursprung Kosmos! Das Geheimnis der 4 Elemente |
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